Neuer Kinder-Kirchenchor in der Brackeler Kirchengemeinde St. Clemens

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„Bis zum Gemeindefest können wir‘s !“– Davon ist Petra Wintzer (l.) fest überzeugt. Mit 15 kleinen Sängern hat die Kirchenmusikerin in der Brackeler Gemeinde St. Clemens einen Kinder-Kirchenchor gegründet, der zwar noch ohne Namen ist, aber bereits fleißig im Franz-Stock-Haus probt. (Foto: Schmitz)
 
Petra Wintzer (Foto: Schmitz)
Dortmund: Franz-Stock-Haus | Kindern den Spaß am Singen zu vermitteln, das ist das Ziel von Petra Wintzer. Dazu hat sie in der katholischen St.-Clemens-Gemeinde in Brackel einen Kinder-Kirchenchor ins Leben gerufen.

In einem hellen, freundlichen Raum in der ersten Etage des Franz-Stock-Hauses proben elf Mädchen und vier Jungen. In einem Stuhlhalbkreis sitzen die etwa sechs- bis achtjährigen kleinen Sänger, lockern ihre Stimme mit kleinen Übungen auf und singen begeistert die von Petra Wintzer vorgeschlagenen Lieder.

Es erklingen Lieder wie „Gottes Haus hat viele Steine“ oder Halleluja, preiset den Herrn“. Aber auch „Die alte Moorhexe“ wird besungen. Unterstützt wird Petra Wintzer von Doris Hufnagl, mit der sie oft musikalisch zusammenarbeitet, etwa im Familiengottesdienst.

Bei „Gottes Haus hat viele Steine“ stellen die Kinder den Text bildlich dar. So stehen oder gehen sie einzeln, um zu zeigen, dass ein Stein alleine nichts ausrichten kann. „Die Lieder haben zwar viel mit dem christlichen Glauben zu tun“, erklärt Petra Wintzer. „Letztlich ist der Inhalt aber nicht so wichtig. Es steht vor allem der Spaß am Singen im Vordergrund.“ Und den haben die Kinder mit dem Chor. Clara (6 Jahre) kann bereits alle Lieder. Einige sind sehr musikalisch. Maybrit (6) etwa will bald Geige oder Gitarre spielen lernen. „Ich singe auch sehr gerne“, verrät sie.

Den Anlass für die Gründung des Chors gaben einige Eltern der Kiga-Kinder. Sie fanden es schade, dass zwar im Kindergarten regelmäßig und gerne gesungen werde, dies aber dann in der Schule nachlasse. Darum fragten sie, ob es nicht in der Gemeinde einen Chor geben könnte. In der Gruppe sind aber auch Kinder, deren Eltern nicht in der Gemeinde aktiv sind.

Mitmachen kann jeder“, so Petra Wintzer. „Die Kinder sollten möglichst mindestens sechs und nicht viel älter als acht sein, sonst passt die Gruppe nicht gut zusammen. Vielleicht bleibt der eine oder andere auch später beim Singen“, sagt sie: „Viele Chöre haben ein Problem mit der Überalterung.“

Einen Namen hat der Chor noch nicht. Als „Hausaufgabe“ hat die Kirchenmusikerin den Kindern aber aufgegeben, sich einen auszudenken. Den ersten Auftritt peilt sie für den Familiengottesdienst am 21. Juni an. Pauline (7), die das erste Mal dabei ist, freut sich schon auf die Chor-Premiere.

Geprobt wird immer mittwochs von 15.15 bis 16.15 Uhr. Infos gibt es bei Petra Wintzer, Tel. 2009401 oder petra.wintzer[at]gmx.de.

Drei Fragen an Petra Wintzer

1. Sehen Sie eine Konkurrenz zu anderen Kinderchören?
Nein, wir sind keine Konkurrenz etwa zu den „Wolkenkindern“. Wir habe ein ganz anderes Repertoire und singen nur auf Gemeindefesten und in Gottesdiensten.

2. Ist der Chor als „Talentschmiede“ gedacht?
Wir denken erst mal nur an das Singen auf der Gemeindeebene. Es kann aber sein, dass der ein oder andere hineinwächst. Wichtig ist uns vor allem, dass alle Spaß an der Sache haben.

3. Welche Themen haben die mit den Kindern gesungenen Lieder?
Die Lieder haben meist einen christlichen Inhalt, der kindgerecht vermittelt wird. Der Chor steht aber allen Kindern offen, egal welchem Glauben sie angehören.

Zur Person
Petra Wintzer wurde in Brackel geboren und lebt seitdem hier. Die 56-Jährige ist gelernte Chemielaborantin, arbeitet aber als Kirchenmusikerin.
Neben der Gemeindearbeit gibt sie auch Gitarrenunterricht. Zudem lädt sie im balou zu Singnachmittagen oder Weihnachtslieder-Auffrischungworkshops ein.
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