Verein für Brauchtumspflege in Courl

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Nach dem Gänseköppen folgt der traditionelle Umzug durch Kurl. Dieter Rohrbeck (r.) hier als Fahnenträger. (Foto: Schmitz)

Ein kürzlich gegründeter Verein will sich um die Pflege und Förderung des Brauchtums in und um Kurl engagieren. Die alte Schreibweise des Kirchspiels Courl wurde daher mit Bedacht gewählt.

"Wir wollen das Kurler Volksfest, den Festumzug und das Gänseköppen erhalten", erklärt Dieter Rohrbeck, Schriftführer des Vereins. Rund 20 Mitglieder hat der Verein, der sich außer für die Traditionsveranstaltungen im Dorf außerdem für weitere gemeinnützige Themen engagieren will. Mit den vorhandenen Organisationen im Dorf, wie der Kolpingsfamilie, den Oldtimerfreunden, der Bürgerinitiative zum Erhalt des Kurler Bahnhofs und dem Heimatverein ist der Verein für Brauchtumspflege schon gut vernetzt.

Darüber hinaus denkt der Verein in den Grenzen des alten Kirchspiels Kurl und damit über den Tellerrand des heutigen Doppeldorfes Kurl-Husen hinaus.

Vorstellbar ist beispielsweise, dass man sich auch beim Lanstroper Ei, in Fleier, dem Heimatverein Grevel, dem Malakowturm in Grevel und anderen Projekten in der Umgebung engagiert, so Rohrbeck. Ideen gibt es jedenfalls genug: "Eine gastronomische Nutzung für den Kurler Bahnhof fände ich klasse." Auch die Nutzung der Halle auf dem Kurler Zechengelände für Veranstaltungen wäre vorstellbar.

"Viele Husener und Kurler sind bereit, sich zu engagieren", so Rohrbeck. "Früher haben sich die Leute jedoch von selbst gemeldet, heute muss man sie gezielt ansprechen." Dennoch, freiwillige Helfer für das Kurler Vorksfest beispielsweise, gibt es genügend.

Ein vordringliches Problem bleibt aber auch beim Verein für Brauchtumspflege die Suche nach einem Festplatz. Besonders die Husener Kolpingsfamilie hat mit dem Wegfall des Platzes hinter der Kirche am Bauerholz, er soll in Kürze bebaut werden, keinen Festplatz mehr. "Früher war dort das traditionelle Elfmeterschießen. Das war nicht mehr zu stemmen." Bereits beim letzten Husener Volksfest wurde es im Festzelt ausgetragen.

Hauptaufgabe des Vereins, in dem auch der amtierende Gänsekönig Marko Oelmüller als zweiter Vorsitzender aktiv ist (den Vorsitz führt Franz Josef Wessemann), ist die Unterstützung für das Gänseköppen und den Festumzug. Hier will der Verein dafür sorgen, dass auch in Zukunft der Festumzug am Sonntag nach dem Gänseköppen veranstaltet werden kann, das Musikkapellen mitgehen können und die allgemeine Organisation sichergestellt ist.
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