Knappes Rennen um Happe-Pokal

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MdB Thorsten Hoffmann, Moritz Kemper, Olympiasiegerin von 1956 Ursula Happe, Alice Ruhnau
Dortmund: Südbad |

Jugendschwimmfest des SV Westfalen Dortmund im Südbad.


Es ging bis zum Schluss um hundertstel Sekunden – bei den 100 Meter Brust war Sonntagnachmittag im Kampf um den Ursula-Happe-Pokal noch alles offen. Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern schien die Länge der Fingernägel zu entscheiden. An zwei Tagen schwamm der Nachwuchs beim 28. Internationalen Jugendschwimmfest des SV Westfalen Dortmund im Südbad.
Als Ursula Happe, Olympiasiegerin von 1956 über die 200 Meter Brust und Vereinsmitglied des SV Westfalen, am Sonntag das Schwimmbad betrat, standen die Gewinner des ihr gewidmeten Pokals noch nicht fest. Eine halbe Stunde später war es soweit, alle Bruststrecken waren beendet, die Auswertung ging schnell – aus den Lautsprechern tönte: „Wir bitten zur Siegerehrung: Alice Ruhnau von der SGS Münster und Moritz Kemper vom SV Neptun Neheim-Hüsten“. Ursula Happe erinnert sich ans letzte Jahr: „Ihm überreichte ich doch schon einmal den Pokal!“ Der beste Brustschwimmer des diesjährigen Schwimmfestes Moritz Kemper verteidigte seinen Titel; sein kleiner Vorsprung über die Sprintstrecke 50 Meter Brust brachte ihm den Punktevorsprung, den sein direkter Konkurrent über die 100 und 200 Meter um hundertstel Sekunden nicht mehr einholen konnte.
Auf allen Schwimmstrecken schwammen die älteren Nachwuchsschwimmerinnen und -schwimmer um die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften, die im April stattfinden. Für eine Teilnahme zählt jetzt jeder Wettkampf. Den von der Firma Hollat gesponserten Pokal für die beste Mannschaftsleistung gewann der VFL Kemminghausen aus Dortmund!

Unterschriften für mehr Freiräume

Neben dem Wettkampfgeschehen war das Jugendschwimmfest auch politisch: Der Jugendausschuss des SV Westfalen lud das J-Team der Sportjugend Dortmund ein, um Unterschriften für das Bündnis für Freiräume des Landesjugendrings zu sammeln. Über 250 Eltern, Schwimmer und Trainer unterschrieben innerhalb von zwei Stunden auf Spielbausteinen, die die Sportjugend NRW zur Verfügung stellt und im Sommer vor dem Landtag aufbaut. Mit der Unterschrift setzt man sich für mehr Freiräume für Jugendliche ein. Vor allem eine Entschleunigung im Bildungssystem halten viele Sportler für notwendig. Über 15.000 Steine wurden bereits seit September in NRW unterschrieben.
Bundestagsabgeordneter Thorsten Hoffmann eröffnete am Samstag das internationale Jugendschwimmfest und schloss es am Sonntag zusammen mit Ursula Happe beim Meet and Greet mit den Partnern aus dem Club 100 des SV Westfalen ab.
Für das nächste Jahr plant der Verein einen noch größeren Wettkampf mit einem neuen Veranstaltungskonzept, das sowohl für die aktiven Sportler als auch für Zuschauer überraschend interessant sein soll.

Eine Fotostrecke gibt's auf der Internetseite des SV Westfalen Dortmund.
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