"Hohenbuschei statt Airport besser mit dem Bus anbinden" // Muntere Debatte in der BV Brackel

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Abends nach 22.02 Uhr wollte DSW21 ursprünglich die Busfahrten der Linie 444 von und zum Flughafen Dortmund mangels Auslastung streichen. Das löste eine stadtweite Diskussion aus. Bleiben wird indes erst mal alles wie gehabt. (Foto: Flughafen Dortmund GmbH)
Dortmund: Bezirksvertretung Brackel |

Die Verwaltung wollte die abendliche Busanbindung des Flughafens streichen und statt dessen lieber die Siedlung auf Hohenbuschei in den Abendstunden besser anbinden. Dies hatte sie ursprünglich den mit beteiligten Bezirksvertretungen (BV) Aplerbeck und Brackel durch eine Vorlage zur jüngsten Sitzung mitgeteilt. Kurz vor der Sitzung wurde diese Vorlage allerdings zurückgezogen.

Da die aufgestellte Tagesordnung durch das Zurückziehen einer Vorlage nicht geändert wird, konnte die BV Brackel am gestrigen Donnerstag (26.11.) dennoch über den zurückgezogenen Plan der Verwaltung diskutieren. Dabei herrschte große Einmütigkeit darüber, dass ein großer Bus mit null bis fünf Fahrgästen selbst an einem – unkommentiertes Zitat aus der Vorlage: „Öko-Air-Port“ – ökologisch keinen Sinn macht und eine bessere Anbindung etwa von Hohenbuschei erheblich sinnvoller ist.

Und weil die Verwaltung als Grund für das Zurückziehen der Vorlage weitere Gespräche mit DSW 21 angegeben hatte, wollte es sich die BV Brackel nicht nehmen lassen, hier mit einem Hinweis auf ihre Meinung für eine bessere Diskussionsgrundlage zu sorgen.

Einstimmiger Beschluss gefasst


Sie beschloss daher einstimmig: „Die Bezirksvertretung Brackel fordert Verwaltung und DSW 21 auf, bei den laufenden Gesprächen dafür zu sorgen, dass die unnötigen Buskapazitäten – wie in der zurückgezogenen Vorlage beschrieben – für eine Verbesserung der Anbindung u.a. von Hohenbuschei genutzt werden. Für die beobachteten geringen Fahrgastzahlen (0-5) dürften selbst Einzel-Taxis kostengünstiger sein, ggf. können diese Lösungen auch zu Lasten des Flughafens gehen. Einer besseren Anbindung großer Siedlungen muss hier auf jeden Fall eine höherer Stellenwert eingeräumt werden!“

Die in der Begründung für die Absetzung der Vorlage angeführte Meinung von Stadtrat Ludger Wilde „eine Diskussion zum jetzigen Zeitpunkt erübrigt (sich)“ wies Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka zurück. Und die Bezirksvertretung belegte den bestehenden Diskussionsbedarf durch eine muntere Debatte.
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