CDU Wambel gegen Bebauung des letzten Ackers

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Noch reift das Getreide auf dem Acker, der bebaut werden soll. Links dahinter die Hannöversche Straße, rechts vorne der Niederster Feldweg. (Foto: CDU Wambel/Barrenbrügge)
Dortmund: Niederste Feldweg |

Die Christdemokraten in Wambel lehnen eine massive Kompaktbebauung zwischen den Straßen Niederste Feldweg und Hannöversche Straße ab.

Nachdem die Flüchtlingswelle 2015 ihren Höhepunkt erreicht hatte, wurden von der Stadtverwaltung die noch aus dem letzten Jahrhundert stammenden Pläne zur Bebauung der Wambeler Grünfläche zwischen den Straßen „Niederste Feldweg“ und „Hannöversche Straße“ für Wohnraum wieder hervorgeholt. Die damaligen Pläne sahen eine mehrere hundert Meter lange Riegelbebauung vor, die unter der Bezeichnung „Chinesische Mauer“ in den städtischen Volksmund Einzug nahm.

Nunmehr plant die Stadtverwaltung die Bebauung mit 250 öffentlich geförderten Wohneinheiten in eben einer solchen 400 Meter langen mehrstöckigen Riegelbebauung.

„Diese Pläne hätten in der planerischen Mottenkiste bleiben sollen.“ meint CDU-Bezirksvertreter Andreas Brunnert. Nach seiner Ansicht könne eine solche kompakte und massive Bebauung in dieser Größenordnung niemand gutheißen, dem an einem Erhalt an Wohnqualität und Entwicklung im Ortsteil Wambel gelegen sei.

Die CDU Wambel erinnert daran, dass Wambel mal ein Dorf am Hellweg war und auch heute noch der kleinste Stadtteil im Dortmunder Osten ist. CDU-Ratsherr Christian Barrenbrügge dazu: „Bei etwa 7000 Einwohnern sprengt das jeden Rahmen, wenn da nun mal eben über 500 Menschen weiter dazukommen. Auch die Anliegerstraßen sind für diese weiteren Verkehrsmengen nicht ausgelegt. Sozialverträglich muss öffentlich geförderter Wohnraum noch dezentraler vorgehalten werden. Diese Konzentration ist nicht integrativ. Mit einer derartigen Bebauung dieses Feldstücks verliert Wambel zudem seinen letzten Acker und Dorfcharakter. Wambel mutiert so zum innerstädtischen Wohnquartier, da jegliche Grünfläche dann versiegelt ist. In den politischen Gremien werden wir daher einer Bebauung in diesem Umfang nicht zustimmen.“
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