Irische Messe in St. Johannes Baptist Do-Kurl

Dortmund: Kath. Kirche St. Johannes Baptist Werimboldstrasse | Am Sonntag, den 24. Februar gestaltet der Kirchenchor St. Johannes Baptist in der katholischen Pfarrkirche Do-Kurl um 17:00 Uhr ein Konzert unter dem Motto Irische Musik.
Im Mittelpunkt steht die irische Messe "Die Saat geht auf" in deutscher Sprache. Die irische Messe "Die Saat geht auf" stammt aus der Feder des in Irland und Amerika populären katholischen Priesters Liam Lawton, der eine Synthese wagt zwischen irischem Folk und gängiger Popmusik, die sich für eine angemessene Gestaltung der Eucharistie eignet. Die deutsche Fassung stammt vom Diplom-Theologen und christlichen Liedermacher Alexander Bayer, der bei der Übersetzung auf alle altertümelnden Formulierungen verzichtet, so dass nicht nur die Musik, sondern auch die anklingende Sprache die Aufmerksamkeit für das Feiern der Liturgie anregt. Im englischsprachigen Raum blüht die christliche Popmusik. Wenn man sie importiert, stört, dass die vertonten Texte oft von felsenfester Schnoddrigkeit sind. Ein andermal schunkeln sie betulich an der Kitschgrenze entlang. Im Übrigen wird für die liturgische Verwendung durch die Gemeinde zu Recht ein deutscher Text bevorzugt. Um hier Abhilfe zu schaffen, hat sich der Theologe und Künstler Alexander Bayer Liam Lawtons ''Irischer Messe'' (1998) angenommen und 15 Titel „ins geliebte Deutsch“ übertragen. Ihm gelingt eine echte Neuschöpfung. Man nehme etwa das jubelnde „Es kehrt wieder der große Gesang“: Die begeisternde Komposition hat das Zeug, ihre Sänger besoffen zu machen. Bayer aber gelingt durch seinen klugen Text („die Wüste stirbt an Oasen“), dass man sich nachher nicht dafür schämen muss, hingerissen worden zu sein.
Solche Liedtexte lohnen für sich genommen schon die Meditation. Dass sie der Musik nicht in die Quere kommen sondern sie – fast immer – eher noch aufwerten, zeugt von Bayers Vermögen, sich die fremde Komposition wie einen Handschuh überzustreifen. Nur manchmal rumpelt das ein bisschen. Etwa in den Solo-Strophen des „Ehre sei Gott“ . Da will Bayer einfach zu viel „unterbringen“ und die Textfülle beschert den fließenden Melodien unnötige Ecken und Haken. Manches („Alleluja“) bleibt weitgehend unangetastet von schriftstellerischer Bearbeitung. Das Kyrie wurde im Lateinischen belassen. Ein „Ave Maria“ ergänzt das Opus sinnvoll. Dessen Text wiederum gerät derart üppig biblisch anspielungsreich, dass man leicht einen Liederzyklus hätte draus machen können.
Mit starken Bildern („Was sich erhoben hat gegen uns, machst du zunichte“, Gloria) – und ohne banale Reime – rückt Bayer an einigen Stellen der Musik des angesehenen Komponisten auf die Pelle: Den Fokus mancher Prediger auf das erwünscht schlechte Gewissen Ihrer Zuhörer fasst Bayer ins treffende Bild von der „Sintflut im Mund“.
Die Lieder werden durch Texte mit Irischen Segenswünsche begleitet.

Der Chor wird bei dem Konzert unterstützt durch den gemischten Chor Cäcilia Opherdicke und den Kirchenchor St-Clemens Do-Brackel. Instrumental begleitet den Chor Magdalene Pathmann an der Orgel und dem Keyboard. Dazu spielt die Musikgruppe “ facciamo musica“ unter der Leitung von Heidi Thimm. Die Musikgruppe musiziert mit Klavier, Akkordeon, Flöte und Saxophon und wird irische Musik spielen. Die Gesamtleitung liegt bei Reinhold Schnober. Der Eintritt ist frei.
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