Kläranlage Scharnhorst verbraucht weniger Energie

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Die Klärbecken der Kläranlage Scharnhorst mit den "Fauleiern" im Hintergrund. (Foto: Günther Schmitz)
Dortmund: Kläranlage Scharnhorst |

In der Kläranlage Dortmund-Scharnhorst, die einen großen Teil des Dortmunder Abwasser reinigt, ist nach 22 Jahren Betriebszeit einiges zu erneuern. Eine gute Gelegenheit, dabei auch technische Verbesserungen einzuführen und Energie zu sparen. Die Delegierten der Verbandsversammlung des Lippeverbandes machten sich vor Ort ein Bild von der Anlage. 

Neu: Das große Regenüberlaufbecken vor der Kläranlage wurde maschinentechnisch erneuert, weitere Arbeiten folgen. Außerdem hat der Lippeverband seit 2015 rund 2,3 Millionen Euro in die Anlage investiert, um den Energieverbrauch zu senken.

Mit 20.000 Kubikmetern Fassungsvermögen ist das Regenüberlauf-Becken, das der Kläranlage vorgeschaltet ist, eine besonders große Regenwasser-Behandlungsanlage. Kein Wunder – kommt doch hier aus dem Stadtbezirk Scharnhorst mit rund 67.000 Einwohnern ein großer Teil des Dortmunder Abwassers über die neuen Kanäle am Körne-Oberlauf, Kirchderner und Rüschebrinkgraben an. Nach der neuen Maschinentechnik steht hier noch eine bauliche Sanierung des Betonbeckens an.

„Unsere Kläranlagen tragen entscheidend dazu bei, dass die Gewässer in der Region sauber bleiben und sich ökologisch weiter entwickeln können“, so Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender des Lippeverbandes. Bodo Klimpel, Vorsitzender des Verbandsrates, fügt hinzu: „Mit veranschlagten 22 Millionen Euro im vergangenen und 18,5 Millionen Euro in diesem Jahr investieren wir bereits heute viel Geld in die Verbandskläranlagen. Diese Beträge werden in den nächsten Jahren noch steigen“.

Auf der Kläranlage Scharnhorst hat sich der Lippeverband bisher vor allem auf Maßnahmen zur Energieoptimierung konzentriert: Keramik-Belüfterkerzen wurden durch effektivere Membranbelüfterplatten ersetzt. Dies führt zu deutlichen Energieeinsparungen. Gleichzeitig wurden neue Regler installiert und die Belüftungsregelung umprogrammiert.

Zuletzt hat die Betriebsabteilung die ersten Turboverdichter von 1996, dem Baujahr der Klärananlage durch magnetgelagerte Turboverdichter neuester Bauart ersetzt. Dadurch werden weitere Einsparungen bei Wartung, Instandhaltung und Energie erwartet. In diese Maßnahme wurden rund 1,1 Millionen Euro investiert.

Auch konnte auf der Kläranlage Dortmund-Scharnhorst bis Ende 2017 ein neues, effektives Blockheizkraftwerk installiert werden, das zwei veraltete Anlagen ersetzt. Die Kosten belaufen sich hier auf rund 1,2 Millionen Euro.

Info:
Mit den regelmäßig stattfindenden Bereisungen werden die Delegierten der Verbandsversammlung als Vertreter der Lippeverbands-Mitglieder über wichtige Anlagen und Bauprojekte vor Ort informiert. Mitglieder sind die Städte, Gemeinden sowie Industrie-, Gewerbe-, Infrastruktur- und Bergbauunternehmen im Gebiet des öffentlich-rechtlichen Wasserwirtschaftsunternehmens.

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