Kolpingsfamilie Brackel setzt Zeichen gegen Fremdenhass

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Bei Musik und Snacks in geselliger Atmosphäre konnten sich die Teilnehmer im Franz-Stock-Haus mit den prominenten Gästen austauschen. (Foto: Schmitz)
Dortmund: Franz-Stock-Haus |

Auch für ihren siebten Beitrag zur Brackeler Stadtbezirks-Aktion „Bunt statt Braun“ gegen Rechts hatte sich die Kolpingsfamilie Brackel jetzt wieder etwas Besonderes ausgedacht: Schwerpunkt des Programms "Für kulturelle Vielfalt" war der mehrfach ausgezeichnete Kurzfilm „Mein letztes Konzert“ von Regisseur und Opernsänger Selcuk Cara.

Der Film über eine Frau, die als Kind den Holocaust miterlebt und am Ende ihres Lebens an einer unüberwindbaren Schuld zerbricht, bildete den Auftakt zum Gottesdienst in der St.-Clemens-Kirche. Anschließend fand zwischen Regisseur Cara und RN-Chefredakteur Dr. Wolfram Kiwit ein Predigtgespräch statt.

Unter der Moderation von RN-Redakteur Peter Bandermann wurden die Motive des Films sowie die Facetten der Schuldfrage beleuchtet. Schnell war der Bogen zur aktuellen Flüchtlingssituation gespannt. Auch bildete sich der schwierige Balanceakt der Medien in ihrer täglichen Verantwortung als weiterer Schwerpunkt heraus.

Nach dem Gottesdienst ging es, wie gewohnt, im Franz-Stock- Haus weiter, wo bei Musik und Snacks in geselliger Atmosphäre die Gäste Gelegenheit bekamen, ihre Fragen direkt an Kiwit und Cara zu stellen. Am angeregten und emotional geprägten Austausch beteiligte sich auch Dortmunds Bürgermeister Manfred Sauer wortstark.

Regisseur Selcuk Cara - ein offener und selbstkritischer Gesprächspartner


Regisseur Selcuk Cara erwies sich als offener und selbstkritischer Gesprächspartner, der die Gäste nicht nur mit Film-Anekdoten begeistern konnte, sondern es auch verstand, seinen Standpunkt im künstlerischen, politischen und sozialen Kontext darzustellen.

Auch Kolpingsfamilien-Vorstand Wilhelm Stehling, der sich sehr glücklich darüber zeigte, dass er Cara für das diesjährige „Bunt statt Braun“-Programm gewinnen konnte, weiß um die Symbolkraft und die wichtige Botschaft des filmischen Werks. Weitere Vorführungen von „Mein letztes Konzert“ befänden sich bereits in Planung, zudem sei man momentan im Gespräch mit Brackeler Schulen, den Film in den Unterricht zu integrieren.

In jedem Fall konnte auch in diesem Jahr die Kolpingsfamilie Brackel mit ihrem bunten Programm erneut ein Zeichen gegen Fremdenhass und für kulturelle Vielfalt setzen.
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