Welt-AIDS-Tag: Abbau von Ausgrenzung und Vorurteilen im Fokus

Anzeige
„Was würdest du zu einem HIV-positiven Bäcker sagen?“ „Zwei Mohnbröt-chen bitte!“ Die aktuelle, bundesweite WAT-Kampagne von Gesundheitsministerium, BZgA, Deutscher AIDS-Hilfe und Deutscher AIDS-Stiftung thematisiert Ängste vor einer HIV-Übertragung im Alltag – und unterstützt mit Informationen dabei, diese Ängste hinter sich zu lassen und respektvoll mit Betroffenen umzugehen.

Wie schon bei der 20. Internationale Aids-Konferenz in Melbourne im Sommer wird also die Ausgrenzung HIV-Positiver als eins der Hauptprobleme angesehen.
Die Kampagne richtet sich gegen die im Alltag noch immer vorherrschende Aus-grenzung von HIV-Positiven und spiegelt damit unsere Erfahrungen auch in Dort-mund wider.
Frau Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Auf-klärung (BZgA) und Botschafterin unseres „projektplus“, folgert: Die Bürger müssten aufgefordert werden, „sich mit ihren eigenen Unsicherheiten gegenüber HIV-positiven Menschen auseinanderzusetzen, im Spannungsfeld des eigenen Wissens und den damit nicht immer übereinstimmenden Gefühlen.“
Genau diese Auseinandersetzung wollen wir mit unserer Vision einer innovativen, zeitgemäßen Aidshilfearbeit forcieren:
Unter dem Titel „projektplus“ werden wir im kommenden Jahr unsere Angebote bündeln und mit einem offenen Begegnungszentrum einen kommunikativen und verbindenden Ort schaffen. Der Ausgrenzung HIV-Positiver und dem „Tabu HIV/Aids“ setzen wir ein Café mitten in Dortmund entgegen.

Weitere Fakten:
- In Deutschland leben rund 80.000 Menschen mit HIV, in Dortmund gut 700.
- Dank moderner Medikamente haben sie eine nahezu „normale“ Lebenser-wartung und Lebensqualität. HIV-positive Menschen können in jedem Beruf arbeiten, ihre Freizeit gestalten, wie sie mögen, Partnerschaft und Sexualität erleben und Kinder bekommen, die nicht mit HIV infiziert sind. HIV-positive Menschen sind, wenn sie wirksam medikamentös behandelt werden, nicht ansteckend.
- Deutschland zählt nach wie vor zu den Staaten mit den geringsten Neuinfek-tionsraten. Nach den aktuellsten Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) infi-zierten sich in Deutschland in 2013 rund 3.200 Menschen – eine stabile Entwicklung seit rund 7 Jahren und Beleg für die enorm effektive Präventi-onsarbeit.
- Die Altersgruppe der 25- bis 29-Jährigen ist bei den Neuinfektionen überpro-portional betroffen.
- In Dortmund haben sich in 2013 laut RKI 40 Menschen mit HIV infiziert.
- Besorgnis erregend ist nach wie vor, dass 14.000 HIV-Positive überhaupt nichts von ihrer Infektion wissen. Ihr gesundheitliches Risiko ist damit deutlich erhöht, und nicht zuletzt können sie das Virus unwissentlich weitertragen.

Aktionen in Dortmund zum Welt-AIDS-Tag
• 28. November: Presseveranstaltung der aidshilfe dortmund
• 29. November: Solidaritätsaktion in der gesamten Dortmunder Innenstadt; Schüler und ihre Lehrer verteilen „red ribbons“, die roten Stoffschleifen, als Symbol der Solidarität mit Menschen mit HIV
• 30. November: Kirchenkonzert zum Welt-Aids-Tag mit der Band „Royal Squeeze Box“ in der Immanuel-Kirche, Dortmund Marten; Einlass 17 Uhr, Beginn 18 Uhr
• 2. Dezember, 19.30 Uhr in der St. Marienkirche (Kleppingstraße): ökumeni-scher Gottesdienst unter dem Motto „Heilsame Nähe“
• Info- und „Teddy“-Stand auf dem Weihnachtsmarkt (täglich bis zum 30.12.)

Rückfragen an:
Willehad Rensmann (Geschäftsführung)
rensmann@aidshilfe-dortmund.de; Tel.: 0231-1888770
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.