GSG-Schülerin bekommt Bundestagsstipendium für die USA

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GSG-Schülerin Alina Priegnitz (Mitte) freut sich auf ihren USA-Aufenthalt dank Bundestags-Stipendium. Mit der 15-Jährigen freuen sich Schulleiter Klaus Zielonka und die Bundestagsabgeordnete und Austausch-Patin Sabine Poschmann. (Foto: Günther Schmitz)
  Dortmund: Geschwister-Scholl-Gesamtschule |

„Ich kann es immer noch nicht glauben“, freut sich Alina Priegnitz, Schülerin der Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Brackel: Dank eines Stipendiums des Deutschen Bundestages kann sie das Schuljahr 2016/17 in den USA verbringen.

Alina erhielt Ende Januar die Nachricht, im Rahmen des Parlamentarischen Partnerschaft-Programms (PPP) für ein Stipendium ausgewählt worden zu sein. Sabine Poschmann teilte ihr in einem Brief mit, das nächste Schuljahr in den USA verbringen zu dürfen und ein „echter Teil der US-amerikanischen Kultur“ werden zu können. Insgesamt gibt es 285 Stipendien für Schüler (15 bis 17 Jahre) und 75 für junge Berufstätige (bis 24 Jahre).

„Ich fand Amerika schon immer toll“, erzählt die 15-Jährige. Besonders freuen würde sie sich, wenn sie nach Hawaii oder San Francisco käme. In San Francisco hat eine Freundin Urlaub gemacht: „Sie hat mir erzählt, dass man in einer halben Stunde am Strand oder in den Bergen ist. So könnte ich zum Beispiel gut Skifahren.“ Alina war bisher noch nie in den USA. Ein Schulaustausch hatte leider nicht geklappt. Wegen der Sprache macht sie sich keine Sorgen: „Ich lese privat viele Bücher in englischer Sprache.“

„Ich habe mich aus dem Bauch heraus für Alina entschieden“, beschreibt die Dortmunder Bundestagsabgeordnete Sabine Poschmann, MdB der SPD. „Die Bewerber, vor allem die drei Dortmunder in der letzten Runde, waren alle gut. Bei Alina habe ich den Eindruck, dass sie ihren Weg machen wird. So ein Jahr im Ausland prägt für das ganze Leben.“

„Für Fotografen ist das ein wunderschönes Land“, erklärt die Zehntklässlerin. „Es gibt dort alles von Wüsten über Vulkane bis hin zu Wäldern.“ Aber auch für die Politik des Landes interessiert sie sich. So ist sie mit Blick auf die anstehenden Wahlen eher für die Demokraten, besonders für Hillary Clinton. Mit Donald Trump (Republikaner) und seinem Auftreten kann sie wenig anfangen. Sie ist zwar USA-Fan, sieht aber auch die Probleme des Landes, etwa die Treibhausgase. Angst vor Heimweh befürchtet sie nicht. Mit Vater Rüdiger, Mutter Christine und Schwester Jasmin kann sie ja telefonieren oder skypen.

„Ein Auslandsaufenthalt ist bereichernder als das, was man in einem Schuljahr lernt“, ist sich Klaus Zielonka, Schulleiter der GSG, sicher. „Alle haben danach ein gutes Abitur gemacht.“ Alina, eine gute Schülerin, lernt auch Chinesisch und möchte später Medizin studieren. „Sie ist eine sehr gute Wahl. Sie ist eine engagierte Schülerin und hat viele Talente. Neben Englisch lernt sie seit fünf Jahren auch Chinesisch als zweite Fremdsprache. Außer ihrem Interesse an der englischen Sprache und den USA ist Alina innerhalb der Schule und außerhalb in vielen Bereichen engagiert“, sagt Zielonka.

Zur Vorbereitung besuchte Alina eine Tagung der Youth For Understanding (YFU), einem Netzwerk von mehr als 50 gemeinnützigen Austauschorganisationen, in Mühlhausen/Thüringen. Dabei ging es für Alina zusammen mit vielen anderen Austauschschülern sowohl um die deutsche Geschichte und Politik als auch um Informationen über die USA, ihre Geschichte und ihre Menschen. „Die Zeit hat sehr viel Spaß gemacht und wir ‚Goees‘ sind gute Freunde geworden“, erzählt sie.

Wer an einem Stipendium für einen Schulaufenthalt in den USA interessiert ist, kann sich unter www.bundestag.de/ppp informieren. Die Phase für das Schuljahr 2017/18 beginnt im Mai.
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