Schulcontainer an der Brackeler Geschwister-Scholl-Gesamtschule werden zu Wohncontainern für Flüchtlinge

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Ruhe vor dem Umbau. So sah heute Mittag das verlassene Schulcontainer-Dorf östlich der Geschwister-Scholl-Gesamtschule – neben dem Sportplatz – aus. Der bereits begonnene Abbau der für den Schulbetrieb nicht mehr benötigten Container wurde gestoppt. Auf dem eingezäunten Gelände sollen nun Flüchtlinge untergebracht werden. (Foto: Günther Schmitz)

Der Abbau nicht mehr benötigter Schulcontainer an der Haferfeldstraße wurde bereits gestoppt: Sie werden zu Wohncontainern für Flüchtlinge umgebaut. Dies bestätigte heute (11.8.) Brackels Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka.

Hintergrund dafür ist, dass die Zuweisung von Flüchtlingen an die Stadt Dortmund in den letzten Wochen sprunghaft gestiegen ist. Wurde auf Grundlage der tatsächlichen Zuweisungszahlen bis zum 1. Juli noch mit 50 Flüchtlingen pro Woche geplant, musste der Krisenstab die Zahl nur einen Tag später bereits auf 75 erhöhen. Aktuell erhält Dortmund aber bis zu 150 Zuweisungen pro Woche.

„Diese Menschen müssen versorgt werden und ein Dach über dem Kopf bekommen“, sagt auch Bezirksbürgermeister Czierpka.

Und weil zum einen der Wohnungsmarkt eine so große Zahl von Menschen kurzfristig nicht aufnehmen kann und zum anderen die Übergangseinrichtungen ausgelastet sind, werden so bereits erneut Sporthallen in Dortmund für die Unterbringung der Asylbewerber hergerichtet werden.

„Das ist kein Zustand auf Dauer, weder für die Flüchtlinge, noch für die Sportler. Daher werden weitere Unterkünfte dringend benötigt“, ergänzte Czierpka, zurzeit noch im Urlaub, per Info-Mail.

Weitere Einheiten sollen dazu aufgestellt werden


In Brackel auf dem Gelände der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (GSG) sollten nicht mehr benötigte Schul-Container abgebaut werden. Diese Arbeiten sind nun gestoppt worden. Die Container werden jetzt für Wohnzwecke umgebaut und durch weitere Einheiten ergänzt.

Die Schule ist informiert, die Politik im Stadtbezirk wird das Projekt noch in dieser Woche, unmittelbar nach Ende der Sommerpause, mit Sozialdezernentin Birgit Zoerner diskutieren. GSG-Schulleiter Klaus Zielonka ist dazu ebenfalls eingeladen. Dabei wird die Verwaltung den bisherigen Planungsstand schildern.

Größenordnung wie Wickeder Flüchlingsdorf Morgenstraße?


Zahlen hinsichtlich der in Brackel unterzubringenden Flüchtlinge konnte Czierpka auf telefonische Anfrage des Ost-Anzeigers heute nicht nennen. Der Bezirksbürgermeister geht aber hinsichtlich des entstehenden Flüchlingsdorfs von einer „Größenordnung wie in Wickede“ aus.

BV plant die Information der Nachbarschaft


Die Bezirksvertretung (BV) Brackel werde die Information der Nachbarschaft und die Organisation der ehrenamtlichen Betreuung planen, kündigte Czierpka gestern weiter an: „Ähnlich wie in Wickede werden wir Vereine, Verbände, die Kirchen und Schulen zu einem offenen Gespräch einladen. Durch das Ende der Sommerferien hoffen wir, diese Termine nun zügig organisieren zu können. Wir werden über alle Schritte schnell und umfassend informieren.“
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