Kino auf Hohenbuschei? // BV Brackel legt Widerspruch gegen Verhinderungspläne der Stadtplaner ein

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Die Brackeler Stadtbezirkspolitiker befürworten einmütig ein Kino auf Hohenbuschei. (Foto: Rainer Sturm / www.pixelio.de)
Dortmund: Gewerbegebiet Hohenbuschei |

„Wir finden es einfach nicht hinnehmbar, dass gerade ein Kino kategorisch ausgeschlossen werden soll“, findet nicht nur Brackels Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka.

Einstimmig hat die Bezirksvertretung (BV) Brackel jetzt Widerspruch gegen einen entsprechenden Passus im Änderungsvorschlag der städtischen Planer für den Bebauungsplan Hohenbuschei (Br 203) eingelegt.

Denn die Verwaltung möchte bereits konkrete Kino-Planungen im Gewerbegebiet auf Hohenbuschei verhindern (der Ost-Anzeiger und der Lokalkompass Dortmund-Ost berichteten): „Kinoeinrichtungen werden aus städtebaulicher Sicht eher in den Stadtbezirkszentren bzw. der Innenstadt gesehen, um die Attraktivität dieser nachhaltig zu stärken“, heißt es in deren Vorlage entsprechend.

Programmkino mit höchsten 6 Sälen und 800 Plätzen

Das Dorstener Unternehmen Ottmann Consulting, das schon das Großkino CineStar hinter dem Hauptbahnhof entwickelt hatte und auf Hohenbuschei auch in Sachen Seniorenwohnungen aktiv ist, plant in Brackel einen Veranstaltungskomplex mit fünf bis sechs Sälen und 700 bis 800 Plätzen. Auch im Sinne der Hohenbuschei GmbH.

„Und das würde auch gut dahin passen“, gibt Czierpka die Meinung der BV Brackel wieder, „denn statt eines x-beliebigen Gewerbes könnte da eben auch ein Programmkino mit mehreren Sälen entstehen. Eben kein zweites CineStar mit den Mega-Block-Bustern, sondern ein Kino auch für die kleinen und interessanten Filme“, sieht der Bezirksbürgermeister Dortmund derzeit „kinomäßig bestenfalls als Provinz“.

Zudem sieht die BV nicht ein, dass alles nur in die Innenstadt oder gegebenenfalls noch nach Hörde kommt. „Aber Brackel ist auch kein Kuhdorf, so ein Programmkino täte uns im Stadtbezirk gut. Vor allem, weil die Räume tagsüber auch für andere Zwecke zur Verfügung stehen würden“, verweist Czierpka zudem – auch wegen der im Kino vorgesehenen Gastronomie – auf Synergieeffekte hinsichtlich des nah gelegenen BVB-Trainingszentrums.

Ausschuss AUSWI hat Beschluss auf Februar verschoben

Auch wegen anderer Änderungswünsche hat der Ratsausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung, Wohnen und Immobilien (AUSWI), der diese Woche schon über die Bauleitplanung auf Hohenbuschei beschließen sollte, die Vorlage auf seine nächste Sitzung am 15. Februar 2014 verschoben.
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