Achter will fünftes Gold

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Zuversichtlich: der Deutschland-Achter.
Dortmund: Deutschland-Achter |

Lindenhorst. Der Deutschland-Achter hat vor einigen Tagen sein Quartier im Olympischen Dorf bezogen. Das in Lindenhorst beheimatete Paradeboot will erneut Olympisches Gold holen. Am Montag (15.50 Uhr deutsche Zeit) wird es ernst für Hannes Ocik, Felix Drahotta, Malte Jakschik und Maximilian Munski sowie die Olympiasieger von 2012 in London Richard Schmidt, Maximilian Reinelt, Eric Johannesen, Andreas Kuffner und Steuermann Martin Sauer.

Um über das Befinden der Ruderer zu erfahren, helfen heute soziale Netzwerke. Via Facebook verkündete Schlagmann Ocik zunächst: "Die Wasserqualität ist besser als gedacht und der Wind hält sich auch noch sehr zurück. " Das änderte sich einige Tage später, als sich das Team wegen der Windbedingungen ein Ausweichtrainingsquartier suchen mussten.
Bis zum Endlauf am Samstag, 13. August (Halbfinale am Mittwoch zuvor), wenn es wieder auf ein packendes Finale mit den Boot aus Großbritannien und den Niederlanden hinausläuft, werden die in Dortmund lebenden Ruderer jedenfalls einigen Schweiß in Rio vergießen, selbst wenn es in Brasilien derzeit Winter ist. Das Ziel ist klar: "Wir wollen Gold", sagt Bundestrainer Ralf Holtmeyer schon seit Monaten.
Sieben Boote umfasst das Achter-Feld, es wird von allen Seiten ein hochspannender Wettbewerb erwartet. „Unsere Ausgangslage ist gut. Jeden Tag beschäftigen wir uns mit einem Hauptthema: Wie schaffen wir es, in Rio die Schnellsten zu sein. Die Leistungsdichte ist extrem hoch. Ich gehe davon aus, dass sich zwischen Platz eins und fünf alles innerhalb von ein, zwei Sekunden abspielt“, sagte Hannes Ocik. Für ihn ist der Luzern-Sieger Niederlande der Topfavorit auf den Olympiasieg, dazu sei Weltmeister Großbritannien neben dem Deutschland-Achter ein heißer Medaillenkandidat. „Ich sehe in erster Linie diesen Dreikampf, aber auch die Amerikaner und Polen sind immer für eine Überraschung gut“, sagt Ocik.

Insgesamt schon viermal feierten die Ruderer und Steuerleute vom Deutschland-Achter den Olympiasieg, dazu kamen weitere hochkarätige Rennen. Die ersten beiden Goldfahrten standen unter der Regie von Trainer Karl Adam: 1960 mit deutlichem Vorsprung in Rom und 1968 in Mexiko-Stadt trotz kurzfristiger Umbesetzung des Bugmanns im Finale. Die zweite erfolgreiche Ära prägte Bundestrainer Ralf Holtmeyer, unter dem das deutsche Flaggschiff 1988 in Seoul überraschend zu Gold ruderte und zuletzt in London triumphierte. Deutschland fiebert am 13. August mit, wenn der Favorit da fünfte Gold holen will.
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