Neujahrsgruß 2017 // Von Udo Dammer, Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Innenstadt-Ost

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Udo Dammer, Bezirksbürgermeister Innenstadt-Ost. (Foto: Stadt Dortmund)
 
Ein Dauerbrenner auf der politischen Agenda im Stadtbezirk Innenstadt-Ost bleibt die hohe Schadstoffbelastung durch den Lkw- und Pkw-Verkehr zum Beispiel auf der Bundesstraße 1. (Foto: Günther Schmitz)

Zum bevorstehenden Jahreswechsel hat sich Udo Dammer, Bezirksbürgermeister des Dortmunder Stadtbezirks Innenstadt-Ost, mit seinem traditionellen Neujahrsgruß 2017 an die Öffentlichkeit gewendet.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger im Stadtbezirk Innenstadt-Ost,

mit meinem traditionellen Neujahrsgruß möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich bei den vielen Ehrenamtlichen in Vereinen, Verbänden und Kirchengemeinden, die oftmals abseits öffentlicher Presseberichterstattung großartige und unverzichtbare Arbeit für unsere Gesellschaft leisten, herzlich zu bedanken.

Der Stadtbezirk Innenstadt-Ost gilt auch weiterhin als gute Adresse für Wohnen und Leben in jedem Alter, so dass die Nachfrage auf dem Immobilien- und Wohnungsmarkt sehr groß ist. So wurde bereits mit der Errichtung des ersten von fünf Wohnblöcke mit insgesamt 180 Wohnungen an der Bremer Straße begonnen, wodurch allein schon die Bremer Straße ein attraktiveres Gesicht mit vielen neuen Nachbarn erhalten wird. Diese Baumaßnahme wird bis 2018 abgeschlossen sein.

Daneben werden die planerischen Vorbereitungen für die Bebauung des ehemaligen Südbahnhofs (Kronprinzen-Viertel) fortgeführt wie auch die Bebauung des ersten Abschnittes des Areals des Kinder- und Jugendtheaters nebst Berufskolleg an der Sckellstraße.

Hinzugekommen ist die Planung für die Wohnbebauung auf dem ehemaligen DEW-Gelände an der Deggingstraße, die auch bereits in der Grobplanung in einer Bürgerinformationsveranstaltung vorgestellt worden ist. Insgesamt geht es hierbei um circa 1000 neue Wohneinheiten.

Die Schaffung barrierefreier Haltestellen entlang der U-Bahnlinien U43 und U47 bleibt auch im kommenden Jahr ein überaus wichtiges Thema. Durch den Ausfall von Fahrzeugen der Linie U43 hat sich die Situation im Laufe des Jahres sogar noch verschlechtert. Leider ergibt sich für beide Linien immer noch keine belastbare Zeitschiene für deren Umbau. Daher wird dieses Thema auch im kommenden Jahr weiter intensiv politisch begleitet werden.

Ein politischer Dauerbrenner bleibt die unverminderte Belastung des Stadtbezirks Innenstadt-Ost mit Luftschadstoffen durch den Lkw- und Pkw-Verkehr. Die bereits vorhandenen Messstellen entlang der B1, der Märkischen Straße und der Ruhrallee haben auch im Jahr 2015 deutlich überhöhte NO²( Stickstoffdioxid )-Werte ermittelt, die laut EU-Regelungen nicht mehr tolerabel sind. Unrühmlicher Spitzenreiter ist leider die Messtelle Ruhrallee mit bis zu 63 µg, bei zulässigen 40 µg. Hier geht es um die gesundheitliche Gefährdung vieler Bürgerinnen und Bürger des Stadtbezirkes, gegen die sich die Bezirksvertretung Innenstadt-Ost auch weiterhin vehement wenden wird.

Dauerstaus zum Beispiel auf der Hamburger Straße stadteinwärts und der östlichen Saarlandstraße tragen auch weiterhin zu hohen Immissionsbelastungen bei ebenso wie die deutlich zunehmenden Schleichverkehre südlich und nördlich der B1.

Vor diesem Hintergrund ist auch die unterbrochene politische Beratung zur Einführung von Anwohner-Parkzonen im Bereich Hainallee und Markgrafenstraße zu sehen. Inzwischen beklagen sich vermehrt Bewohner das Kaiserstraßen-Viertels über die dortige Parksituation. Es geht bei der Einführung dieser Zonen insbesondere auch um den gesundheitlichen Schutz der Anwohner, so dass sicherlich im kommenden Jahr dieses Thema weiter verfolgt werden muss.

Auch im kommenden Jahr fördert die Bezirksvertretung wegen der sozialräumlichen Struktur des Stadtbezirkes die aufsuchende Jugendarbeit einerseits und sichert andererseits die Fortsetzung des sehr nachgefragten Seniorenbriefes. Projektanträge der im Stadtbezirk ansässigen Vereine, Verbände und Kirchengemeinden werden weiterhin durch die Vereins- und Kulturförderung der Bezirksvertretung Innenstadt-Ost in Anerkennung der wichtigen sozialen Arbeit gefördert.

Die Schaffung weiterer Kita-Plätze insbesondere für die U3-Betreuung bleibt ein wichtiges Thema der kommenden Jahre. Daher ist es wichtig, dass im Mai die neue Kita Strohnstraße und im November die zweite Kita an der Berliner Straße eröffnet worden sind. Eine weitere Kita an der Hohwart-Grundschule ist im Bau und zwei weitere im Bereich des Wasserturms am Heiliger Weg sind in Planung.

Endlich konnte auch Anfang Dezember die große Straßenbau-Maßnahme Am Zehnthof begonnen werden, so dass diese viel befahrene Straße wieder für alle Verkehrsteilnehmer und Fußgänger ohne Hindernisse genutzt werden kann.

Die Realisierung des Gartenstadt-Radweges zwischen Brackeler Straße und Phoenix-See hat sich aufgrund eines umfangreichen Antragsverfahrens zur Gewährung öffentlicher Zuschüsse nochmals verzögert. Sofern der zum Jahreswechsel in Aussicht gestellte Kaufvertragsabschluss erfolgt, könnten dann im Spätsommer die ersten Arbeiten auf der Trasse erfolgen. Ich hoffe, dass danach die Anregungen und Ideen aus der Anwohnerschaft und des Naturschutzes zur Gestaltung der Strecke zur Umsetzung gelangen werden.

Zur Aufenthalts- und Lebensqualität im Stadtbezirk tragen neben dem traditionellen Kaiserstraßenfest, dem Körner Treff und dem Saarlandstraßen-Fest auch das Brunnenfest am Robert-Koch-Platz und die Veranstaltung „Körne blüht auf“ auf dem Körner Platz dank des Einsatzes vieler Bürgerinnen und Bürger weiterhin bei.

Ohne dieses breite Engagement würde es viele soziale Angebote nicht mehr geben und unser Stadtbezirk wäre um vieles ärmer und kälter. Gesucht werden auch im neuen Jahr am Ehrenamt interessierte Anwohnerinnen und Anwohner zur Fortführung und zum Ausbau der vielfältigen Angebote. Machen Sie mit und machen Sie sich selbst und anderen mit Ihrem Engagement eine Freude.

Uns allen wünsche ich für 2017 viel Gesundheit, Zufriedenheit und Optimismus.

Ihr Udo Dammer,
Bezirksbürgermeister Innenstadt-Ost
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