Simon Yves Petersmann geht dank Patenschaftsprogramm für zehn Monate in die USA

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Der Bundestagsabgeordnete Erich G. Fritz (3.v.r.) freut sich mit den Mitgliedern der Stipendiatenfamilie (v.l.) Shari, Vater Yves, Simon Yves, Julian und Mutter Christine Petersmann. (Foto: Schmitz)
Dortmund: Jardan-Stuben |

Viele zieht es im Urlaub in die Vereinigte Staaten von Amerika. Simon Yves Petersmann ist so von den USA begeistert, dass er sogar deutlich länger dorthin will: Im Sommer wird er im Rahmen eines Studienaufenthaltes für zehn Monate über das „Große Wasser“ reisen - Das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) macht‘s möglich.

Im August geht es für den 17-jährigen Brackeler los: Fast ein Jahr lang wird er in dien USA leben, dort zur Schule gehen und die Sitten und Gebräuche des Landes kennenlernen, aber auch seine Heimat Deutschland vertreten. „Volljährig werde ich in den USA“, sagt er.

Die Vereinigten Staaten sind für den Schüler der Geschwister-Scholl-Gesamtschule kein Neuland: „Ich war schon mal in den USA“, erklärt Petersmann. Per Schüleraustausch kam er für drei Wochen nach Waukee in Iowa. Waukee ist ein Vorort von Des Moines, der Hauptstadt des Staates. Für drei Wochen lebte er bei einer Gastfamilie. „Es wäre schön, wenn ich wieder in meine alte Gastfamilie käme“, hofft er.

Gespannt auf den Alltag

Besonders gespannt ist er auf den Alltag in den USA. „Wenn ich mich richtig eingelebt habe, freue ich mich auch auf den Besuch der Highschool.“ Dieser wird ihm in Deutschland angerechnet; wenn nötig, kann er aber auch problemlos die 11. Klasse in Deutschland wiederholen. Übrigens spielt er American Football bei den Dortmund Giants.

Bedingt durch seine USA-Affinität wollte er sich eigentlich schon im vergangenen Jahr für das PPP bewerben, kam aber zu spät. „Meine Mutter wollte auch lieber, dass ich erst mal drei Wochen hinfahre, um zu sehen, ob das wirklich was für mich ist“, erklärt er. Ihr fällt der Abschied auch etwas schwer.
Das PPP wird von Austauschorganisationen im Auftrag des Deutschen Bundestages durchgeführt, wie der Abgeordnete Erich G. Fritz (CDU) erläutert, der selbst auch schon in den USA war. „Ich erhalte dann einen drei Kandidaten zur Auswahl.“ Petersmann überzeugte unter anderem durch seine Sozialkompetenz. Dass die Trennung für die Mutter besonders schwierig ist, kann Fritz gut verstehen: „Nach einem Jahr kommt ein anderes Kind zurück“, meint er im Bezug auf die Entwicklung des Teenagers.

Für ein Jahr in die USA

Ziel des PPP ist es, der jungen Generation in beiden Ländern die Bedeutung freundschaftlicher Zusammenarbeit zu vermitteln. Schülern sowie jungen Berufstätigen ermöglicht das PPP-Stipendium einen knapp einjährigen Aufenthalt in den USA. Schülerinnen und Schüler besuchen die Highschool, Junge Berufstätige nehmen am Unterricht eines Community Colleges teil und absolvieren ein Praktikum in einem Betrieb. Die Stipendiaten wirken in dieser Zeit zudem als Junior-Botschafter und vermitteln an ihren Schulen, Praktikumsplätzen, in ihren Gastfamilien und in ihrer Freizeit die kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Werte ihres Landes. Mit der Sprache wird der Zehntklässler jedenfalls keine Probleme haben: „In Englisch steh ich locker auf einer zwei.“

Weitere Infos zu dem Programm gibt es unter www.bundestag.de/ppp.
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