Wickede feiert die Vielfalt

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Horst Linke (v.l., Westfalia-Vorsitzender), Prof. Wilhelm Schwick (Rektor FH), Sabine Poschmann (SPD, Bundestagsmitglied), Nadja Lüders (Mitglied des Landtages), Hans Walter von Oppenkowski (Ehrenvorsitzender Westfalia), Geoffrey Burmester und Santiago Castanos Benito (beide AStA der Fachhochschule) freuen sich auf das Fest. (Foto: Schmitz)
Dortmund: Pappelstadion |

Hans Walter von Oppenkowski, Westfalia Wickedes Ehrenvorsitzender, leistet viel. Als Politiker könnte der Mann der Tat einiges bewegen. Als er ein ganz besonderes Fest namens „Kick-off Vielfalt“ vorstellte, ging ihm die vermeintliche Beförderung der Schirmherrin Sabine Poschmann (Mitglied des Bundestages) doch etwas zu weit. Auf ihren Hinweis, der „Frank-Walter“ lebe das, wofür Politiker nur Bedingungen schaffen könnten, entgegnete er in Anlehnung an Frank-Walter Steinmeier: „Ich bin nicht der Außenminister.“

Taten statt Diplomatie – neue Impulse könnte von Oppenkowski der Politik schon einhauchen. Das bestätigt Poschmann dann bestimmt auch gerne. Ein aktuelles Beispiel: Musik –Essen – Fußball: Diese Kombination funktioniert weltweit. Sie sollte auch Garant dafür sein, dass „Kick-off Vielfalt“ ein Riesenerfolg wird.
Westfalia Wickede, dieser seit Jahren so sozial engagierte Verein, lädt in Kooperation mit der Fachhochschule Dortmund am Samstag, 27. August, zu einem Fest, das Dortmunder und Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern dieser Welt gemeinsam die Dreifaltigkeit der Unterhaltung genießen lässt. „Unsere Bundeskanzlerin sagt ja ‚wir schaffen das‘“, erklärt der Wickeder. „Und wir machen das.“
In Wickede trainieren schon länger junge Flüchtlinge, sie sollen dabei die deutsche Sprache lernen. Die Fachhochschule unterstützt die Asylsuchenden dabei, „zu lernen, ihr Leben zu organisieren“. Das berichtet Rektor Prof. Wilhelm Schwick. „Zeit ist mit Geld nicht zu bezahlen“, begründet er das Engagement.

Als er das Wort an den "Referenten Internationales" des AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) Santiago Castanos Benito übergibt, erfahren die Zuhörer, was dann genau am Samstag passiert. Ab 10.30 Uhr beginnt ein Fußballturnier, an dem Flüchtlinge, Fachhochschulstudenten und Wickeder Fußballer (Herren und Damen) teilnehmen. Zwischen den Turnierrunden spielen um 12 Uhr die Band „Café Son“ und ab 14 Uhr die „HoneyBadger“. Zum Ende der Veranstaltung treten um 17.30 Uhr „Kalorin & Los Melancólicos“ auf. Benito sagt, um 17 Uhr soll das Finale beginnen. Wie die Mannschaften aussehen, stelle sich erst am Turniermorgen raus.

„Wir als FH wollen 30 Leute stellen, 30 der Verein, jeweils samt Flüchtlingen. Wir betreiben die Flüchtlingsarbeit sehr gerne und hatten schon länger die Idee, ein Fußballturnier auszurichten. Dass die Wickeder uns den Platz und das Material zur Verfügung stellen, freut uns natürlich sehr.“ Zurück zum Prozedere: Um 9.30 Uhr am Samstagmorgen sammeln sich die Spieler. Sie werden dann gemischt. Deutsche und Flüchtlinge sollen Teamgeist bilden. Die Spiele laufen quer über das Feld auf Kleinfeldern, sie dauern drei mal 20 Minuten.
Horst Linke, Westfalias Vorsitzender, erklärt, das Ziel sei, dass so wenige Spieler der Westfalia wie möglich das Teilnehmerfeld auffüllen sollen. „Wir hoffen, dass die Resonanz unter den Flüchtlingen groß genug ist.“ Selbstverständlich sei es, dass der Verein Trikots, Bälle und Verpflegung organisiert.

„Es soll nicht nur ein geschlossenes Fest für Fußballer, sondern für alle Bürger werden“, erklärt von Oppenkowski. Daher sei es wichtig, dass Musik und Essen sehr abwechslungsreich und speziell seien. So gibt es für jeden etwas zu entdecken. Und wenn es dann am Ende das Interesse am anderen Menschen ist, haben die Organisatoren viel erreicht.
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