Kein Finanzmarktpoker mit der Altersvorsorge - Erträge staatlicher Pensionsfonds brechen ein

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"Wir brauchen eine Erwerbstätigenversicherung für die Rente, in die alle Berufsgruppen einzahlen -auch Beamte, Selbständige und Abgeordnete.", erklärt Klaus Ernst (DIE LINKE) zur Entwicklung der staatlichen Pensionsfonds. (Foto: Katja Julia Fischer)

"Man darf jetzt nicht große Tränen darüber weinen, dass Geld sich nicht mehr verwertet. Der Einbruch der Pensionskassen sollte vielmehr Anlass sein, die Altersvorsorge dem privaten Kapitalmarkt zu entreißen", kommentiert Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, einen Bericht der Süddeutschen Zeitung, dem zufolge die derzeitigen Niedrigzinsen die Erträge staatlicher Pensionsfonds abstürzen lassen. Demnach sind die Renditen der Fonds 2015 teilweise auf unter zwei Prozent gesunken. 2016 habe sich der Negativtrend fortgesetzt.

"Wir brauchen eine Erwerbstätigenversicherung für die Rente, in die alle Berufsgruppen einzahlen -auch Beamte, Selbständige und Abgeordnete. Die Rente muss als öffentliches Umlagesystem organisiert sein. Das hat sich über Jahrzehnte bewährt, das sollte für alle Erwerbstätigen gelten. Private Sondersysteme und Finanzmarktpoker sollten für die Altersvorsorge schlicht abgeschafft werden. Auch die geplante Reform der Betriebsrente ändert am Dilemma nichts. Der Flop der Riesterrente hat bewiesen, dass private Versorgungssystem zunächst dem Interesse des Finanzmarktes dienen, und die decken sich nicht mit den Interessen von Erwerbstätigen für ihre Altersvorsorge. Man darf den gleichen Fehler nicht zweimal machen, sondern muss die gesetzliche Rentenversicherung für alle öffnen und über die Anhebung des Leistungsniveaus wieder wetterfest machen.", erklärt Klaus Ernst (DIE LINKE).

Den Artikel "Erträge der staatlichen Pensionsfonds brechen" von Thomas Öchsner in der Süddeutschen Zeitung ein finden Sie hier.
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