Sportnachmittag für Flüchtlinge

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Zu einem Aktionstag in Sachen Sport hatte der DJK Saxonia die Bewohner des Flüchtlingsheims am Ostpark eingeladen. Sie konnten verschiedene Sportarten ausprobieren und können die Angebote des Vereins kostenfrei nutzen. (Foto: Caritas)

„Das mit den Schlägern, das so ähnlich ist wie Tennis – das hat richtig viel Spaß gemacht.“

Gerade einmal seit zwei Tagen leben die beiden jungen Männer aus Syrien in der Caritas-Flüchtlingseinrichtung am Ostpark – schon haben sie beim Sport-Aktionstag des Vereins DJK Saxonia die Gelegenheit, eine neue Sportart zu entdecken: Badminton. „Die Hobbytruppe trainiert immer am Wochenende“, sagt der stellvertretende Vereinsvorsitzende Udo Reiniger. „Ihr könnt einfach mitmachen.“

Aktionstag des Vereins DJK Saxonia


Bewegung und Begegnung – das stand im Mittelpunkt des abwechslungsreichen Sportfestes am Sonntagnachmittag in und um die Walderseehalle. Saxonia hatte das Fest speziell für die Bewohner der Flüchtlingseinrichtung in der ehemaligen Hauptschule am Ostpark geplant. Mit ganz unterschiedlichen Sportarten: Fußball und Handball, Tischtennis, Gymnastik, einem Parcours für Kinder und eben Badminton. Auch ein üppiges Kuchenangebot sowie Gegrilltes durften nicht fehlen.

Angebote von Badminton bis Fußball


Etwas schüchtern kamen die Bewohner gemeinsam mit einigen haupt- und ehrenamtlichen Begleitern gegen 13 Uhr am Festgelände an. Was würde sie erwarten? Auch die Vereinsmitglieder waren aufgeregt im Vorfeld: Würden überhaupt Gäste kommen? Wie würden sie das Angebot annehmen?

Bei den Kindern verflog die Unsicherheit als erstes. Auf dem Fußballplatz wartete bereits eine Jugendmannschaft. Sie hatten große Sporttaschen dabei, mit Trikots, Fußballschuhen, Hosen und Schienbeinschonern für die Gäste. Begeistert suchten sich die Ankommenden passende Ausrüstung heraus und stürmten zu Umkleide. Wenig später war schon ein Spiel in vollem Gang.

Die jüngeren Kinder erklommen in der Halle eine schiefe Ebene und sprangen jauchzend aus luftiger Höhe auf eine weiche Matte. Die Erwachsenen starteten mit Tischtennis und Badminton. Rasch wechselte ein Match mit dem anderen ab. Am Handball-Tor gab Saxonia-Geschäftsführer Ulrich Heldner den Verteidiger, den es zu umspielen galt. Und einige Frauen wagten sich mit Trainerin Julia Bohlen in den Gymnastik-Kreis.

Sprachliche Barrieren, auch zwischen den Bewohnern, spielten rasch keine Rolle mehr. Ob aus Syrien oder dem Kosovo, Mazedonien oder Eritrea – alle waren mit Begeisterung dabei.

„Sie haben die Menschen mit diesem Fest glücklich gemacht“, fasste Franz-Josef Chrosnik von der Caritas-Einrichtung am Ostpark in seinem abschließenden Dank in Worte, was alle Beteiligten deutlich spüren konnten. „Ich habe heute Leute entspannt und gelöst gesehen, die sonst zurückgezogen oder eher depressiv sind, weil sie so viel Schlimmes erlebt haben. Allein dafür hat sich das Fest gelohnt“, meinte er.

Wenn es nach dem Willen von Saxonia geht, soll es allerdings nicht bei dem einmaligen Erlebnis bleiben: Alle Bewohner der Flüchtlingseinrichtung erhalten die Möglichkeit, die Angebote des Vereins kostenfrei weiter zu nutzen.

Flüchtlinge können Sportangebote nutzen


Auch die notwendige Ausrüstung will Saxonia durch Spenden aus der Mitgliederschaft organisieren. Zwei Sätze Trikots, Sportsschuhe, Winterkleidung, Spielzeug, Hygieneartikel sowie eine Geldspende übergab der Verein bereits bei dem Fest an die Einrichtung. „Und wenn wir wissen, wo genau noch Bedarf besteht, fragen wir gezielt bei unseren Mitgliedern nach“, so Ulrich Heldner von Saxonia.
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