Mit 18 in den Landtag: Celine Erlenhofer ist Direktkandidatin für die Partei Die Linke in Dortmund

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Celine Erlenhofer kandidiert für den NRW-Landtag (Foto: Behlau/ Die Linke)
 
Celine Erlenhofer bei einem Besuch im Bundestag in Berlin (Foto: Behlau/ Die Linke)
Dortmund: Parteibüro DIE LINKE/Ulla Jelpke | Sie ist eine der jüngsten Kandidatinnen für die Landtagswahl überhaupt: Celine Erlenhofer (18) aus Dortmund. Während andere 18-Jährige durch die Diskos ziehen, zieht Celine für die Partei Die Linke in den Wahlkampf. Politik ist ihr Leben: Freihandelsabkommen, Europapolitik, Bildungspolitik, Flüchtlingspolitik und mehr.

„Bei der letzten Kommunalwahl war ich erst 15. Und ich durfte nicht wählen. Das hat mich maßlos geärgert“, erinnert sich Celine. Informiert hat sie sich dennoch. An den Info-Ständen der Parteien. Und im Internet. „Ich hatte damals einen Lehrer, der mich mit seinem Unterricht unheimlich für Politik begeistert hat. Ich sollte in der Schule ein Referat über die anstehenden Wahlen halten, dadurch habe ich die Grundstruktur hier in Dortmund kennen gelernt.“ Doch sie hat bei ihren Recherchen noch viel mehr erfahren. Über die politische Arbeit in Dortmund. Und über die Parteien und ihre Programme generell.

„Als ich mich in die Agenda 2010 und die so genannten Sozialreformen eingearbeitet habe, war ich richtig geschockt. Deshalb habe ich mich für Die Linke entschieden. Diese Partei ist die einzige für mich, die noch heute den sozialen Gedanken verkörpert.“

Celine Erlenhofer war konsequent: Sie wurde Mitglied im Dortmunder Kreisverband der Partei Die Linke – und für sie war schnell klar. „Das ist meine Welt.“ Kurz nach ihrem 17. Geburtstag wurde Celine Mitglied im erweiterten Kreis-Vorstand in Dortmund. Schon knapp anderthalb Jahre später folgte die Nominierung zur Direktkandidatin im Dortmunder Osten. „Ich weiß, dass ich noch viel lernen muss und dass meine Chancen, als Direktkandidatin den Wahlbezirk 113 zu gewinnen, in der SPD-Stadt nicht besonders groß sind“, sagt Celine. „Aber ich hoffe dass ich mit meiner Kandidatur insbesondere bei den jungen Menschen ein Zeichen setzen kann. Und auch den Älteren, die leider oftmals ungehört bleiben, will ich zeigen, dass in unseren Reihen an sie gedacht wird. Auch von einer jungen Kandidatin. Denn wir Jungen stehen doch für die Zukunft.“

Doch nicht nur darum geht es Celine. Auch soziale Themen allgemein liegen ihr am Herzen. „Zu meinem Wahlkreis gehört auch der soziale Brennpunkt Scharnhorst. Dort will ich viel vor Ort sein. Ich will, dass die Leute sehen, dass sich jemand für sie und ihre Probleme interessiert und für sie einsetzt.“

Und so eilt Celine im Moment von Termin zu Termin. Vom Neujahrsempfang der Linken & Piraten zum Infostand in Brackel hin zur Frauentags-Veranstaltung im Keuninghaus. „Ich bekomme natürlich Unterstützung vom Kreisverband“, erzählt die 18-Jährige. „Visitenkarten, Flyer, Unterstützung an den Wahlkampfständen.“

Zeit dafür hat Celine im Moment. Erst mit dem Sommersemester will die Dortmunderin das Jura-Studium in der Nachbarstadt Bochum aufnehmen. „Das ist anspruchsvoll, aber das hilft sicher bei einem politischen Vorankommen.“ Denn Celine ist fest davon überzeugt und auch entschlossen, dass sich ihre Zukunft in der Politik abspielen wird. „Es gibt so viel zu tun. Im sozialen Bereich. In der Flüchtlingsarbeit. In der Bildungspolitik, und vor allem bei den Freihandelsabkommen. Die meisten denken dabei nur an Kanada und die USA. Aber kaum einer weiß, dass wir Afrika maßlos ausbeuten. Das muss ein Ende haben.“

Und so zieht Celine weiter in den Wahlkampf. Zwei Wählerstimmen hat die linke Kandidatin schon sicher. Ihre Eltern. Celine lacht: „Das war gar nicht so einfach, sie zu überzeugen. Ich komme schließlich aus der klassischen Reihenhaus-Mittelschicht.“
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