Lkw-Durchgangsfahrverbot auf der B1 im Rat: SPD will gesamtstädtisches Verkehrskonzept

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Die hohe Stickstoffdioxid-Belastung an der B 1 ist Hintergrund des Vorschlags für ein Lkw-Verbot. (Foto: Günther Schmitz)
Dortmund: B1 in der Gartenstadt |

Zur Ratssitzung am Donnerstag, 15. Mai, wird auch das geplante Lkw-Durchgangsfahrverbot auf der Bundestraße 1 wieder auf der Tagesordnung stehen. Die Verwaltung hatte mit der Vorlage im Februar die Forderung der B1-Bürgerinitiative aufgegriffen und ein auf vier Jahre befristetes generelles Lkw-Durchgangsfahrverbot für die B1 vorgeschlagen.

Der SPD-Ratsfraktion war es wichtig, vor einer Beschlussfassung zu diesem Thema die Meinung in den Stadtbezirken einzuholen. Der planungspolitische SPD-Sprecher Helmut Harnisch erklärt dazu: „Die Reaktion der Mehrzahl der Bezirksvertretungen ist eindeutig. Gerade den Autobahnanrainern kann nicht noch eine zusätzliche Mehrbelastung an Lärm und Luftschadstoffen zugemutet werden. Die wünschenswerte Entlastung der B 1-Anwohner ist nur dann zu erklären, wenn gleichzeitig sichergestellt werden kann, dass eine Mehrbelastung für andere Dortmunder Stadtteile möglichst ausgeschlossen werden kann.“

Aus diesem Grund möchte die SPD von der Verwaltung ein gesamtstädtisches Verkehrskonzept erarbeitet haben, um möglichst alle von Lärm und Luftschadstoffen betroffene Bürger entlasten zu können. Für die SPD-Ratsfraktion stellt die Verlagerung des Lkw-Durchgangsverkehrs von der B1, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, zudem keine nachhaltige und ökologisch sinnvolle Alternative zum jetzigen Stand dar. Die Gesamtbelastung mit Luftschadstoffen werde durch die weiträumige Umlegung des Lkw-Durchgangsverkehrs deutlich erhöht.

Harnisch: „Der SPD-Fraktion ist es sehr wichtig, eine anwohnerfreundliche und zugleich auch ökologisch vertretbare Lösung der Problematik zu finden. Daher haben wir im Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung, Wohnen und Immobilien beantragt vor einer möglichen Beschlussfassung der Vorlage ein gesamtstädtisches Verkehrskonzept zur Lösung dieser und anderer Verkehrsprobleme erstellen zu lassen.“
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