Neue Kampagne: Fritz Eckenga und Bruno Knust zeigen Gesicht

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Foto: Bettina Brökelschen - Präsentation der neuen Plakate. Willehad Rensmann (Geschäftsführung aidshilfe dortmund) mit ARD-Moderator Peter Großmann
 
Foto: Bettina Brökelschen - Wolfgang Ullrich und ARD-Moderator Peter Großmann bei den Dreharbeiten zur Aktuelle Stunde.

Die Kabarettisten Fritz Eckenga und Bruno Knust sowie der ARD-Moderator Peter Großmann zeigen Gesicht: Auf Plakaten der aidshilfe, die ab sofort u. a. in Bahnen und Bahnhöfen der DSW 21 (auch diese unterstützt die Kampagne mit kostenlosen Werbeflächen) zu sehen sind, und mit Slogans, die Neugierde erzeugen und auf ein „vergessenes Thema“ aufmerksam machen sollen:

„Aids trifft Leben“ oder „Lümmel trifft Tüte“ – was soll denn das bedeuten?
Kuratoriumsmitglied Peter Großmann dazu: „Das Thema HIV und insbesondere die Tatsache, dass die meisten Betroffenen noch immer mit massiver Ausgrenzung und Vorurteilen zu kämpfen haben, sind gesellschaftlich kaum präsent. Wir wollen mit der Kampagne zum einen grundsätzlich wieder auf das Thema HIV/Aids aufmerk-sam machen, und zum anderen auf das projektplus der aidshilfe dortmund hinwei-sen, das genau an dieser Stelle die konzeptionellen Antworten für diese zentralen Zukunftsfragen bietet.“

projektplus ist offenes Café

Das projektplus ist nämlich vor allem ein offenes Café, in ihm sollen sich die unterschiedlichsten Menschen (HIV-positiv und -negativ, Frauen und Männer, homo- und heterosexuell, Kaffee- oder Teetrinker, mit und ohne Migrationsgeschichte, Student oder Steuerberater etc.) treffen: zwanglos, und ohne, dass das Thema HIV/Aids eine besondere Bedeutung hat.
So sollen „Normalisierungs- und Integrationsprozesse“ für HIV-Positive eröffnet werden, zumal das projektplus Beschäftigungsmöglichkeiten bietet und aus dem Café heraus direkt weitere Informations- und Beratungsangebote genutzt werden können.
Die aktuelle Kampagne macht nun auf dieses Zukunftskonzept aufmerksam und motiviert mittelbar auch zur Unterstützung.
Fast 50.000 € an Spenden- und Eigenmitteln stehen für die Umsetzung des projektplus, die ab 2014 beginnen soll, bereits zur Verfügung. U. a. zur Finanzierung der notwendigen Einrichtung aber sind neben Projekt- und Stiftungsmitteln noch weitere mindestens 20.000 € an Spenden notwendig.
Engagierte Menschen, die sich an der Realisierung des projektplus beteiligen wollen, können daher ab sofort ebenfalls „Visionäre“ werden, über die Homepage des Projektes kann man sich registrieren und einen Spendenbeitrag leisten.
Die Plakatkampagne wird über weitere Maßnahmen aufgegriffen und vertieft, u. a. über eine Postkartenaktion oder social media (Mailings, facebook, websites).

Weitere Informationen zum projektplus:
Projektplus
Facebook-Aidshilfe

Zum Hintergrund

Eine HIV-Infektion ist nach wie vor ein schwerwiegender Lebenseinschnitt, wenn-gleich die heutigen „Chemotherapien“ den Betroffenen eine annähernd normale Lebenserwartung ermöglichen.
Ebenfalls vergessen wird zumeist: HIV-Positive sind unter stabiler Medikation heute nicht mehr „infektiös“, etwa 2/3 von Ihnen stehen – ohne Leistungseinbußen – voll im Berufsleben.
Fakt ist aber auch: Trotz dieser Fortschritte halten sich die „alten Bilder“ von HIV/Aids und den betroffenen Menschen hartnäckig, Tabuisierung und Stigmatisierung sind noch immer allgegenwärtig.
Aktuelle Studien etwa belegen, dass über 75% der HIV-Positiven in den vergange-nen 12 Monaten Diskriminierungserlebnisse gemacht hatten (vgl.: www.positive-stimmen.de).
Die aidshilfe dortmund will dem mit einem neuen Konzept entgegen wirken:
Unter dem Titel „projektplus“ soll ein für jeden Bürger offenes Café Möglichkeiten des Kontaktes ermöglichen und so Unwissenheit und Vorurteile abbauen – an einem möglichst zentralen Ort in Dortmund und möglichst ab 2014.
Das projektplus wird
► ein offener Ort der Kommunikation und der Information, genauso wie es Mög-lichkeiten des Genießens und Erlebens schafft.
► sich an Menschen richten, die in irgendeiner Verbindung zum Thema HIV haben – oder auch überhaupt nicht!
► Räume für Beratung, Austausch und Selbsthilfe bieten – oder ist einfach „nur“ Café, Bistro oder Veranstaltungsort.
Als offene Einrichtung bündelt das projektplus sämtliche bestehenden und neuen Leistungen der aidshilfe dortmund an einem zentralen Ort – möglichst zentral in der Dortmunder Innenstadt mit einem zentralen Bistro-Bereich, der jedem Bürger offen steht und Raum für weitere Aktionen, Kulturveranstaltungen etc. bietet.
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Bernd Kampmann aus Dortmund-Nord | 05.05.2013 | 11:43  
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