CDU enttäuscht über „sozialen Unwillen“ zur Förderung von Dortmunder Betriebskindergärten

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Dortmund: Friedensplatz | In Zeiten, in denen die Forderung nach Betreuungsplätzen höher ist, als eine Kommune diese anbieten kann bzw. hinterher kommt, ausreichend Betreuungsplätze zu schaffen, ist es für den jugendpolitischen Sprecher der CDU, Christian Barrenbrügge, nur schwer nachzuvollziehen, dass auch u.a. gerade die SPD-Fachfraktion sich gegen einen CDU-Antrag gestellt hat, der die Werbung und Förderung von Betriebskindergärten in Dortmund vorsah. Aktuelle Zahlen, die die Flüchtlingsmengen noch nicht einmal enthalten, weisen in Dortmund eine etwa 10%-Unterdeckungsquote bei der Kitaplatzanzahl auf.

„Es enttäuscht schon sehr, dass die SPD-Fraktion im Kinder- und Jugendausschuss mehr daran interessiert ist, unpolitisch zu agieren als sachbezogen zu handeln, denn die SPD sah hier eher IHK und Kammern in der Pflicht, als das Jugendamt“, so Barrenbrügge. „Unser Antrag im Ausschuss sah lediglich vor, dass die Verwaltung die hiesigen Unternehmen – mit mehr als 50 Mitarbeitern an einem Standort – über die Möglichkeiten und finanziellen Förderprogramme des Familien-Bundesministeriums informiert und bei einer möglichen Entscheidung für einen Betriebskindergarten oder -tagesmütter entsprechend unterstützt. Vielleicht hätte das dafür gesorgt, dass einige Unternehmen, denen die finanzielle Bundesförderung gar nicht bekannt ist, sich am Ende für einen Betriebskindergarten entschieden hätten. Denn die Stadt kommt bei der klammen Haushaltslage selber derzeit durch Neubauten nicht annähernd nach, der Kindergartenplatznachfrage Herr zu werde.“

Auch die aktuelle Bundesfamilienministerin, Manuela Schwesig, setzt sich sehr für die Installation von Betriebskindergärten ein und gewährt mit bis zu 400 Euro pro Kind und pro Monat – für die Dauer von zwei Jahren – einen Fördergeldzuschuss für Unternehmen, die sich für die Einrichtung eines Betriebskindergartens entscheiden. „Pikant ist daran zum einen besonders, dass die Dortmunder SPD-Fachfraktion der eigenen SPD-Ministerin mit ihrer Ablehnung pro Betriebskindergärten in den Rücken fällt, finanziert doch ausschließlich sie aus ihrem Etat diese Maßnahmen und zum anderen, dass die ehemalige Arbeiterpartei SPD nun die Beschäftigteninteressen nicht mehr im Blick hat“, interpretiert Barrenbrügge das Abstimmungsverhalten. "Es ist wirklich sehr schade, dass aus nicht nachvollziehbaren Gründen sich im Fachausschuss keine Mehrheit für die Förderung von Betriebskindergärten oder Betriebsgroßpflegestellen gefunden hat – obwohl die anwesenden Vertreter der freien Wohlfahrtsträger dies sehr begrüßend kommentiert haben. Bleibt zu hoffen, dass die Verwaltung vielleicht aus eigenen Stücken auf die Unternehmen zu geht und diese über die vielfältigen Möglichkeiten informiert in der Hoffnung, dass in Dortmund ein gut strukturiertes Feld geschaffen wird, auf dem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf noch weiter ausgebaut wird.“
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