Tapfere Westfalen halten Kölner Druck stand

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Dortmund: Südbad | Am vergangenen Dienstagabend war die Unterwasserrugbymannschaft des DUC Köln im Südbad bei den Dortmunder Sea Lions zu Gast. Für die Dortmunder Spielgemeinschaft aus SV Westfalen und SV Derne war es neben dem zweiten Ligaspiel zugleich auch das zweite Heimspiel in der erst kürzlich begonnenen Saison in der 1. Bundesliga-West.

Die Dortmunder mussten wie auch im ersten Spiel auf drei Stammspieler verzichten. Neben Marcel Redeker und Melvin Siemon fehlte auch die im letzten Spiel angeschlagene Britta Hempel, welche voraussichtlich für fünf Wochen pausieren muss. Die Gäste aus dem Rheinland traten mit elf Spielern an, hatten jedoch den Abgang des Nationaltorhüters Markus Heckrath sowie das Karriereende des sehr erfahrenen und spielstarken Steffen Rost zu verkraften. Dortmund startete mit zehn Spielern in der üblichen Ausgangsposition, wobei die Tor – und Mittelsturmposition ausschließlich von Jan Fuss und Bert Klebl besetzt wurde. Beide Spieler sollten nach dem Willen von Jan Fuss ohne Wechselpartner auf der Bank die gesamte Partie im Wasser bestreiten. Jan Weckelmann indes wurde von der Tor- und Mittelsturmposition auf die rechte Seite in den Sturm gezogen.

Das Spiel begann wie erwartet. Köln machte Druck in der Hälfte der Gastgeber und konnte den Ball zunächst trotz kürzerer Ballverluste laufen lassen. Kamen die Rheinländer jedoch an das Dortmunder Tor, so war dieses stets gut besetzt. Mit Bert Klebl und Jan Fuss sicherten zwei erfahrene, wie auch physisch starke Torhüter das heimische Tor ab.

Die Untertorverteidigung war ebenfalls durchweg präsent. Den Gastgebern gelang es, die eingangs vom Trainer ausgegebene Taktik einer zunächst größtmöglichen Defensive umzusetzen, um bei Gelegenheit sicher aus der Defensive herauszuspielen. Matthias Nowak, welcher gewöhnlich das Sturmduo mit Marcel Redeker bildet, konnte als offensiv ausgerichteter Verteidiger immer wieder Nadelstiche nach vorne setzen. Mit zunehmender Spieldauer gewannen die Dortmunder Selbstvertrauen und konnten die Gäste zwischenzeitlich in ihre eigene Hälfte zurückdrängen. Die Gäste quittierten dieses Verhalten mit einem zusehends robusten, wenngleich auch fairem Spiel, welches sich bisweilen an die Wasseroberfläche verlagerte. Der Halbzeitstand von 0:0 war daher nicht überraschend, zumal es auf beiden Seiten keine nennenswerte Torchancen gab.

Die Sea Lions waren mit dem Halbzeitstand zufrieden und witterten die Möglichkeit, dass sich mit zunehmendem Verlauf vielleicht noch die ein oder andere Möglichkeit bieten könnte. Die Gäste indes waren offensichtlich unzufrieden und begannen die zweite Halbzeit mit einem regelrechten Powerplay. Die Westfalen hielten dagegen, verteidigten konsequent, waren jedoch kaum im Stande, den Ball aus der Gefahrenzone bis in die gegnerische Hälfte zu bringen.

Es sollte allerdings nicht mehr lange dauern bis sich die Westfälische Beharrlichkeit auszahlen sollte.

Nach Balleroberung in der eigenen Hälfte verlagerten die Dortmunder das Spiel über die Seiten und gewannen so den notwendigen Raum für das Spiel in die Tiefe. Nach einer kurzen Kombination über Daniel Schauerte und Christian Müller war Kai Weckelmann auf der linken Wandseite frei anspielbar. Weckelmann nutzte den Überraschungsmoment und begab sich ohne zu zögern auf das Tor der Kölner wo er sich gegen den Torwart und Verteidigung durchsetzen konnte. Plötzlich stand es 1:0 für die Gastgeber.

Die Gäste nahmen eine Auszeit und versuchten noch einmal an das Dortmunder Tor zu gelangen.

Letztere spielten weiterhin diszipliniert und durch den Führungstreffer gar noch ein Stück weit motivierter und ideenreicher. Und so gelang es den Dortmundern den Ball in den letzten fünf Minuten der zweiten Halbzeit in der gegnerischen Hälfte zu halten und die Rheinländer nicht mehr ins Spiel kommen zu lassen.

Der Endstand lautete schließlich auch 1:0 – ein Ergebnis, welches die Dortmunder angesichts der Begegnungen mit den Gästen in der vergangenen Saison und dem Ausfall dreier Stammspieler anfangs nicht erwartet hätten.

Dies auch nicht unverdient, weil der Spielausgang bis zur Mitte der zweiten Halbzeit gänzlich offen war und sich Dortmund für taktische Disziplin und Einsatzwillen mit dem einzigen Tor der Begegnung belohnen konnte.

Die Gäste aus dem Rheinland hingegen zeigten sich obgleich des bevorstehenden närrischen Frohsinns enttäuscht, gratulierten aber den Gastgebern in gewohnter Fairness zum ersten Sieg in der Saison.



Für die Sea Lions spielten: Jan Fuss, Jörg Hempel, Felix Herberhold, Bert Klebl, Johannes Maas, Christian Müller, Matthias Nowak, Daniel Schauerte, Jan Weckelmann, Kai Weckelmann
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