Sportlich wie ein Indianer: Verein Kinderglück unterstützt Vorschulkinder mit „Kitaletics“-Programm

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Sportwissenschaftlerin Sarah Reese (l.) motiviert die Kinder, was (v.l.) Bernd Krispin von Kinderglück, Erzieherin Gianna Gerl und Meike Goldhagen von der BIG freut. (Foto: Schmitz)
Dortmund: Fabido-Kindertagesstätte Ebbinghausstraße |

Spielerisch sollen die kleinen Fabido-Kita-Besucher an der Ebbinghausstraße in Wickede mehr Spaß an Bewegung entwickeln. Möglich macht dies das Programm „Kitaletics“ des Vereins Kinderglück.

„Kitaletics“ ist ein Sport-Präventionsprojekt des Vereins Kinderglück. Kinder von drei bis sechs Jahren sollen sich sportlich aktiv betätigen. Entwickelt hat das Konzept Sportwissenschaftlerin Sarah Reese. Wichtig sind Koordination, Schnelligkeit und Ausdauer, die für die Kinder in Geschichten verpackt vermittelt werden. „Viele Kinder kennen das heutzutage gar nicht mehr“, erklärt Erzieherin Gianna Gerl. „Geschichten rund um Tiere, Indianer, im Weltall oder unter Wasser motivieren die Kinder“, ergänzt Sarah Reese. In der Kita sind 20 der 100 Kinder dabei. „Die Teilnehmer tragen die Übungen aber auch zu den anderen Kindern weiter“, erklärt Leiterin Daniela Schild.

In der Wickeder Fabido-Kita an der Ebbinghausstraße die rund zehn Kinder, die pro Gruppe teilnehmen, gespannt bei der Sache. Gemeinsam mit Sarah Reese und Erzieherin Gianna Gerl geht es 45 Minuten lang in die Welt der Indianer. An einem gemütlichen Lagerfeuer „essen“ sie zunächst in spielerischen Übungen. Danach heißt es: „Alle Indianer schlafen“, worauf sich alle Kinder zusammenrollen. Am „nächsten Morgen“ heißt es Mutproben bestehen. Für die erste lassen sich die kleinen Indianer rückwärts auf eine Matte fallen. Für die zweite Mutprobe springen sie von einem Mattenstapel und machen einen Purzelbaum. Fast alle Kinder schaffen dies auch. Dabei machen sie auch Fortschritte, da zu Anfang einige keinen Purzelbaum konnten. Spaß macht es Anna (4) und ihren Freunden sehr. „Mir hat die Übung ‚Stark machen‘ gut gefallen“, sagt etwa Johann (5). Jan-Niklas (5) hat gelernt, einen Purzelbaum zu machen. Und Fynn (4) macht das Springen am meisten Spaß.

Bisher nehmen fünf Dortmunder Kitas von fast allen Trägern mit insgesamt etwa 100 Kindern an dem Projekt teil. „Weitere fünf Kitas werden demnächst dazukommen“, sagt Bernd Krispin, gemeinsam mit seiner Frau Susanne Gründer von Kinderglück. Der Verein kooperiert für „Kitaletics“ mit der BIG-Krankenkasse. Möglich ist dies durch das Deutsche Präventionsgesetz von 2015. „Da ich einen guten Kontakt zur BIG habe, habe ich mit ihnen gesprochen“, sagt Krispin. „Wir haben schon bei anderen Projekten zusammengearbeitet“, ergänzt Meike Goldhagen von der BIG. Da die Pilotphase gut gelaufen sei, denke man jetzt über eine Intensivierung nach. Auch Großunternehmen können das Projekt sponsern, wie Krispin erklärt.

Von „Kitaletics“ sollen die Kinder auch dann noch etwas haben, wenn die zehn Übungsstunden vorbei sind. Daher bekommen die Kitas Handouts. „Außerdem werden die Übungen auch auf unserer Homepage beschrieben sein“, sagt Krispin. Auch die Motivation der Kinder wird gefördert. Nach den Übungen bekommen sie einen Stempel in ihr Heftchen, wie Inga Kröger von Kinderglück erklärt. „Wenn sie mal nicht motiviert sind, brauchen sie nur an die Stempel erinnert zu werden“, sagt sie schmunzelnd. Urkunden bekommen sie ebenfalls.

Infos gibt es auch online unter www.kitaletics.de
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