Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus: "Erinnerung heißt Verantwortung"

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Am 27. Januar 2017 gedachten zahlreiche Menschen bei der Gedenktafel an der Kommendemauer der Opfer des Nationalsozialismus: "Erinnern heißt Verantwortung - Auch für mich!" (Foto: Carsten Klink)
Dortmund: Kommendemauer |

"Erinnerung heißt Verantwortung - Auch für mich!" Unter diesem Motto fand am 27. Januar 2017 gegen 17 Uhr wieder die traditionelle Gedenkfeier an der Ehrentafel für die in der Nazi-Zeit ermordeten Brackeler Bürger an der Kommendemauer unweit des Brackeler Hellweg statt.

Der 27. Januar ist als Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus in Deutschland seit 1996 ein bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag. Er erinnert an den 27. Januar 1945. An diesem Tage wurde das deutsche Vernichtungslager Ausschwitz im damals von Deutschland besetzten Polen durch die Soldaten der Roten Sowjetarmee befreit.

Die Völker der Sowjetunion hatten mit über 20 Millionen Kriegstoten den größten Blutzoll der über 50 Millionen Toten des von Nazi-Deutschland begonnenen zweiten Weltkriegs entrichtet. Im Jahre 2005 erklärten die Vereinten Nationen den 27. Januar zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, dem über sechs Millionen Menschen jüdischen Glaubens zum Opfer fielen.

Zeichen für Toleranz und gegenseitigen Respekt

Auf der -ebenso wie in den Vorjahren- gut besuchten Veranstaltung in Dortmund Brackel sprachen nach der Kranzniederlegung Vertreter*innen von Flüchtlingsinitiativen und schilderten ihre oft allzu menschlichen Erfahrungen mit den Geflüchteten.

Der Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka schlug in einer kurzen, aber nicht minder eindrucksvollen Rede einen geschichtlichen Bogen von den damaligen Verhältnisse während des Nazi-Terrors bis in unsere heutige Zeit, in der an vielen Stellen der Welt wieder Öl ins Feuer gegossen werde.

Mit rund einhundert Menschen aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und politischen Formationen hat das Gedenken auch in diesem Jahr ein deutlichen Zeichen der Toleranz und des gegenseitigen Respekts setzen können.

Breites gesellschaftliches Bündnis

Die Gedenkveranstaltung wurde gemeinsam von den örtlichen Kirchengemeinden, den in der Bezirksvertretung Brackel vertretenen Parteien (SPD, CDU, LINKE, Grüne, Piraten), den Christ(inn)en für den Frieden/Pax Christi Dortmund, dem Internationale Rombergpark-Komitee, dem Netzwerk Frauen im Stadtbezirk Brackel und der Geschwister-Scholl-Gesamtschule Brackel veranstaltet.
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