Bürgerinitiative Schützt unsere Freiräume macht mobil gegen Wohngebiet Wickede-West // Info-Stand an der Eichwaldstraße

Wann? 03.04.2016 10:00 Uhr

Wo? Reitanlage Kohlmann, Eichwaldstraße 107, 44319 Dortmund DE
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Zehn Hektar groß ist das geplante Neubaugebiet Wickede-West im Bereich zwischen der Eichwald- und Gössingstraße im Osten und dem Grüningsbach im Westen. (Foto: Günther Schmitz)
Dortmund: Reitanlage Kohlmann |

Angesichts der von Verwaltung und von der politischen Mehrheit im Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen (AUSW) wieder belebten Planungen für ein Wohngebiet Wickede-West (Br 196) macht auch die 2004 aus der Taufe gehobene Bürgerinitiative Schützt unsere Freiräume (BISuF) wieder auf sich aufmerksam.

Weil die BISuF mit den Beschlüssen fürs Neubauquartier mit rund 150 Wohneinheiten auf einer der letzten großen und zusammenhängenden Freiraum-Fläche, die zudem an ein Landschaftsschutzgebiet grenzt, nicht einverstanden ist, will man am Sonntag, 3. April, ab 10 Uhr an einem Info-Stand vor Ort in Wickede an der Eichwaldstraße, neben dem Reitstall, das Gespräch mit interessierten und betroffenen Bürgern suchen. Parallel läuft der 5. Dortmunder AWO-Lauf.

"In einer kurzfristig geplanten öffentlichen Versammlung sollen zusätzlich weitere Schritte beraten und mögliche Einsprüche und eventuell auch Klagen vorbereitet werden", kündigt BISuF-Sprecher Stefan Herbst zudem an. Anstatt schützenswerten Freiraum zu zerstören - egal, ob mit oder ohne 25 Prozent sozialem Wohnungsbau - sollten Wohnbauflächen im Stadtgebiet sinnvoll ausgesucht werden. Die BISuF empfiehlt dagegen die Reaktivierung brach liegender Flächen, Verdichtungen in großzügigen Wohnanlagen und den Schluss von Baulücken.

Herbst ergänzt: "Hier ist jedoch eher zu vermuten, dass die Stadt Dortmund mit dem Verkauf von vor vielen Jahren billig erworbenem Ackerland nun als Bauland den städtischen Haushalt begünstigen will."

Die BISuF hat ihre zentralen Kritikpunkte am Wohngebiet Wickede-West, trotz reduzierter Fläche, wie folgt aufgelistet:

"Denn diese Fläche befindet sich
• unmittelbar an einem Landschaftsschutzgebiet und beeinträchtigt damit unverhältnismäßig das Naherholungsgebiet für Menschen und Tiere
• innerhalb des im Lärmaktionsprogramms der Stadt Dortmund festgestellten "ruhigsten Freiraums" in ganz Dortmund. Eine Bebauung würde zur Zerstörung dieses Ruheraumes führen, was nach der Europäischen Umgebungslärmrichtlinie völlig unzulässig ist.
• am Rande eines Wohnbaugebietes, dessen verkehrstechnische Anbindung fast ausschließlich über die heute schon stark frequentierte Kreuzung Eichwaldstraße/Wickeder Hellweg erfolgt.
• Parallel würden heutige Anwohnerstraßen deutlich mehr durch Verkehrslärm belastet.
• nur wenige Meter neben der geplanten Trasse der OWIIIa (L663n), welche bei Realisierung den Wohnwert deutlich mindern und zusätzliche Schallschutzmaßnahmen (Mauern etc.) erfordern würde.
• in einem ehemaligen Sumpfgebiet mit hohem Grundwasserstand, welches aufwändige Maßnahmen zur Entwässerung und zum Hochwasserschutz erfordern."
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