Hansa-Ruderer sind bereit für U23-WM

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Johannes Rentz, Felix Heinemann und Tabea Schendekehl (Foto: DRV/Schwier)

Johannes Rentz, Felix Heinemann und Tabea Schendekehl starten bei den U23-Weltmeisterschaften in Plovdiv (Bulgarien)

Wenn Mittwoch die ersten Vorläufe der U23-Weltmeisterschaften im Rudern starten, sind gleich drei Dortmunder Sportler mit dabei. Seit Sonntag sind die Athleten vor Ort in Plovdiv (Bulgarien).

Johannes Rentz geht erstmals seit seinem Weltmeistertitel in der U19-Klasse 2014 wieder im Achter an den Start. „Die Geschwindigkeit und die Gruppendynamik des Achters sind ganz besonders, deshalb freut es mich, wieder in diesem Boot zu sitzen.“, sagt Rentz. Diese Bootsklasse ist traditionell mit den besten deutschen Ruderern besetzt und war in den letzten Jahren für den einen oder anderen Sportler das Sprungbrett nach ganz oben in die Boote der A-Nationalmannschaft rund um den Deutschlandachter.
Während der dreiwöchigen Vorbereitung im norddeutschen Ratzeburg konnten Rentz und sein Team gute Leistungen abrufen. „Man merkt, dass jeder im Boot Lust hat und alles gibt. Da macht das Training einfach Spaß“, so Rentz. Dennoch sind sie sich der Herausforderung bewusst. Mit den Niederlanden und Rumänien gehen zwei Gegner an den Start, die erst letzte Woche beim Worldcup in Luzern auf sich aufmerksam gemacht haben und in der offenen Altersklasse ins Finale gefahren sind. „Für uns ist das Ziel klar, wir sind der ‚kleine‘ Deutschlandachter und uns unserer Aufgabe bewusst und wollen ganz vorne mitfahren.“, blickt Rentz optimistisch in Richtung WM.

Für Felix Heinemann ist es eine Rückkehr an einen Ort, den er in guter Erinnerung hat. In Plovdiv gelang ihm vor genau zwei Jahren dank eines außergewöhnlichen Endspurts der Gewinn der Bronze-Medaille im Vierer mit Steuermann. In der gleichen Bootsklasse geht er auch in diesem Jahr wieder an den Start. Dennoch sind Vergleiche schwierig, wie der 20-jährige zu Bedenken gibt: „Im U23-Bereich wechseln die Mannschaften jedes Jahr. Nicht nur wir sind mit einem komplett anderen Team als 2015 am Start, sondern auch die Gegner sind andere. Natürlich möchte ich an den Erfolg von vor zwei Jahren anknüpfen, aber in erster Linie geht es darum, gute Rennen zu fahren.“ Neben Heinemann sitzen mit Marcel Teckemeyer und Paul Seiters aus Osnabrück sowie Max John und Benjamin Leibelt sehr junge Sportler im Boot. Doch das ist für Heinemann kein Nachteil: „Die Jungs sind super heiß. Seit wir vor vier Wochen das erste Mal zusammen ins Boot gestiegen sind, haben wir gute Fortschritte machen können.“

Neu im U23-Bereich ist Tabea Schendekehl. Die 18-jährige Vize-Juniorenweltmeisterin aus dem letzten Jahr studiert seit dem Winter in Seattle (USA). Dort konnte sie mit Annemieke Schanze, Anna Calina Schanze und Ida Kruse drei andere deutsche Ruderinnen finden, mit denen sie nun im Vierer-ohne an den Start geht. Das 15-Boote-Startfeld ist auch für Schendekehl schwer einzuschätzen: „Wir haben keinen Vergleich zu denen anderen Booten. Wir werden sehen, wie der Vorlauf läuft und dann weiterschauen. Motiviert sind wir natürlich trotzdem und wollen im besten Fall natürlich mit Medaille zurück nach Hause kommen.“ Schendekehl konnte nach ihrer Rückkehr aus den USA in diesem Jahr deutschlandweit in allen Bootsklassen vom Zweier bis zum Achter auftrumpfen und die gesetzten DRV-Boote zuletzt bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in München schlagen. Einen Grundstein für diesen Erfolg sieht sie auch im amerikanischen Training, wie sie verrät: „In den USA wird einfach nochmal etwas anders trainiert. Eine große Rolle spielt die gute Vereinbarkeit von Studium und Training, die Trainingsmotivation und die generelle Unterstützung der Sportler in jeglichen Bereichen.“

Austragungsort der internationalen Titelkämpfe im U23-Bereich ist die bulgarische Stadt Plovdiv, die eine moderne Ruder-Regattastrecke hat, auf der im nächsten Jahr auch die Weltmeisterschaften der offenen Klasse stattfinden werden. „Die Bedingungen in Plovdiv sind gut und fair, lediglich an die Temperaturen von über 30 Grad werden wir uns gewöhnen müssen.“, erzählt Felix Heinemann aus seinen Erfahrungen von 2015.
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