Gartenstadt-Radweg: Die Körner sollen eigenen Ideen-Wunschzettel schreiben

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In Körne denkt man einen Schritt weiter: Man möchte die Radweg-Strecke und die weiträumige Brache des ehemaligen Körner Bahnhofs östlich der Libori-Kirche (hier im Bild) für Freizeitgestaltung und Naturschutz nutzen sowie Zeugnisse der Industriegeschichte erhalten bzw. dokumentieren. Vor Ort stellten die Aktiven um Ratsmitglied Heinz-Dieter Düdder (3.v.l.) und KKK-Chef Helmut Feldmann ihren Ideen-"Wunschzettel" vor. (Foto: Schmitz)
 
Drei der „Wegbereiter“ – (v.l.n.r.) Heinz-Dieter Düdder (Ratsvertreter) , Michael Bode (St. Liborius-Pfadfinder) und Karl-Heinz Kibowski (ADFC) – demonstrierten beim Ortstermin am ehemaligen Körner Bahnhof östlich des Gemeindeareals schon mal auf dem alten Schotterbette der Bahntrasse deren künftige Hauptnutzung als Gartenstadt-Radweg. (Foto: Schmitz)
Dortmund: alter Körner Bahnhof |

Bis 2018 soll er nun endlich Wirklichkeit werden: der Gartenstadt-Radweg zwischen Westfalenhütte und Phoenix-See. Mit drei Bürgerwerkstätten auf eine breite, überparteiliche Basis stellen wollen die Körner Initiatoren der Revitalisierung der ehemaligen Hoeschbahn-Trasse deren künftige Nutzung etwa für Freizeitgestaltung und Naturschutz. Ganz im Sinne der Wohnumfeld-Verbesserung nicht nur in Körne.

Östlich des Geländes der katholischen Körner Kirchengemeinde St. Liborius und westlich der Wambeler Kleingartenanlage „Friedlicher Nachbar“ weitet sich die schmale geschotterte Trasse ganz ansehnlich zum ehemaligen Körner Bahnhof. Ein guter Grund also für Ratsvertreter und Radweg-Motor Heinz-Dieter Düdder und seine Mitstreiter, gerade hierhin zum Pressegespräch einzuladen. Könnten doch gerade hier einige Ideen im Zuge der Radweg-Planungen auf der insgesamt 5,3 Kilometer langen Strecke eingestielt werden, bevor die Realisierung, vermutlich 2017, in Angriff genommen werden kann.

"Wir wollen nichts vorprägen"


„Wir wollen allerdings nichts vorprägen“, verdeutlichte Düdder gegenüber dem Ost-Anzeiger. In drei überparteilichen Bürgerwerkstätten möchte man deshalb die Körner und Gartenstädter, insbesondere die Anwohner der Trasse, noch rechtzeitig einbinden.

Bis März 2016, so Düdder, hofft man, dass diese Arbeitsgruppen zu den drei Teilprojekten Freizeit, Industriekultur und Naturschutz erste Ergebnisse vorlegen, die dann wiederum Ende März bei zwei Bürgerversammlungen in Körne und in der Gartenstadt vorgestellt werden sollen.

„Im Mai 2016 wollen wir dann mit der Verwaltung darüber reden was machbar ist“, erläuterte Heinz-Dieter Düdder die weitere Vorgehensweise. „Unser ,Wunschzettel‘ wird wohl nicht im Standardprogramm zu erfüllen sein. Aber wir in Körne haben immer gute Ideen. Die Mehrwerte müssen wir uns verdienen“, schmunzelt der Finanzexperte.

Direkte Verbindung zur Wambeler Gartenanlage "Friedlicher Nachbar"


Möglich sein sollte künftig am einstigen Körner Bahnhof am Ostende der Paderborner Straße so vielleicht nicht nur ein Picknick-Platz für rastende Radfahrer. Beispielsweise könnte hier auch endlich ein möglicher ebenerdiger Durchstich zur benachbarten Gartenanlage in Wambel erfolgen. Denn derzeit ist das eigentlich direkt angrenzende Pantoffelgrün nur über Umwege auch für die Körner zu erreichen, zeigten die Initiatoren um Heinz-Dieter Düdder und den Körner Kultur- und Kunstvereinsvorsitzenden Helmut Feldmann auf.

Direkte Nachbarn sitzen schon mit im Boot


Ins Boot geholt haben sich die Initiatoren indes für die drei geplanten Bürgerwerkstätten schon eine Reihe von Mitstreitern teils aus dem direkten Umfeld:
So liegt die Regie in Sachen Freizeit bei den „direkten Nachbarn“ Marc Hempel vom Libori-Kirchenvorstand und Michael Bode von den Libori-Pfadfindern. Mit dabei ist auch der in Dortmund allseits bekannte Fahrrad-Lobbyist Karl-Heinz Kibowski vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC), Kreisverband Dortmund.

Der Kultur- und Kunstverein um Helmut Feldmann will sich um den Erhalt bzw. um die Dokumentation der verbliebenen industriegeschichtlichen Zeugnisse der ehemaligen Bahntrasse kümmern. Zwar sind die Bahngleise längst aus dem Schotter entfernt. Doch die parallel verlaufende Gichtgas-Leitung - etwa weiter nördlich (nördlich der Brücke über den Hellweg) mit einer eindrucksvollen Traverse über die Trasse - will man gerne erhalten.

Federführend in Sachen Naturschutz – angedacht ist etwa eine so genannte Grüne Schule – sind Rolf Sobottka vom Projekt „Grüne Wege durch Körne“ und Agard-Vorsitzende Stephanie Wetzold-Schubert. In dieser Bürgerwerkstatt mit aktiv sind laut Düdder zudem der NABU, der Initiativkreis „Alte Körne“ und die städtische Grünflächen-Verwaltung.

Kontakt und weitere Infos bei Heinz-Dieter Düdder


Wer sich und seine Ideen in den drei genannten Bürgerwerkstätten mit einbringen möchte, sollte sich einfach an den Koordinator Heinz-Dieter Düdder wenden. Erreichbar ist er per Mail an h.duedder@dokom.net bzw. unter Telefon 0231-598817.
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