Barrierefreie Haltestellen

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Mit Kinderwagen oder Rollator kaum erreichbar, die Stadtbahnhaltestelle auf der B1 in Höhe der Lübkestraße. Hier soll niveaugleich ein Übergang zur Bahn geschaffen werden. (Foto: Schmitz)
Dortmund: voßkuhle |

Die Stadtbahnhaltestellen Kohlgartenstraße, Voßkuhle, Lübkestraße, Max-Eyth-Straße und Stadtkrone Ost sollen einschließlich ihrer Zuwegungen barrierefrei umgebaut werden.

Dortmund. Dazu hat die Fachverwaltung in Abstimmung mit DSW21 ein B1-Haltestellenkonzept erarbeitet. Dieses Konzept wird nun vorgestellt und beraten, um auf dieser Basis die Fachverwaltung mit der Planung zu beauftragen. Anlass für die Planung sind die geänderten gesetzlichen Vorgaben des Personenbeförderungsgesetzes zur Herstellung vollständiger Barrierefreiheit im ÖPNV sowie die entsprechenden fahrzeugkonzeptionellen Planungen des Verkehrsunternehmens DSW21.

Bewertung nach abgestimmten Kriterien

Für jede Haltestelle und deren Zuwegungen wurden Lösungen in Varianten entwickelt und nach zuvor abgestimmten Kriterien bewertet. Auf dieser Grundlage wurde die für die jeweilige örtliche Situation vorteilhafteste Variante ausgewählt.
Die ausgewählten Vorzugsvarianten zeichnen sich allesamt dadurch aus, dass die Zielsetzung unter angemessener Berücksichtigung der konkurrierenden Belange vollständig erreicht werden kann. Die Haltestellen Kohlgartenstraße, Max-Eyth-Straße und Stadtkrone Ost bleiben niveaufrei über Brückenbauwerke erreichbar. Zur Haltestelle Voßkuhle gelangt man weiterhin mit Querung der B1 niveaugleich. Die Haltestelle Lübkestraße soll durch Aufwertung der vorhandenen Signalanlage um Fußgängerfurten zukünftig auch niveaugleich erreichbar werden. Die Verkehrssicherheit für querende Fußgänger wird hierdurch erhöht. Der vorhandene Verkehrsfluss auf der B1 wird dadurch nicht signifikant verschlechtert.

Geringster Eingriff in die Allee

Unter Berücksichtigung der verschiedenen Haltestellenvarianten wurden korrespondierende Streckenführungsvarianten entworfen und ebenfalls nach zuvor abgestimmten Kriterien bewertet. Diese Bewertung diente als Grundlage für die Wahl der Variante, die für die Gesamtsituation am vorteilhaftesten ist und den geringsten Eingriff in den Bestand der B1-Allee darstellt.
Realisiert werden die Baumaßnahmen abhängig vom Genehmigungsverfahren frühestens 2020/2021. Finanziert werden die Planungsleistungen aus Mitteln des Tiefbauamtes. Für die konkreten Baumaßnahmen werden Fördermittel beantragt.

Zu den Plänen, die Stadtbahnhaltestellen an der B1 barrierefrei auszubauen äußert sich Ingrid Reuter, Fraktionssprecherin der Grünen im Rat: „Es ist gut, wenn auch die Stadtbahnhaltestellen in der Mitte der B1 bald für jeden und ohne Hindernisse erreicht werden können. Die bisherigen steilen Treppen an den Brückenüberwegen waren für Menschen mit Behinderungen gar nicht und für ältere oder mobil eingeschränkte Personen nur sehr
schwer zugänglich. Eine Erweiterung der Zugänge durch Aufzüge und rollstuhlgerechte Zufahrten sind dringend notwendig. Doch darf Barrierefreiheit nicht gegen Naturschutz ausgespielt werden. Wir werden die Verwaltung bitten, nochmal zu prüfen, inwieweit die Zahl der zu fällenden 76 Allee-Bäume doch noch reduziert werden kann. Denn gerade an der B1 sind die Baumreihen an beiden Seiten der Stadtautobahn sowohl für das Klima, als auch für die Anwohner als Luftreiniger sowie Lärm- sowie Sichtschutz von besonderer Bedeutung. Es muss gelingen, hier eine gute Lösung für beide Belange zu finden.“
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