Schwerer Schulbus-Unfall in Asseln: Eine Lehrerin schwer, 17 Schulkinder, ein weiteres Kind und der Busfahrer leicht verletzt

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Von einem Stromkasten noch abgebremst kam der nach dem Zusammenstoß abgedriftete Schulbus erst vor einer Hauswand zum Stehen. (Foto: Günther Schmitz)
 
Schwer im Mitleidenschaft gezogen wurde beim Unfall auch ein abgestellter Lieferwagen. (Foto: Günther Schmitz)
Dortmund: Einmündung Werswand/Asselner Hellweg |

Schwerer Verkehrsunfall am heutigen Mittwochmorgen (21.2.) auf dem Asselner Hellweg im Osten Asselns: Nach der Kollision eines Schulbusses mit einem Mini-Van rammte der voll besetzte Bus eine Hauswand. Dabei wurden zahlreiche Kinder und der Busfahrer leicht verletzt, eine Lehrerin schwer, teilte die Polizei mit. Die Ermittlungen zum Unfallgeschehen dauern an. Auch die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot von 80 Brandschutz- und Rettungsdienstkräften im Einsatz.


Bei Eintreffen der ersten Helfer stellte sich der Unfallhergang zunächst dramatisch dar, nach kurzer erster Erkundung konnte der Einsatzleiter dann aber ein wenig Entwarnung geben: Keine Personen waren in den beteiligten Fahrzeugen eingeklemmt, aber viele mussten gesichtet und untersucht werden. Dazu richtete die Feuerwehr zunächst in direkter Nähe zum Einsatzort eine Betreuungsstelle ein, die dann später in das nahe gelegene Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Asseln verlegt wurde. Hier am Grüningsweg konnten die Betroffenen in Ruhe und in warmer Umgebung untersucht bzw. betreut werden. 

20 Personen in Krankenhäuser transportiert

Der Rettungsdienst musste schließlich 20 Personen - zwei Erwachsene und 18 Kinder - zur weiteren Untersuchung in verschiedene Krankenhäuser transportieren. Die Kinder aus dem Schulbus hatten dabei am meisten Glück, da es sich hier bei den Verletzungen "nur" um leichte Prellungen handelte. Ein weiteres Kind saß bei dem Unfall in einem beteiligten Pkw und hatte sich laut Feuerwehr vermutlich eine Fraktur am Bein zugezogen. Bei den beiden Erwachsenen handelt es sich um den Busfahrer und eine Lehrerin, die die Fahrt zum Schwimmbad begleitete.

Die restlichen Kinder wurden bis zum Eintreffen ihrer Eltern von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Asseln und speziell ausgebildeten Helfern der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) bei Tee und Kuchen sowie kleinen Spielen zum Brandschutz betreut. Die Stadt Dortmund richtete für die besorgten Eltern ein Bürgertelefon ein; zudem wurden die betroffenen Eltern parallel durch die Schulleitung der Bach-Grundschule informiert.

Der Unfallhergang laut Polizei

Ersten polizeilichen Ermittlungen zufolge war eine 37-jährige Autofahrerin gegen 7.50 Uhr in Asseln aus der Straße Werswand nach links in den Asselner Hellweg eingebogen. Aus bislang ungeklärter Ursache prallte sie hier mit einem von rechts kommenden Schulbus zusammen. Die Wucht des Aufpralls schleuderte den VW Sharan der Dortmunderin gegen ein weiteres Auto und schließlich auf den südlichen Gehweg des Hellwegs.

Der Bus driftete nach dem Zusammenstoß hingegen nach rechts und traf einen abgestellten Lieferwagen. Im Anschluss überrollte der Bus noch einen Ampelmast und kam schließlich vor einer Hauswand an der Ecke Ruckebierstraße zum Stehen. Weil ein direkt vor dem Haus aufgestellter Stromverteiler-Kasten als zusätzlicher Puffer diente, musste die Stadt den Strom im Umfeld für mehrere Stunden abschalten.

Nach jetzigem Kenntnisstand der Polizei verletzte sich ein Zweijähriger im VW der Dortmunderin. Die Fahrerin selbst blieb unverletzt. In dem mit 38 Schulkindern, Viertklässlern der Bach-Grundschule in Wickede, besetzten Bus wurden der 47-jährige Fahrer leicht und die 59-jährige Lehrerin schwer verletzt; beide kommen aus Dortmund. Darüber hinaus wurden 17 Schulkinder im Alter zwischen neun und elf Jahren leicht verletzt.

Für die Dauer der Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten musste der Asselner Hellweg in beiden Fahrtrichtungen für mehrere Stunden für den Auto- und Stadtbahn-Verkehr gesperrt werden. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Erst gegen 11.50 Uhr konnte der Verkehr wieder fließen. 

Eine abschließende Schadenshöhe konnte durch die Polizei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genannt werden.

Ein Team des Verkehrsunfallopferschutzes der Polizei Dortmund hat noch heute die Betreuung der Unfallbeteiligten und ihrer Angehörigen übernommen.
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