Auf dem Kanal, unter dem Zuckerhut

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Der Deutschland-Achter vor der Hafenkulisse! Wie das Schiff im Hintergrund, zieht es die Ruderer in die weite Welt.
  Dortmund: Ruderleistungszentrum Dortmund |

Rekordbesuch bei der Präsentation des Deutschland-Achters im Bootshaus: Es ist Olympiajahr, und da rücken die im Dortmunder Norden stationierten Medaillenhoffnungen in den Mittelpunkt. Der Ehrenkapitän des Deutschland-Achters eröffnete die Veranstaltung. "Ich habe immer noch die Vorstellung, mit ihm Boot zu sitzen." Auf dem Dortmund-Ems-Kanal holen sich die Ruderer das Rüstzeug, um unter dem Zuckerhut zu gewinnen.

Ins Boot nahm Pressesprecher Carsten Oberhagemann zunächst verbal die ungewöhnlichen vielen Vertreter aus Funk, Fernsehen und schreibender Zunft und teilte mit: "Mit fünf Olympiasiegern von 2012 startet der Deutschland-Achter in die olympische Saison: Richard Schmidt, Maximilian Reinelt, Eric Johannesen, Andreas Kuffner und Steuermann Martin Sauer sind in einer Woche bei den Europameisterschaften in Brandenburg (6.-8. Mai) an Bord."
Hier in Dortmund bereiten sich die Ruderer auf das sportliche Großereignis in Rio de Janeiro. Anders als in Brasilien müssen sich die aus allen Richtungen Deutschlands, aber in Dortmund lebenden Leitungssportler nicht mit zu befürchtenden gesundheitsgefährdenden Wasserverunreinigungen beschäftigen.

Zunächst aber startet der Achter bei der EM: Bei der ersten internationalen Standortbestimmung trifft der Titelverteidiger gleich auf Weltmeister Großbritannien. „Die Briten wollen wir in diesem Jahr schlagen. Olympia-Gold ist unser großes Ziel“, sagte Bundestrainer Ralf Holtmeyer bei der heutigen Präsentation der Achter-Besetzung.
Der Bundestrainer nahm im Vergleich zum Vorjahr eine Veränderung im Deutschland-Achter vor. Andreas Kuffner kehrt nach auskuriertem Bandscheibenvorfall zurück ins Team. „Er ist sehr stabil in seinen Leistungen, fährt stark auf dem Ergometer und kann die Mannschaft in den entscheidenden Moment richtig nach vorne bringen. Ihm will ich die Chance geben“, erklärte Holtmeyer. Schlagmann bleibt der Schweriner Hannes Ocik, ebenfalls ihren Achter-Rollsitz behalten haben Felix Drahotta, Malte Jakschik und Maximilian Munski.

Bei der Heim-EM bekommt es das Flaggschiff des deutschen Sports direkt mit dem britischen Achter, dem Hauptkonkurrenten der vergangenen Jahre, zu tun. Die Briten wurden dreimal in Folge Weltmeister. „Viele Rennen zuletzt waren sehr knapp. Ich bin optimistisch, dass wir es dieses Jahr umdrehen können. Wir haben im Winter viel trainiert – mehr ging nicht. Die Leistungsvoraussetzungen sind also gegeben“, meinte Holtmeyer, der aber auch die Achter aus den Niederlanden und Neuseeland, den WM-Dritten und –Vierten des Vorjahres, auf der Rechnung hat: „Die Niederlande haben zu Olympia immer einen starken Achter, und die junge neuseeländische Mannschaft hat sich in den vergangenen Jahren immer weiterentwickelt. Von denen ist was zu erwarten.“

Der Vierer ohne Steuermann geht bei der EM in der gleichen Formation wie im Vorjahr an den Start. Schlagmann Maximilian Korge, Maximilian Planer, Felix Wimberger und Johannes Weißenfeld kamen bei der WM in Aiguebelette auf einen hervorragenden fünften Platz. Nun will sich das junge Quartett weiter steigern - mit dem Ziel, bei Olympia um die Medaillen mitzufahren.
Im Gegensatz zu diesen beiden bereits qualifizierten Booten muss der Zweier ohne Steuermann bei der Qualifikationsregatta in Luzern (22.-24. Mai) noch um einen Startplatz in Rio kämpfen. Bei der EM starten die DM-Siebten Clemens Ernsting und Peter Kluge. Auch zahlreiche Ehrengäste wünschten den Ruderern viel Glück, ehe Oberhagemann die Medienvertreter auf so vielen Booten wie nie zuvor zur Parallelfahrt neben den Ruderern zu Wasser lud.
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