„Team Deutschland-Achter“ im Trainingslager in Lago Azul (Portugal)

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Derzeit trainiert der Deutschland-Achter statt auf dem Dortmund-Ems-Kanal in Lindenhorst auf dem Lago Azul in Portugal. (Foto: Carsten Oberhagemann)
 
Viel wird in Zweiern gefahren auf dem "Blauen See" in Portugal. (Foto: Carsten Oberhagemann)
Ferreira do Zêzere (Portugal): Lago Azul |

Das „Team Deutschland-Achter“ aus dem Ruder-Leistungszentrum am Dortmund-Ems-Kanal in Lindenhorst ist Anfang März den da noch eisig-kalten Temperaturen in Deutschland entflohen: In Portugal, in Lago Azul, trainieren die Athleten bis zum 20. März.

Zwar waren die ersten Wettervorhersagen aus dem Trainingsquartier nicht gerade berauschend: Wind, Regen und 15 Grad. Doch: „Optimal ist das nicht, aber alles ist besser als Eis und diese Kälte“, sagt Bundestrainer Uwe Bender. Denn in den 14 Tagen zuvor war auf dem Dortmund-Ems-Kanal das Training auf dem Wasser sehr eingeschränkt, immer wieder machten Minus-Temperaturen den Ruderern in den Morgenstunden einen Strich durch die Rechnung, stattdessen ging es umso öfter aufs Ergometer. „Wenigstens haben wir meistens nachmittags noch eine Einheit auf dem Wasser einbauen können. Es ist wichtig, dass die Athleten nicht ganz raus aus dem Boot waren“, erzählt Bender.

Lago Azul ist zumindest garantiert eisfrei, dementsprechend viel Zeit verbringen die Ruderer in den Booten. Auf dem Trainingsplan stehen Einheiten in allen Bootsklassen, auch wenn nach der Rückkehr nach Deutschland im April die Leistungsüberprüfungen im Zweier bei der Langstrecke in Leipzig (7./8.4.) und der Kleinboot-Meisterschaft in Essen (20.-22.4.) folgen. „Natürlich werden wir auch viel in den Zweiern fahren, das ist eine wichtige Komponente. Aber wir wollen ebenfalls an der Handschrift in den Groß- und Mittelbooten arbeiten“, erklärt Bender.

Insgesamt 22 Athleten sowie die Bundestrainer Uwe Bender, Christian Viedt und Tim Schönberg sind derzeit in Portugal, wo das „Team Deutschland-Achter“ bei der Premiere im vergangenen Jahr gute Erfahrungen gemacht hatte. Nicht mit dabei ist Johannes Weißenfeld, der am Leistungszentrum in Dortmund-Lindenhorst weiter trainiert, weil der Medizin-Student der Ruhr-Universität Bochum sein Physikum anstrebt. Sein Zweier-Partner Torben Johannesen wird eine Woche früher abreisen, um sich danach mit Weißenfeld gezielt im Zweier vorzubereiten. Verletzungsbedingt passen müssen Michael Trebbow und Christopher Reinhardt, die sich in der Aufbauphase befinden.

Mit an Bord in Lago Azul sind dafür die drei U23-Ruderer, die im A-Kader angreifen wollen: René Schmela, Olaf Roggensack und Marc Leske. Außerdem wird Jakob Gebel dazu stoßen, um Weißenfeld zu ersetzen. Die Nachwuchsruderer sorgen für eine noch größere Konkurrenzsituation, wie Bender erläutert: „Es ist perspektivisch wichtig, dass sie jetzt bei uns mitmachen. Und sie schlagen sich schon ganz gut.“ Im vergangenen Jahr empfahlen sich Laurits Follert und Christopher Reinhardt in Lago Azul für höhere Aufgaben.

Lago Azul: malerische Landschaft, tolles Ruderrevier. Geboten wird dem gesamten Tross des „Team Deutschland-Achter“ eine großzügige Hotel-Anlage mit viel Platz und einer malerischen Landschaft im Hintergrund. Untergebracht sind die Sportler im Hotel „Aldeamento das Verandas do Lago“ jeweils zu zweit in großen Appartements mit Schlaf- und Wohnzimmer, Küche und Bad. Optimale Bedingungen also, vor allem weil das Ruderrevier quasi direkt vor der Tür liegt.Der Lago Azul, der blaue See, ist ein großer, verzweigter Stausee, der den Trainern einige Varianten bietet. Dank der vielen Seitenarme und des Gebirges um den Stausee herum können die Ruderer auch möglichen Windproblemen gut entgehen.
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