Fairkauf-Hof: Große Auswahl auf 700 Quadratmetern - Chancen für benachteiligte Menschen

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Eröffneten offiziell das Sozialkaufhaus Fairkauf-Hof in Scharnhorst (v.r.n.l.): NRW-Arbeitsminister Rainer Schmeltzer, Nadja Lüders (SPD-Landtagsabgeordnete), Heike Gutzmerow (Vorsitzende der Werkhof Projekt gGmbH), Birgit Zoerner (Dezernentin für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Sport und Freizeit), Herbert Dörmann (Geschäftsführer der Werkhof Projekt gGmbH) und Christopher Muschalla (Abteilungsleiter Werkhof Projekt gGmbH). (Foto: Ministerium)
 
Die Offiziellen nahmen schon mal auf einem der zahlreichen Sofas Platz. (Foto: Ministerium)
Dortmund: Fairkauf-Hof |

Aus den Rückläufern bei Ikea oder Poco und aus Spenden von Privatpersonen werden schicke Möbel für Menschen mit kleiner Haushaltskasse: Im „Fairkauf-Hof“ arbeiten arbeitslose Erwachsene und Jugendliche solche Einrichtungsgegenstände auf, die sonst weggeworfen würden. Im Sozialkaufhaus am Henningsweg 6 finden einkommensschwache Haushalte auf über 700 Quadratmetern Wohn- und Schlafmöbel, Küchen und Haushaltswaren zu fairen Preisen.

Beispielhaft sei dieser Fairkauf-Hof, betonte NRW-Arbeits- und Sozialminister Rainer Schmeltzer in seiner Festrede zur offiziellen Eröffnung. Das Projekt verbessere das lokale Angebot für bedürftige Menschen. Der Fairkauf-Hof stärke den Standort und verbinde Beschäftigungsmöglichkeiten für Langzeitarbeitslose mit Qualifizierungsangeboten für Jugendliche.

Der Fairkauf-Hof ist ein Unternehmen der Werkhof Projekt gGmbH. Zehn Mitarbeiter, 15 Menschen im Rahmen von Arbeitsgelegenheiten (Ein-Euro-Jobs) und acht Jugendliche der Produktionsschule arbeiten im Team. So verbindet das Sozialkaufhaus gleich mehrere Angebote, die für benachteiligte Menschen Brücken in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt bauen.

In der Produktionsschule NRW finden Jugendliche, die bisher in anderen Bildungsgängen nicht Fuß fassen konnten, durch die Projektarbeit eine Perspektive. Sie lernen im Prozess der täglichen Arbeit im Kaufhaus. Die Produktionsschule.NRW ist ein Element im Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“, das am Arbeitsmarkt benachteiligten Jugendlichen den Einstieg in Ausbildung und Erwerbstätigkeit ermöglichen soll. Unter den erwachsenen Fairkauf-Hof-Mitarbeitern sind drei Langzeitarbeitslose, die hier über das Landesprogramm „Öffentlich geförderte Beschäftigung“ einen Arbeitsplatz finden.

NRW-Arbeitsminister Rainer Schmeltzer: „Ein Pfund für Scharnhorst!“


Der Werkhof ist inzwischen über 30 Jahre aktiv. Er sei ein zuverlässiger und innovativer Partner bei Bildungs- und Beschäftigungsangeboten für benachteiligte Menschen, lobte Minister Schmeltzer. Die Bildungseinrichtung, die auch die „Zeche Zukunft“ im Stadtteil betreut, sei eine wertvolle Anlaufstelle und Unterstützung für die Menschen vor Ort.

So betonte Birgit Zoerner, Dezernentin für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Sport und Freizeit in Dortmund in ihrem Grußwort: „Für Scharnhorst-Ost ist der Fairkauf-Hof ein Gewinn. Menschen mit geringen Einkünften können zu günstigen Preisen einkaufen. Hier füllt das Sozialkaufhaus eine Angebotslücke.“

Das Sortiment des Fairkauf-Hofes kommt aus Spenden aus Privathaushalten sowie von den Kooperationsbetrieben Ikea und POCO. Die beiden Unternehmen spenden Retouren oder Möbel und Accessoires aus dem Abverkauf. „Wir sind froh, dass wir mit den beiden großen Einrichtungshäusern starke Partner gefunden haben“, betont Herbert Dörmann, Geschäftsführer der Werkhof Projekt gGmbH. Die Betriebe liefern nicht nur Waren, sondern nutzen die Kooperation auch zur Rekrutierung von Arbeitskräften, die zuvor hier qualifiziert wurden.

Geöffnet ist der Fairkauf-Hof montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 14 Uhr. Neben Möbeln aller Art präsentiert das Sozialkaufhaus auf 400 Quadratmetern eine große Auswahl an Elektrogeräten, Teppichen, Hausrat, Geschirr, Accessoires und Wohntextilien – zu günstigen Preisen. Wer ausgefallene Einzelstücke sucht, findet das eine oder andere Schmuckstück.

„Einfach mal vorbeischauen und stöbern“, lädt Heike Gutzmerow, Vorsitzende des Werkhofes, ein. Kunden, die ihre Bedürftigkeit etwa mit dem Dortmund-Pass nachweisen können, BaFög-Empfänger oder Ruheständler mit einem kleinen Budget erhalten noch einmal 25 Prozent auf den Kassenbon.

Die Bildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen der 25 Mitarbeiter des Fairkauf-Hofes werden vom Land Nordrhein-Westfalen, dem Europäischen Sozialfonds, (ESF), von der Bundesagentur Dortmund und vom Jobcenter gefördert. „Der Fairkauf-Hof ist das gelungene Konzept für Dortmund, das Langzeitarbeitslosen, Älteren, aber auch jungen Menschen eine neue Perspektive und vor allem Anreize bietet. Hier werden Wege geebnet, um wieder in Arbeit und Ausbildung mit neuen Impulsen zu gehen. Jede und jeder erfährt hier die Unterstützung, die er benötigt, um beruflich wieder Fuß zu fassen“, erklärt Dirk Engelsking, Bereichsleiter der Agentur für Arbeit.

Heike Bettermann von der Geschäftsführung des Jobcenters Dortmund erklärt: „Im Fairkauf-Hof fördert das Jobcenter über das Projekt Soziale Teilhabe drei Langzeitarbeitslose, sowie 15 Personen, die einer Arbeitsgelegenheit nachgehen. Sie leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag im Stadtteil Scharnhorst, sie erhalten dadurch auch eine gute Anschlussperspektive für den allgemeinen Arbeitsmarkt.“

Wer gut erhaltene und brauchbare Möbel oder Haushaltsgegenstände spenden möchte, kann sich beim Fairkauf-Hof unter Tel. 72999040 oder per E-Mail an info@fairkauf-hof.de melden.
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