Neuer Lebensraum für Feldlerche und Kreuzkröte auf ehemaliger Kohlen-Reservefläche in Lindenhorst

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Bis Anfang März 2018 sollen auf der ehemaligen Kohlen-Reservefläche nördlich der Ellinghauser Straße und östlich des Kanals im Nordwesten Lindenhorsts diverse Artenschutz-Maßnahmen für Vögel und Amphibien, die im Zuge der Entwicklung der ehemaligen Westfalenhütte ihre dortigen Brachland-Lebensräume verlieren, realisiert werden. (Foto: Günther Schmitz)
Dortmund: Kohlenreseverfläche nördlich Ellinghauser Straße, östlich Dortmund-Ems-Kanal |

Nicht wirklich im Umfeld der Westfalenhütte, sondern im äußersten Nordwesten von Lindenhorst, auf der ehemaligen Kohlen-Reservefläche nördlich der Ellinghauser Straße und östlich des Dortmund-Ems-Kanals, werden bis Anfang März 2018 die Arbeiten im Zuge der Ausgleichsmaßnahmen für geschützte Vogel- und Amphibienarten durchgeführt, die dort neue, dauerhafte Lebensräume finden sollen.

Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen für die Entwicklung der Westfalenhütte

Im Zuge der Aufstellung des städtischen Bebauungsplans zur Weiterentwicklung bzw. Reaktivierung des Geländes der ehemaligen Westfalenhütte durch die Ausweisung von Sonder- und Gewerbegebieten und die Qualifizierung des bestehenden Industriestandorts 
werden im Auftrag der Stadt Dortmund umfangreiche vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen für geschützte Vogel- und Amphibienarten durchgeführt, die sich auf brachliegenden Teilen des Hüttengeländes zwischen Borsigplatz-Viertel und Kirchderne angesiedelt hatten. Darunter sind die Heide- und die Feldlerche, der Flussregenpfeifer, das Schwarzkehlchen und die Kreuzkröte zu nennen.

Als Zielareal wurde die ehemalige Kohlen-Reservefläche zwischen Lindenhorst, Holthausen und Kanal ausgewählt. Auf dem rund zwölf Hektar großen Gelände bieten sich laut Stadt ideale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung der geplanten Artenschutzmaßnahmen für die oben genannten Tierarten.

Die Maßnahmen haben das Ziel, neue Lebensräume für diese Arten zu gestalten, um deren Vorkommen in der Stadt Dortmund auch in Zukunft dauerhaft zu sichern. Angelegt wird eine strukturreiche Landschaft aus Rohboden-Flächen, Kleingewässern und Wiesenfluren.
Für die Anlage der Lebensräume müssen die bestehenden Vegetationsstrukturen zunächst umfangreich umgewandelt werden, um den Lebensraum-Anforderungen der geschützten Arten bestmöglich entsprechen zu können. Die Arbeiten sollen bis Anfang März 2018 abgeschlossen sein.

Neue Grünanlage soll Hoesch- und Fredenbaum-Park verbinden

Der westliche Teil des Entwicklungsgebiets Westfalenhütte wird über den Bebauungsplan InN 219 geregelt, der derzeit aufgestellt wird. Ein wesentliches Ziel des B-Plans ist auch die Gestaltung von öffentlichen Grünflächen, die der Naherholung der Bevölkerung dienen und das örtliche Grünflächen- und Freiraumangebot verbessern sollen. Als verbindendes Element entsteht so um die Westfalenhütte auch eine Grünanlage, die den Hoesch-Park und den Fredenbaum-Park verbinden soll. 
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