Woldenmey-Siedlung beim Mieter- und Sommerfest als "Big Beautiful Buildings" ausgezeichnet

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Die Derner Woldenmey-Siedlung von Vivawest ist als "Big Beautiful Buildings" von der Landesinitiative StadtBauKultur NRW 2020 und der TU Dortmund ausgezeichnet worden. (Foto: Vivawest)
 
Tim Rieniets (l.), Geschäftsführer von StadtBauKultur NRW, und Vivawest-Kundencenterleiter Carsten Gröning bei der Preisverleihung im Rahmen des Mieter- und Sommerfests am Liethschulteweg in Derne. (Foto: Vivawest)
Dortmund: Innenhof Liethschulteweg 8 |

Mit der Auszeichnung der Vivawest-Siedlung Woldenmey in Dortmund-Derne als eines der „Big Beautiful Buildings“ im Rahmen dergemeinsamen Kampagne der Landesinitiative StadtBauKultur NRW sowie der TU Dortmund rückt das bauliche Erbe der 1950er- bis 1970er-Jahre in ein neues Licht. Die Initiative lädt dazu ein, große und kleine, bekannte und unbekannte, auffällige und unscheinbare Gebäude wieder oder auch ganz neu zu entdecken.

Jetzt wurde die Auszeichnung vor Ort beim Sommer- und Mieterfest von Initiativ-Geschäftsführer Tim Rieniets an Vivawest-Kundencenterleiter Carsten Gröning überreicht.

Derweil vergnügten sie die kleinen und großen Mieter der Hochhaus-Siedlung am nördlichen Stadtrand Dortmunds bei zahlreichen Spiel- und Bewegungsangeboten vom Bungee-Trampolin bis zum Balancieren auf der Slackline, bei italienischen und türkischen Köstlichkeiten und bei der Unterhaltung durch Clownin Wurzel. Oder auch bei der Darbietung des spontan von kleinen und großen Mietern verschiedener Kulturen und Nationalitäten im Mehrgenerationen-Workshop einstudierten Musikstücks von der Balkonbühne aus. Auf die Beine gestellt wurde das Fest übrigens von der Auslandsgesellschaft u.a. in Kooperation mit der AWO-Jugendfreizeitstätte Derne, der ConSol Dortmund gGmbH, dem Förderverein "Gerne in Derne" und der Wohnungsgesellschaft Vivawest.

Doch zurück zur Auszeichnung für die Woldenmey-Siedlung: Die großen Anstrengungen zur Bewältigung der Wohnungsfrage in der Nachkriegs- und Wirtschaftswunderzeit bis zum Anfang der 1970er-Jahrespiegeln sich eindrucksvoll in den Zahlen wieder: Alleine in Westdeutschland entstanden bis dahin rund 570.000 Wohnungen pro Jahr. So viel wie damals wurde zu keiner Zeit, weder davor noch danach gebaut. Um die große Nachfrage nach modernem und bezahlbarem Wohnraum decken zu können, wurden Bauteile und Bautypen standardisiert und industrielle Herstellungsverfahren eingeführt.

“Das Vivawest-Quartier Woldenmey im nordöstlichen Dortmunder Stadtteil Derne entstand Ende der 1960er-Jahre als eine zeitgenössisch typische Großwohnsiedlung auf der grünen Wiese. Dabei galt sie in ihrerEntstehungszeit als Musterbeispiel städtebaulicher Planung“, erläutert Tim Rieniets, Geschäftsführer von StadtBauKultur NRW, bei der Übergabe der Auszeichnung: „Um eine zu große Eintönigkeit zu vermeiden, wurden die 14 Gebäude sowohl in der Höhe als auch in der Tiefe gestaffelt und in eine weitläufige, gepflegte Grünanlage mit Spielflächen und Ruhezonen eingebettet. Das Wegenetz im inneren Siedlungsbereich ist autofrei. Kinder können unbeschwert spielen und Erwachsene finden auf Bänken und WiesenRaum für Entspannung“, so Rieniets weiter.

Dass in den 1950er- bis 1970er-Jahren so viel gebaut wurde, hat zur Folge,dass heute – rund 50 Jahre später – viele Häuser und Siedlungen in die Jahre gekommen sind und umfassend modernisiert werden müssen. „Das ist nicht immer einfach, weil vieles, was früher modern war, heute nicht mehr unseren veränderten Ansprüchen und Vorstellungen entspricht. Und genau hier setzt Vivawest mit einem nachhaltigen Verständnis von ganzheitlichen Quartiersentwickungen an“, so Kundencenterleiter Carsten Gröning vom Wohnungsunternehmen: „Unter diesem Gesichtspunkt ist die Woldenmey-Siedlung in der Tat vorbildlich.“

In den Jahren 2014 bis 2015 wurden die Außenanlagen neu gestaltet. Durch helle und barrierefreie Eingangsbereiche fand eine deutliche Aufwertung des Wohnkomforts statt. Insbesondere für ältere Menschen und Familien mit Kindern gewinnt Woldenmey seitdem erheblich an Attraktivität.

Ein weitererPfeiler der Revitalisierung ist seit 2013 das neue Servicebüro in der Siedlung. Vermieter und Hausmeister kümmern sich hier direkt vor Ort um die Belange der Bewohner und Mietinteressenten. Dabei werden die Räumlichkeiten je nach Bedarf auch für nachbarschaftliche und ehrenamtliche Aktivitäten zur Verfügung gestellt, die wesentlich dazu beitragen, die Wohn- und Lebensqualität im Quartier zu verbessern.

Carsten Gröning: „Mit der Planungund Umsetzung solcher Initiativen durch die Bewohner selbst ist zugleich gewährleistet, dass sich das Engagement auch tatsächlich an den Bedürfnissen derer orientiert, die hier Zuhause sind.“

Die Verantwortlichen der Kampagne „Big Beautiful Buildings“ nahmen diese Vorzüge des lebenswerten Quartiers zum Anlass, die Woldenmey-Siedlung im Rahmen des Nachbarschaftsfests mit einer Auszeichnung zu ehren. Ab sofort zählt die Derner Woldenmey-Siedlung zu den „Beispielhaften Bauten der 1950er- bis 1970er-Jahre" und ist Teil des europäischen Kulturerbejahres 2018.
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