Nach Sprengstoff-Anschlag auf BVB-Bus: Keine Beweise gegen zwei Verdächtige - SEK-Einsatz wegen eines Rappers

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Die Polizei sperrte den Anschlagsort an der Wittbräucker Straße am Dienstagabend großräumig ab. (Foto: Schütze)
Neben dem Teambus des BVB waren wie berichtet am Dienstagabend drei Sprengsätze explodiert. BVB-Profi Marc Bartra und ein Polizist wurden verletzt. Wie durch ein Wunder ist nicht mehr passiert, denn ein Nagel bzw. Metallstift hatte den Bus durchschlagen und blieb in einer Kopfstütze stecken. Der oder die Täter sind weiter unbekannt. Die Ermittlungen laufen weiter auf Hochtouren.

Die Generalbundesanwaltschaft geht von einem Terror-Anschlag aus. Allerdings sind Hintergründe noch unklar. Zwei islamistische Verdächtige standen schnell im Fokus der Ermittler.

Ein 28-Jähriger aus Fröndenberg steht nun nicht mehr unter Verdacht laut Bundesanwaltschaft. Laut Berichten war die Polizei auf den Mann aufmerksam geworden, weil er im Besitz eines Regenschirms des Mannschaftshotels gewesen sein soll, in dessen Nähe der Anschlag erfolgte.

Ein weiterer Verdächtiger: ein Iraker aus Wuppertal. Bisher soll es gegen ihn keine Beweise geben in Zusammenhang mit dem Anschlag auf den BVB-Bus. Haftbefehl wurde allerdings beantragt, da er in Verbindung mit dem IS stehen soll, laut Medienberichten soll er im Irak eine IS-Einheit angeführt haben.

Am Tatort des Anschlags wurden drei textgleiche Bekennerschreiben mit islamistischen Inhalt gefunden, so Bundesstaatsanwaltschaft. Ob der Inhalt "echt" ist, oder die Verfasser nur ablenken wollen auf einen islamistischen Hintergrund, ist nicht geklärt.

SEK-Einsatz wegen eines "Rappers" mit "Anscheinswaffe"

In der Dortmunder Innenstadt löste am Mittwoch, vor dem Champions League Spiel, ein besonders verantwortungsloser "Rapper" einen größeren und nicht ungefährlichen Polizeieinsatz aus, wie die Polizei mitteilte.

Dieser "Rapper" hatte nicht besseres zu tun, als einen Tag nach den Geschehnissen in Dortmund mit einer sogenannten "Anscheinswaffe" (Gegenstand, der einer echten Waffe täuschend ähnlich sieht) durch Dortmund zu fahren, um ein Video zu drehen. Die täuschend echt aussehende Langwaffe sorgte bei mehreren Bürgern für Angst und Schrecken.

Bereitschaftspolizei und Spezialeinsatzkräfte konnten den völlig deplatzierten Videodreh an der Lütge Brückstraße beenden. Es war nur dem Glück zu verdanken, dass dabei keine Person zu Schaden gekommen ist. Der "Rapper" erhielt eine deutliche Ansage sowie ein Platzverweis. Eine Anzeige wegen "Verstoß gegen das Waffengesetz" folgt ebenfalls.
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