Start des Schulprojektes „Der BVB in der NS-Zeit“: Kooperation der BVB-Fanabteilung mit der Max-Born-Realschule

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In der Aula der Max-Born-Realschule wurden die Ergebnisse der Projektarbeit präsentiert. (Foto: Schmitz)

Unter dem Motto „Der BVB in der NS-Zeit“ haben Gerd Kolbe, der Leiter der AG Tradition der BVB-Fanabteilung, und der Historiker und frühere Museumsdirektor Wolfgang Weick ein Schulprojekt entwickelt, das nun in Kooperation mit der Max-Born-Realschule, Dollersweg 18, erstmals realisiert wurde. In sechs Projektgruppen setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema vertiefend auseinander und erarbeiteten eine Präsentation, die nun der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Im Rahmen dieses Projekts soll mit dem Sympathieträger Borussia Dortmund als „Brückenbauer“ über die Zeit des Nationalsozialismus informiert und auf die aktuellen Gefahren neo-faschistischer Tendenzen hingewiesen werden. Ziel ist es insbesondere, junge Menschen am Beispiel der Geschichte des BVB zwischen 1933 und 1945 für die damalige Zeit zu interessieren und darzulegen, welche Auswirkungen eine menschenverachtende Diktatur, die von Rassismus, Intoleranz und Gewaltherrschaft geprägt ist, auf alle Bereiche des Lebens hat. Träger der Maßnahme ist die BVB-Fan- und Förderabteilung in Zusammenarbeit mit den Fan-Beauftragten des BVB, dem Projekt „Leuchte auf“ und dem Dortmunder Fan-Projekt.

Torsten Schild, der Leiter der BVB-Fanabteilung: „Das Thema Neo-Faschismus mit seinen unerfreulichen politischen Auswirkungen steht bei uns ganz oben auf der Agenda. Die AfD-Affäre rund um Jerome Boateng, aber auch die kürzlich wieder aufgetretenen politischen Entgleisungen einer gewissen Fan-Gruppierung unseres Clubs im Zusammenhang mit dem DFB-Pokalendspiel mahnen zu ständiger Wachsamkeit“.

Gerd Kolbe und Wolfgang Weick ergänzen: „Unser Club hat eigentlich alle Facetten der Nazi-Zeit bis hin zum aktiven Widerstand dreier Borussen erlebt. Je früher junge Menschen für dieses schwierige Thema sensibilisiert werden, desto besser!“

Partner des Pilot-Projekts ist die Max-Born-Realschule in Asseln/Wickede.
Ursula Ruhnke, die 2. Konrektorin der Schule, begrüßt die Zusammenarbeit ausdrücklich: „Natürlich sind unsere Schüler/innen weitgehend BVB-Fans. Das gilt auch für die drei zehnten Klassen, die an dieser besonderen Form des Schulunterrichts teilgenommen haben. Ich bin sicher, dass das Thema Nationalsozialismus so leichter zu vermitteln ist, als dies im normalen Schulunterricht der Fall wäre.“

Im Herbst ist ein weiterer Termin mit dem Helmholtz-Gymnasium an der Münsterstraße geplant.
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