Chefarzt-Vortrag: Schwere Atemnot begleitet chronische Lungenerkrankung COPD

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Dr. Clemens Kelbel, Leiter des Lungenzentrums der Klinik am Park in Lünen und dem Knappschaftskrankenhaus Eving informierte viele Interessierte. (Foto: Klinikum Westfalen)
Dortmund: Gesundheitszentrum Partner unter einem Dach | „COPD ist eine Volkskrankheit“, warnt Dr. Clemens Kelbel, Chefarzt für Pneumologie und Leiter des Lungenzentrums an der Klinik am Park Lünen und dem Knappschaftskrankenhaus Dortmund. Mehr als 80 Zuhörer verfolgten seinen Vortrag im Gesundheitszentrum PueD, Partner unter einem Dach, in Eving über die chronisch obstruktive Lungenerkrankung, viele davon bezeichneten sich bei intensiven Nachfragen selbst als Betroffene.

Auslöser von COPD ist sehr oft das Rauchen, Ursache können auch andere Lungenbelastungen und in seltenen Fällen ein Gen-Defekt sein. Entzündungen verengen dann die Atemwege. Es kommt zu einer Überblähung, die Lunge wird nicht mehr richtig geleert, als Folge kann nicht ausreichend Luft eingeatmet werden. Es drohen gravierende Atemnotanfälle. Ein Folgeproblem: Auch inhalierte Medikamente erreichen ohne zusätzliche Maßnahmen kaum die eigentlich betroffenen Areale.

In frühem Stadium erkannt könne man die Weitentwicklung einer COPD stoppen, ansonsten die Krankheit nicht heilen, wohl aber behandeln, so Dr. Clemens Kelbel. Bei konsequenter Therapie könne der Krankheitsverlauf deutlich beeinflusst werden. Ganz wichtig sein eine aktivierende Therapie. Angemessene Bewegung, am besten in einer Lungensportgruppe verbessere die Lebensqualität und unterstütze eine medikamentöse Behandlung. Kompetente Betreuung sei unverzichtbar, auch das richtige Inhalieren von Medikamenten müsse geübt und kontrolliert werden, so der erfahrene Pneumologe, Mitautor von Fachbüchern und Studien.

Er warnt davor, entsprechende Symptome wie anhaltenden ungeklärten Husten, Sekretbildung und Nachlassen der Belastbarkeit zu ignorieren und rät, Hausarzt und möglicher Weise Facharzt zu kontaktieren. COPD gehört heute zu den weltweit häufigsten Todesursachen neben Herzinfarkt und Schlaganfall.
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