Kids entscheiden selbst: Jugendtreffs in Körne und Südstadt laden gemeinsam zu Ferienspielen

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Egal ob acht oder bereits 18: Bei den gemeinsamen Sommer-Ferienspielen der Jugentreffs Winkelriedweg und Bernwards von Stadt und St.-Bonifatius-Gemeinde spielen Kinder und Jugendliche miteinander, fahren in Freizeitparks oder machen eine Wasserbombenschlacht. (Foto: Schmitz)
 
Die Organisatoren um Marcel Pier (l.) und Andrea Kohls (3.v.l.) entscheiden gemeinsam mit den Teilnehmern. (Foto: Schmitz)
Dortmund: Jugendtreff Winkelriedweg |

Zwei erreichen mehr als einer allein: Der städtische Jugendtreff Winkelriedweg und der Jugendtreff Bernwards der katholischen Bonifatius-Gemeinde laden drei Wochen lang zu den Oststadt-Sommerferienspielen unter dem Motto „JUGI meets BONI“ ein.

Sowohl in der Gartenstadt (Winkelriedweg) als in der Südstadt (Bernwards) dreht sich bis Ende nächster Woche alles um die Wünsche der Kinder von 8 bis 18 Jahren. Besonders wichtig ist den Veranstaltern, dass die Teilnehmer bis ins kleinste Detail Einfluss nehmen können. „Wir haben uns im Vorfeld bereits mit einigen getroffen, um zu planen, was wir machen“, erklärt Marcel Pier, Leiter des kirchlichen Jugendtreffs Bernwards. Die Kinder können etwa beim Kochen helfen, bestimmen aber auch mit, was unternommen wird.

„Wir fangen morgens um 10 Uhr an und hören gegen 18 Uhr ohne Stimme weder auf“, beschreibt Andrea Kohls, Leiterin des städtischen Jugendtreffs im Winkelriedweg, schmunzelnd den Ablauf. Es gibt sogar eigene WhatsApp-Gruppen für die Teilnehmer und die Eltern.

Die Jugendlichen sind ausgelassen und fröhlich. Sie spielen etwa „Mein rechter, rechter Platz ist frei“ in einem gemütlichen Raum mit Stühlen und Sofas und Grafitti an den Wänden am Winkelriedweg. In der Küche wird gekocht, später wird gegrillt und Brot gebacken.

Demokratisch gewählte Ausflugsziele

Die Ausflugsziele befinden sich meist in der näheren Umgebung. „Wir waren aber auch schon im Movie Park in Bottrop“, sagt Marcel Pier. „Das ist für die Teilnehmer mit einem SchokoTicket gut zu erreichen.“ Diese Woche etwa haben sich die Kinder und Jugendlichen für Aqua Magis in Plettenberg mit zwölf Rutschen und erneut für den Movie Park entschieden. „Vergangene Woche gab es in Bonifatius bereitseine Wasserbombenschlacht“, erzählt Andrea Kohls.

Beliebt sind die Ferienspiele sehr: Auch die dritte Woche vom 3. bis 7. August ist bereits ausgebucht. Ein Mädchen hatte sich sogar geärgert, dass es sich nur für eine Woche beworben hat. Zum Glück konnte sie auch an der zweiten Woche teilnehmen. „Es gibt nichts Schöneres als glückliche Kinder, die am Ende der Woche nicht nach Hause wollen“, freut sich Andrea Kohls.

Die Teilnehmer haben viel Spaß. „Die erste Woche war schon toll, daher nehme ich auch diese Woche teil“, freut sich Emma (8). „Wenn ich mal ohne meine Eltern an etwas teilnehmen kann, fühle ich mich unabhängiger.“ Sie möchte gerne zu einem Ponyhof, da sie Reiten liebt. „Ich habe auch schon mal an einem Voltigierkurs teilgenommen“, erzählt sie.

Auch die älteren Teilnehmer haben ihren Spaß. Jessica (16) aus der Innenstadt ist ebenfalls die zweite Woche mit dabei. „Wir haben unter anderem gekickert und eine Wasserschlacht gemacht“, erzählt sie. Die Kinder unterschiedlichen Alters verstehen sich gut: „Es läuft alles harmonisch“, ergänzt Philipp (17) aus Hombruch, der bereits 2014 dabei war und auch 2015 teilnehmen möchte.
Finanziert werden die Sommerferienspiele zum Teil durch die Stadt, zum Teil durch die Sparkasse.

Gute Zusammenarbeit von Stadt und Kirche

Stadt und Kirche arbeiten hier Hand in Hand: Die beiden Jugendtreffs kooperieren bereits das zweite Mal miteinander. „Wir ergänzen uns gut: In Bonifatius gibt es viel Wiese, während wir hier Sport- und Bewegungsmöglichkeiten haben“, sagt Marcel Pier. Die Jugendlichen waren zum Teil schon vergangenes Jahr dabei, zum Teil ist es aber auch das erste Mal für sie. „Alleine wäre es für jeden schwierig, zusammen schaffen wir mehr“, bringt es Marcel Pier auf den Punkt. Unterstützung erhalten sie durch mehrere Ehrenamtliche und Honorarkräfte. So können bis zu 30 Kinder teilnehmen.

Durch die erneute Zusammenarbeit sind die Organisatoren ein eingespieltes Team. Probleme gab es nur durch einige Eltern, die so genannte Luftbuchungen vornahmen. „Es wurden Kinder angemeldet, die dann gar nicht teilgenommen haben, die sich die Eltern doch für etwas anderes entschieden haben“, erklären Andrea Kohls und Marcel Pier. „Das nimmt im ungünstigsten Fall anderen Kindern die Teilnahmemöglichkeit.“
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