CDU Dortmund möchte keine Spielverbotsschilder mehr

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Der Wambeler CDU-Ratsherr würde gern die Spielverbotsschilder an großen Wohnimmobilien abschrauben; Standort diese Schildes Platanenweg in Wambel. Er hofft, dass die Wohnungsbaugesellschaften die Anregung positiv aufnehmen und umsetzen.
Dortmund: Wambel | Gegen Fußball- und Spielverbote auf Wiesen von Wohnungsgesellschaften
Barrenbrügge: „Mehr Toleranz und Kinderfreundlichkeit erwünscht“

Schon relativ erstaunt zeigte sich Christian Barrenbrügge, jugendpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, darüber, dass auf Wiesen vor Häusern von großen Wohnungsgesellschaften Hinweisschilder aufgestellt sind, die Kindern das Fußballspielen auf eben diesen Wiesen verbieten und ausdrücklich auf Ruhezeiten hinweisen.

„Ich muss mich schon fragen, wie kinderfreundlich die Wohnungsbaugesellschaften in einer der kinderreichsten Städte des Ruhrgebiets sind“, äußert Barrenbrügge. „Früher – in den siebziger-/ achtziger Jahren war es üblich, dass die Grünflächen an den Wohnhäusern zum Spielen genutzt werden konnten. Heutzutage, wo stetig steigende Kinderzahlen in Dortmund zu verzeichnen sind, wird Spielen auf den Wiesen durch aufgestellte Schilder verboten bzw. reglementiert. Dortmund wächst nicht nur an Kindern, sondern an Einwohnern insgesamt. Das zieht wiederum eine dichtere Wohnbebauung nach sich, die aber immer weniger Raum zum Spielen lässt. Darüber hinaus ist es für eine Großstadt wie Dortmund nicht leistbar, ständig neue Spielplätze zu bauen. Da käme es schon sehr entgegen, wenn freie Wiesen – gerade in Gebieten mit dichter Wohnbebauung und dadurch natürlich auch vielen Kindern –dazu genutzt werden könnten, dass Kinder und Jugendliche sich dort „austoben“ können. “

Eine Rücksichtnahme seitens der Kinder und Jugendlichen gegenüber den Anwohnern und die Einhaltung von Ruhezeiten sind für Barrenbrügge selbstverständlich. Ein generelles Spiel- und Betretverbot sei allerdings eher intolerant und zeitlich nicht vertretbar.

„Heutzutage kommen Kinder und Jugendliche – bedingt durch lange Aufenthalte in Kitas und Schulen - meist nicht vor dem Nachmittag zum Spielen. Von daher ist eine Mittagsruhe für Senioren gewährleistet. Ein Benutzen der Wiesen im Anschluss, um sich zu bewegen halte ich dagegen für sehr wichtig. Immer mehr Kinder neigen dazu, sich in ihrer Freizeit lieber mit Handy und Computer zu beschäftigen, als vor die Tür zu gehen und zu toben. Fettleibigkeit ist oft eine Folge. „Die Wiese vor der Haustür“ wäre da vielleicht eine willkommene Abwechslung. Hinzu käme, dass Eltern ihre Kinder im Blick hätten, Kinder wiederum schnell zu Hause wären. Die Stadtverwaltung sollte sich gefordert sehen, auf die Wohnungsbaugesellschaften zuzugehen mit der Bitte um Prüfung, auf geeigneten, ausgesuchten Flächen und dann diese definierten Rasenflächen – unter Wahrung der Ruhezeiten – auf zu bespielbare Zeiten zur Verfügung zu stellen und wer weiß, vielleicht können wir ja so den nächsten heimischen Straßenfußballer a la Lars Ricken erhalten“, so Barrenbrügge abschließend mit einem Schmunzeln.
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