Alles für ein Kinderlachen

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Hier wird spielend Deutsch gelernt: Fünf Kinderstuben fördert Kinderlachen schon in der Nordstadt. Im Frühjahr kommen noch drei hinzu. Darüber freut sich Kinderlachen-Geschäftsführer Marc Peine (3.v.l.). (Foto: Archiv)
 
„Wenn man das sieht, da geht einem das Herz auf“, erzählt Christian Vosseler vom Vorstand des Vereins Kinderlachen.

Jedem Kind sein Bett, jedem Kind sein Verein und auch eine Kinderstube. Für ein Kinderlachen tut der Dortmunder Verein jede Menge. 151 Projekte laufen deutschlandweit.

Und viele Aktionen des Vereins Kinderlachen helfen nachhaltig. Wie die fünf Kinderstuben in der Nordstadt. Im Frühjahr will Kinderlachen drei weitere fördern: an der Nordmarkt-Grundschule, Leopold- und Blücherstraße. Auch hier werden dann jeweils zehn Kinder, die noch keinen Kindergartenplatz bekommen haben, gemeinsam betreut, gefördert, spielen und lernen Deutsch.

Erfolgskonzept Kinderstube

„Die Erfolgsquote liegt bei 100 Prozent, bei der Einschulung waren die Lehrer begeistert“, berichtet Christian Vosseler vom Kinderlachen-Vorstand von dem Erfolgskonzept, welches sich der Verein patentieren ließ. „In einem Gespräch mit FABIDO wurde der Bedarf an Kinderstuben auf 48 geschätzt“, fügt er hinzu.
Doch sein Verein engagiert sich nicht nur für junge Dortmunder mit Migrationshintergrund:

Zu viele Kinder leben unter Armutsgrenze

30 -35 000 Euro investiert Kinderlachen jedes Jahr in das Projekt „Jedem Kind sein Bett“. Und auch hier sei die Nachfrage weitaus größer, denn zu viele Kinder leben unter der Armutsgrenze.
Und auch der Kinderklinik greift Kinderlachen gerne unter die Arme. Mit Geräten, Intensivbettchen für die kleinen Patienten und einer Kinderpuppe aus Kautschuk, an der Ärtze und Schwestern das Reanimieren üben, „denn immer mehr Kinder müssen wiederbelebt werden“, weiß Vosseler, dass die 3000 Euro gut angelegt sind.

Kinder brauchen Bewegung

Mit Babyerstausstattungen und Kinderwagen griff der Verein der Mitternachtsmission unter die Arme. Und für Familien, die sich den Beitrag für einen Verein nicht leisten können, übernimmt Kinderlachen die Kosten der Mitgliedschaft.
40 Jugendmannschaften freuen sich über Trikots von Kinderlachen, „und die Aktion ist uns wichtig, da sich jedes Kind bewegen muss“, betont der Vereins-Vorsitzende.

Schicksalsschlag

Auch viele Familien, die einen Schicksalsschlag erlitten haben, kommen auf den Verein zu. „Wir haben alleine jede Woche Anfragen für eine Delphin-Therapie“, berichtet Vosseler, „ und die kosten 4000 bis 5000 Euro.
Dass genügend Geld reinkommt, dafür sorgen bei Kinderlachen viele Prominente. „Die Versteigerungen online auf unitedcharity.de bringen ein Viertel aller Einnahmen. Da haben wir sogar einen eigenen Button.“ Vosseler freut sich über viele Schuhe und getragene und signierte Trikots von Bundesligaspielern und Torwarthandschuhe. 85 000 Euro brachten Versteigerungen ein.

Signierte KISS-Gitarre

„Eine unterschriebene KISS-Gitarre kann bei einer Versteigerung 6000 bis 7000 Euro bringen“, rechnet Vosseler vor. Gerne unterstützen Musiker wie Chris de Burgh und Eros Ramazotti Kinderlachen mit einer signierten LP.
„Ich habe einen sehr guten Draht zu großen Konzertveranstaltern“, erzählt Christian Vosseler, wie er in Kontakt zu Paul Simon, Billy Joel und Lionel Richie kam.

Beyoncé fand das gut

„Beyoné fand das gut dokumeniert, so typisch deutsch, das schaffte Vertrauen“, sagt Vosseler. Und auch der Schneeballeffekt half dem Dortmunder Verein auf der Suche nach großzügigen Promis. Für die Kinderlachen-Macher Christian Vosseler und Marc Peine bedeutet der Vereinsvorsitz Tausende Telefonate, E-Mails, Treffen und Besuche.

Ganz besonderer Besuch

Und einen davon machen die beiden besonders gerne: Heiligabend, wenn andere ihren Baum schmücken, stand er in der Kinderklinik vor dem Bett eines kleinen behinderten Jungen, dessen Mutter vor einem Jahr an Brustkrebs starb.
„Dieser Junge, der nur den Kopf nach rechts und links drehen konnte, hat sich über einen Teddy so gefreut“,erinnert sich Vosseler, „da geht mir das Herz auf.“

Hintergrund

Kinderlachen hilft dort, wo Behörden oder Krankenkassen nicht mehr zur Seite stehen oder keine Hilfe leisten können – schnell, unkonventionell und immer im Sinne des Kindes. Der Verein spendet kein Geld sondern übergibt direkt und bedarfsorientiert Mobiliar, medizinische Hilfsmittel/Ausstattungen und sichert Mobilität und Förderung. Die Idee entstand am Nikolaustag 2000, als Christian Vossler als Nikolaus verkleidet in strahlende Kinderausgen blickte.
Schon Heiligabend überraschte er mit anderen rund 60 kranke Kinder im Klinikum mit Geschenken.Die Seit 2014 ist der Stadt-Anzeiger Medienpartner von Kinderlachen.
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