Friedliches Zusammenleben: Gesamtschule Scharnhorst ist „Mitarbeitende Unesco-Projekt-Schule“

Karl Hußmann (r.) überreichte die Urkunde an die Schüler Jil, Ahmet, Yacouba und Havin. Die Lehrer Ferhat Aydin und David Finger (h. l.) sowie Schulleiter Clemens Rethschulte (h. r.) und Martina Raddatz-Nowack vom Schulamt (Mitte) freuten sich mit. | Foto: Schmitz
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Im Rahmen der Unesco-Projektwoche an der Gesamtschule Scharnhorst überreichte Karl Hußmann, NRW-Koordinator der Unesco-Projekt-Schulen, das Zertifikat einer „Mitarbeitenden Unesco-Projekt-Schule“. Lehrer und Schüler der Unesco-Arbeitsgemeinschaft der Gesamtschule Scharnhorst nahmen diese besondere Ehrung stolz entgegen.

„Die Gesamtschule Scharnhorst hat sich innerhalb von knapp zwei Jahren im Netzwerk der Unesco-Projekt-Schulen stark engagiert und an regionalen und bundesweiten Tagungen bzw. an Aktivitäten im Rahmen internationaler Projekttage mit großem Einsatz teilgenommen“, so Karl Hußmann in seiner Laudatio.

Die Verleihung fand im Rahmen eines bunten Sommerfestes statt, auf dem Produkte der vorangegangenen Projekttage präsentiert wurden. Unesco-Themen bildeten dabei die Grundlage für die Workshops; so beschäftigte sich zum Beispiel der 5. Jahrgang mit der Thematik „Kinderrechte“. In Zusammenarbeit mit den „Falken“ entstanden kleine Theaterszenen und Modelle aus Knetmaterial, die die Brisanz des Themas verdeutlichten.

In anderen Jahrgängen ging es um die Schwerpunkte Bildung, Wald oder auch Interkulturelle Vielfalt. Das ansprechende Bühnenprogramm aus Schülerbeiträgen sorgte für eine Stimmung, die einem Sommerfest entspricht.

Ideen der Unesco verwirklicht

Die Unesco-Koordinatoren der Gesamtschule Scharnhorst, Ferhat Aydin und David Finger, haben gemeinsam mit der Schulleitung und zahlreichen Kolleginnen und Kollegen die Ideen der Unesco in den letzten eineinhalb Jahren verwirklicht. Die Gesamtschule Scharnhorst steht, ganz im Sinne der Unesco, für das friedliche Zusammenleben aller Menschen, ungeachtet ihrer Herkunft, ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihres Glaubens oder ihrer Nationalität. Unesco-Projekt-Schulen setzen sich besonders für Menschenrechtsbildung, Demokratieerziehung, Interkulturelles Lernen und Globales Lernen sowie Umweltbildung und  Unesco-Welterbe-Erziehung ein.

„Wir haben u. a. im Herbst 2015 drei dreitägige Camps an unserer Schule durchgeführt. In diesen Forschungs-Camps haben 60 Schüler unseres 5. Jahrgangs bzw. zweimal je 60 Viertklässler aus zehn verschiedenen Dortmunder Grundschulen zu den Themen Wasser und Energie, Windkraft und Umweltschutz in vielfältiger Hinsicht experimentiert und gelernt“, so Schulleiter Clemens Rethschulte.

„Etliche Kolleginnen und Kollegen um die beiden Projektkoordinatoren Ferhat Aydin und David Finger haben mit ihrem großen Engagement und persönlichen Einsatz dafür gesorgt, dass die teilnehmenden Schüler sogar in unserer Turnhalle übernachten konnten.“

Schuleigenes Curriculum greift die Themen auf

Diese und andere Ideen der Unesco werden aber nicht nur in den Camps bzw. in der Arbeitsgemeinschaft umgesetzt, sondern auch in vielen Unterrichtsstunden. Das schuleigene Curriculum greift die Themen in diversen Fächern auf, so dass eine intensive Erarbeitung und Nachhaltigkeit gesichert ist. Außerschulische Partner, wie die DEW 21, der Initiativkreis Naturlehrpfad „Alte Körne“, die Falken und Kids.do sind in diesem Zusammenhang eine willkommene und fruchtbare Ergänzung. Mitarbeiter von Unicef und Moderatoren des Respekt-Büros des Jugendamts haben bereits in einigen Lerngruppen erfolgreich die Unesco-Ideen lebendig bearbeitet.

Die Gesamtschule Scharnhorst wird auch in den kommenden Jahren weiterhin Unesco-Themen im Unterricht und diversen Projekten behandeln, um ihre Mitgliedschaft in dem Netzwerk als einzige weiterführende Dortmunder Schule zu festigen. Das nächste Ziel ist es, das Prädikat „Anerkannte UNESCO-Projekt-Schule“ zu erlangen.

Karl Hußmann (r.) überreichte die Urkunde an die Schüler Jil, Ahmet, Yacouba und Havin. Die Lehrer Ferhat Aydin und David Finger (h. l.) sowie Schulleiter Clemens Rethschulte (h. r.) und Martina Raddatz-Nowack vom Schulamt (Mitte) freuten sich mit. | Foto: Schmitz
Im Rahmen der Urkundenverleihung präsentierten die Schüler ein kurzes Theaterstück über Ausgrenzung und Gewalt. | Foto: Schmitz
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Lokalkompass Dortmund-Nord aus Dortmund-Nord

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