"Das vergesse ich nie" // Der Scharnhorster Horst Markowski war während der Jahrhundertflut im Einsatz

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Der damalige Hamburger Innensenator und spätere Bundeskanzler Helmut Schmidt (hier im Bild auf einer Autogrammkarte) schrieb den Fluthelfern - darunter der Scharnhorster Horst Markowski - anerkennende Worte. (Foto: Alexander Nähle)
Dortmund: Markowski | VON ALEXANDER NÄHLE

Momente, die einen ein Leben lang verfolgen: Horst Markowski (74) lassen sie nicht mehr los. Wenn der 17. Februar näher rückt, kommen die Erinnerungen hoch. Horst Markowski hat die Bilder noch vor Augen, als ihm Hamburger mit toten Kindern entgegenkamen. Der Scharnhorster war Helfer während der Jahrhundertflut 1962.

"Das vergisst du nicht", sagt er. Die Dankeskarte des damaligen Innensenators aus Hamburg, Helmut Schmidt, hat er in den Händen. Gerade mal 21 Jahre jung, erhielt der junge Soldat den Befehl: "Kameraden, ihr müsst sofort raus. Es ist etwas Schreckliches passiert." Und dann sah der junge Horst Markowski das Leid der Bevölkerung und half, wo zu helfen war.

Die Soldaten legten Menschen auf Flachdächer. "Wir sollten sie rausholen, aber sie erfroren." Noch heute denkt er ständig daran: Horst Markowski sagt, dass dieses 54 Jahre zurückliegende Ereignis ihn ständig begleitet. Sandsäcke bauten sie auf.

Er erzählt dies, wohlwollend im schmucken Heim in Scharnhorst imTrainingsanzug, die Frau hat Kaffee gekocht und Kuchen gebacken, aber wenn die Bilder kommen, lässt es ihn nicht kalt. Es ist auch nicht verkehrt, Jahrzehnte später darüber zu reden. Das weiß er. Und diese Botschaft, dass Hilfe zu leisten Menschen prägt, darf er gerne weitergeben.
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