Massenandrang zur Autogrammstunde von Rapper Kurdo löst größeren Polizeieinsatz in Eving aus

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Bis zu 3500 Anhänger, so die Schätzung der Polizei, drängten sich zur Autogrammstunde von Gangster-Rapper Kurdo im Evinger Elektronikmarkt auf der Evinger Straße. (Foto: Schmitz)
  Dortmund: Saturn Eving | Die Autogrammstunde des Heidelberger Rappers Kurdo, der in einem großen Elektronikmarkt an der Evinger Straße sein gerade neu erschienenes Album präsentieren sollte, löst am späten Freitagnachmittag (19.2.) um 16.13 Uhr einen größeren Polizeieinsatz in Eving aus.

Bis zu 3500 Fans am Elektronikmarkt an der Evinger Straße


Während des Termins schwoll das Fanaufkommen zeitweilig auf geschätzte 3000 bis 3500 Personen an, so dass die Filialleitung die Dortmunder Polizei um Hilfe rief. Es sei bereits ein Mitarbeiter des Marktes verletzt worden. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, waren schätzungsweise bereits 1000 Fans im Markt.

Nach Rücksprache mit der Markleitung sperrte die Polizei umgehend den Zugang zu dem Markt, damit nicht noch mehr Fans in das Gebäude gelangen konnten. Der vom Markt eingesetzte Sicherheitsdienst war laut Polizei - bedingt durch die Massen - völlig überfordert. Die Veranstalter, der Künstler selbst und die Polizei einigten sich darauf, die Autogrammstunde abzusagen. Rapper Kurdo musste von Polizeieinsatzkräften aus dem Markt begleitet werden. - Kurdo spricht auf seiner Facebook-Seite von einem "Platzverweis".

Trotz der Aufforderung durch die Markt-Mitarbeiter per Lautsprecherdurchsagen an die Fans, den Bereich zu verlassen, schwoll die Menschenmenge vor dem Markt bis bis maximal geschätzte 3500 Personen an.

Einige Fans widersetzten sich massiv und gewalttätig der Polizei

Einige Fans aus der Menge widersetzten sich dem Polizeieinsatz zudem massiv und gewalttätig. Teilweise wurden die Einsatzkräfte mit Flaschen, Feuerzeugen und diversen anderen Gegenständen beworfen. Die Polizisten mussten Pfefferspray einsetzen und die Uneinsichtigen unter den Fans zurückdrängen. - Der Einsatz-Mehrzweckstock der Polizei sei ausschließlich zum Zurückdrängen der Menschenmassen und nicht zum Schlagen eingesetzt worden, teilte die Polizei ergänzend mit. - Auch Polizeihunde waren in den Einsatz eingebunden.

Bis zum Sonntagmittag (21.2.) musste die Dortmunder Polizei mehrere Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzungen und Diebstahls fertigen. Weitere Anzeigen wegen Widerstands gegen Polizeivollzugsbeamte, Landfriedensbruches, Beleidigung und mehrerer Sachbeschädigungen mussten ebenfalls aufgenommen werden.

Im Rahmen des Einsatzes beschädigten Randalierer unter anderem noch zwei Einsatzfahrzeuge der Polizei. Ein Polizeibeamter verletzte sich durch einen Flaschenwurf aus der Besuchermenge leicht. Zwei Personen aus der Menge wurden ebenfalls leicht verletzt.

Der Großteil der Fans zeigte sich enttäuscht aber einsichtig und trat den Heimweg an. Während des Einsatzes war die oberste Prämisse der Polizei, eine Panik zu verhindern und unbeteiligte Personen zu schützen. Es waren mehrere Dutzend Einsatzkräfte eingesetzt.

Hinweise zu Straftätern oder Straftaten gesucht


Nach den Vorkommnissen sucht die Polizei Dortmund nun Zeugen möglicher Straftaten. Wer ist Opfer von Straftaten geworden? Wer kann Hinweise zu Straftätern oder Straftaten geben? Hinweise erbittet die Dortmunder Polizei beim Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer 0231-132-7441.

Da weitere Auftritte des Rappers in Deutschland geplant sind, steht die Dortmunder Polizei in einem engen Kontakt zu anderen Polizeibehörden, um die Erkenntnisse der gestrigen Tages weiterzugeben.
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