Evinger Theodor-Heuss-Realschüler nehmen Westfalenpark-Spielplätze unter die Lupe

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Schülerinnen und Schüler aus der Klasse 7c der Theodor-Heuss-Realschule in Eving präsentieren die Ergebnisse ihrer Beschäftigung mit den Spielflächen im Westfalenpark in ihrer Schule. (Foto: Stadt Dortmund)
Sind die Spielplätze im Westfalenpark noch attraktiv genug? Was fehlt – und können dort auch Kinder spielen, die im Rollstuhl sitzen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Siebtklässler der Theodor-Heuss-Realschule in Eving unter dem Motto „Für sich und andere Verantwortung tragen“ eine Projektwoche lang als Stadtplaner.

Als Spielplatz-Experten trugen sie ihr Knowhow für die Neugestaltung und Planung der Spielflächen im Park bei. Mit dabei waren auch Kinder der Peter-Vischer-Grundschule, die zum gleichen Thema im Regenbogenhaus aktiv waren. Die Ergebnisse gehen ein in das Aktionskonzept „Kinder im Park“, das der Westfalenpark derzeit erarbeitet.

Zur ersten Bestandsaufnahme erkundeten die Realschüler in kleinen Gruppen den Langnesespielplatz, den Robinsonspielplatz und die Spielpunkte im Park. Ausgestattet mit Kamera, Papier und Bleistift nahmen sie die Spielgeräte kritisch unter die Lupe und bewerteten ihren Spaßfaktor mit Schulnoten. Auf der Best-Of-Liste standen am Ende neben den Wassertonnen am Robinsonspielplatz auch die große Reifenschaukel und die Doppel-Rutsche.

Eine Schülergruppe versetzte sich in die Situation von Kindern mit körperlichen Einschränkungen: Ausgestattet mit einem Rollstuhl erlebten sie, dass die Höhenunterschiede im Park im Rollstuhl nicht immer leicht zu überwinden sind. Auf dem Robinsonspielplatz konnte kaum ein Spielgerät mit dem Rollstuhl angefahren werden. Positiv bewerteten sie die Spielgelegenheiten am Spielbogen.

In einer Planungswerkstatt überlegte ein Teil der Gruppe, wie die Spielflächen künftig anders gestaltet werden könnten. Dabei entstanden Modelle und Bilder von Traum-Spielplätzen. Die einen gestalteten am Computer eine Foto-Präsentation über coole und weniger coole Spielgeräte, während die anderen Spielplatz-Besucher nach ihrem Spielverhalten befragten.

Am letzten Projekttag organisierte die Klasse eine Ausstellung der Projektergebnisse in der Schule. Der „Klagemauer“ mit negativen Beobachtungen auf den Spielflächen standen die „Lichtblicke“ gegenüber.


Hintergrund:
Die Idee zu dieser außergewöhnlichen Projektwoche entstand im Büro für Kinder- und Jugendinteressen des Jugendamts. Dort hatte der Westfalenpark fachliche Begleitung für ein Beteiligungsprojekt zur Neugestaltung der Spielflächen angefragt. Grundlage für die Beteiligungsaktion ist das Kinder- und Jugendfördergesetz NRW: Kinder und Jugendliche sollen „an allen ihren Interessen berührenden Planungen, Entscheidungen und Maßnahmen (...) in angemessener Weise beteiligt werden“. Der Dortmunder Rat beschloss 1999, Kinder und Jugendliche an der Gestaltung ihrer Lebensbereiche zu beteiligen.
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