Reise ins Lanstrop von 1874

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Die Gesellschaft des Freiherrn von Wenge sitzt bei Tisch.
 
Eine mysteriöse Fotografin behauptet, in die Zukunft reisen zu können.

Immer samstags ist eine Gruppe Lanstroper Kinder und Jugendlicher in die Vergangenheit und in die Zukunft gereist.

Eine wichtige Rolle spielte dabei das Haus Wenge und seine Geschichte im 19. Jahrhundert. Jetzt waren die Lanstroper zu einem inszenierten Rundgang durch das Haus Wenge des Jahres 1874 eingeladen.

An einem sonnigen Samstagnachmittag machten sie sich zahlreich auf die Reise in die Vergangenheit. Wie immer brachten die vielen Besucher von Haus Wenge viel Geduld auf, denn wegen statischer Probleme dürfen jeweils nur 40 Personen gleichzeitig das Haus betreten. Den Wartenden verkürzten Kaffee und Würstchen, die die katholische Frauengemeinschaft anbot, die Zeit.

Lanstrop im Jahr 1874

Die Mitinitiatorin des Projekts, Kulturpädagogin Manuela Wenz, gab zum Einstieg eine kleine Übersicht des Dorfes Lanstrop im Jahr 1874. Die Kirche St. Michael existiert damals ebensowenig wie das Lanstroper Ei, von Autobahn und Deponie ganz zu schweigen. Immerhin hat Lanstrop schon eine Schule, doch der Dorflehrer Franz Adams hat seine liebe Mühe, die Kinder der Bauern in den Unterricht zu bekommen.

„Das Herz von Lanstrop war damals Haus Wenge. Um das Haus herum gruppierten sich Ställe und Bauernhöfe, und es gab eine kleine Kapelle in der Nähe.“ Insgesamt hatte Lanstrop mehr tierische als menschliche Einwohner. Rund 600 Menschen lebten dort, meist Bauern mit ihren Familien.

Kein Wildschwein!

So viele Besucher in ihrem Haus, und dann das; es ist eine unerfreuliche Situation für den Herrn auf Haus Wenge, Wilhelm Freiherr von Wenge und seine Gäste, seine Schwester Luise von Wulfen mit ihrem Sohn Ludolf: Der Förster Dahmann hat kein Wildschwein erlegen können, die festliche Tafel im Speisesaal bleibt leer, die Mägen knurren.., das ist die Situation, die die Kinder im Februar 2017 durchspielen.

Da erscheint eine mysteriöse Zeitreisende und bietet an, in die Zukunft zu reisen. So findet sich die Gesellschaft aus realen und fiktiven Personen, gewandet in der Mode des Jahres 1874, im Jahr 2017 wieder, auf dem Weg in einen Supermarkt, der aber kein Wildschwein im Angebot hat, dafür aber jede Menge gänzlich unbekannter Waren! Die Designer Astrid Halfmann hat daraus einen kleinen Film gemacht, der den Besuchern auf Haus Wenge jetzt vorgeführt wurde.


Reale und fiktive Personen

Wirklich existiert haben Wilhelm Freiherr von Wenge und seine Verwandtschaft, der Lehrer Adams und Förster Heinrich Dahmann. Frei erfunden hingegen sind die Hauswirtschafterin Fräulein Mottenmeyer, die Schäferin Sophie, Köchin Magda sowie der Kutscher Ferdinand.

Bei ihrer Zeitreise, die unter der Reiseleitung von Conny Bothe vom Jugendamt im Bezirk Scharnhorst, der Designerin Astrid Halfmann und Manuela Wenz stand, wurden aber auch die schlechten Seiten der „guten alten Zeit“ nicht ausgespart: Hausmädchen Klara kehrte nach ihrem Ausflug ins Jahr 2017 nicht ins 19. Jahrhundert zurück: Sie blieb freiwillig, wie sie in einem Brief erklärte: „Da kann ich mein Leben selbst gestalten und muss mir nicht alles gefallen lassen!“

Das Projekt auf Haus Wenge wurde veranstaltet vom Verein „Kultur pflanzen!“ in enger Zusammenarbeit mit der Jugendamt des Stadtbezirks und dem Lenkungskreis Haus Wenge. Es wurde gefördert durch das Programm Kulturrucksack und durch das Stadtbezirksmarkerint Scharnhorst. genheit und in die Zukunft gereist. Eine wichtige Rolle spielte dabei das Haus Wenge und seine Geschichte im 19. Jahrhundert. Jetzt waren die Lanstroper zu einem inszenierten Rundgang
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