Siegel "Hand in Hand" für den Scharnhorster DJK

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Freuen sich über die Auszeichnung: (v.l.) Klaus Priebeler, 1. Vorsitzender des DJK, Jugendleiterin Silvia Gröhning, Jürgen Schlüter, Geschäftsführer, Robert Schreiber von der Lebenshilfe und Übungsleiterin Nadine Kiefer.
Dortmund: Paul-Dohrmann-Förderschule |

Für besondere inklusive Freizeitangebote, die Menschen mit und ohne Behinderungen ansprechen, verleiht die Dortmunder Lebenshilfe das Hand-in-Hand-Siegel.

Der Scharnhorster Sportverein DJK Eintracht hat jetzt als erster Sportverein und als zweite Institution überhaupt das Siegel bekommen. Seit zehn Jahren hat der Verein ein inklusives Sportangebot im Programm. "Die Kids und Jugendlichen mit einer Behinderung werden bei mir genauso behandelt wie alle anderen auch", erklärt die Jugendleiterin Silvia Gröhning. "Ich bin behindert, du musst Rücksicht auf mich nehmen, das gibt es hier nicht."

Vornehmlich auf den beiden großen Trampolinen hüpfen die Kids, auch eine große Schaukel stehtin der Turnhalle der Paul-Dohrmann-Förderschule in Scharnhorst, Sanderoth2, zur Verfügung.

"Wir haben hier Jugendliche, die kommen schon von Anfang an zu uns", erklärt Silvia Gröhning. "Besonders bei denen, die zum Beispiel in einer Wohngruppe leben, kann es aber schwierig sein, hierhin zu kommen."

Auch ganz besondere Erfolgserlebniss konnte die Jugendleiterin schon vermelden: "Wir haben hier ein Mädchen, das jahrelang gar nicht gesprochen hat. Dann kam sie wieder zurück zu ihrer Mutter, und danach hat sich dann auch hier im Sport gesprochen."

Die Kids, die hier mitmachen, haben die unterschiedlichsten Handicaps: "Manche sind körperlich, geistig oder auch seelisch behindert, wir es sind Autisten dabei oder auch Jugendliche mit Down-Syndrom", beschreibt Gröhning.

Ein besonderes Highlight für die jugendlichen Sportler sind die Auftritte bei der Fachmesse "Rehacare" in Düsseldorf. "Das haben wir schon ein paarmal gemacht", erklärt Jürgen Schlüter, Geschäftsführer des Vereins. "Die Kinder und Jugendlichen sind dann immer schon Tage vorher aufgeregt."

Geplant ist neben dem regelmäßigen Sportangebot immer mittwochs von 18 bis 20 Uhr und freitags ab 16.30 Uhr, auch ein sportlicher Wettkampf nur für die Kinder mit Handicap und ein gemischer Wettkampf. "Wir möchten gerne behinderte und nichtbehinderte Kinder zusammenführen, und den nichtbehindertern Kids zeigen, guckt mal, es gibt Kinder, die sind anders als ihr", so Silvia Gröhning.

Interessierte Kids können zum Schnuppern ohne Anmeldung in die Sportgruppe kommen, für sie ist die allgemeine Schnupperphase, in der sie sich zum Beitritt des Vereins entscheiden können, etwas länger, damit sie mit dem Angebot und untereinander erst einmal warm werden können.

Infos:


Für das von der Aktion Mensch geförderte Projekt Freiziet Hand in Hand such die Lebenshilfe engagierte Sport-, Freizeit, Bildungs- und Kulturanbieter, die sich für die gemeinsame Freizeitgestaltung von Menschen mit und ohne Behinderung in Dortmund einsetzen.

Gemeinsam mit dem StadtSportBund werden weitere Kooperationspartner gesucht. Dazu muss die Sport-, Freizeit-, Bildungs- oder Kulturstätte nicht komplett barrierefrei sein.

Vereine und Institutionen können gemeinsam mit der Lebenshilfe ein inklusives Angebot entwickeln. Ein Aufkleber „Freizeit Hand in Hand“ wirbt dann an der Sport-, Freizeit-, Bildungs- oder Kulturstätte für die Aktion.

Weitere Infos bei Robert Schreiber, Tel. 13889-126, Teresa Schulte, Tel. 13889-125 und per Mail an: freizeitfueralle@lebenshilfe-dortmund.de.
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