Trödelmarkt im Fredenbaum muss erhalten werden - 20.000 Euro flossen in die Stadtkasse

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"Eigentlich soll doch gerade der Dortmunder Norden gestärkt werden. Aber mit solchen negativen Entscheidungen wird das mit großem Tamtam vom Oberbürgermeister angekündigte Nordwärts-Projekt ad absurdum geführt", kritisiert der stellvertretende Bürgermeister des Bezirks Innenstadt Nord, Cüneyt Karadas (Fraktion DIE LINKE & PIRATEN).
Dortmund: Fredenbaumpark |

Die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN lehnt das von der Stadtverwaltung diskutierte Ende des Trödelmarktes im Fredenbaum ab.

Die Verwaltung hatte mit Hinweis auf die knappe Personaldecke eine Weiterführung dieser traditionellen städtischen Veranstaltung im Dortmunder Norden abgelehnt, sollten sich keine ehrenamtlichen Betreiber finden lassen.

Für Prestigeobjekte Millionen - Für den Norden nicht mal Personal

"Es ist unglaublich, dass für Prestigeprojekte wie das Fußballmuseum oder den Kirchentag Millionen da sind, für eine Veranstaltung im abgehängten Norden aber das Personal angeblich fehlt", so der finanzpolitische Sprecher Carsten Klink der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN. Seine Fraktion will sich deshalb bei den Haushaltsberatungen 2016 für eine Fortsetzung der beliebten Trödelmärkte einsetzen. "Auch wenn das bedeutet, dass im zuständigen Tiefbauamt das Personal verstärkt werden muss", so Ratsmitglied Klink.

Den Linken & Piraten sei klar, dass die Organisation und Kontrolle eines 300-Stände-starken Marktes, der vier Mal im Jahr stattfindet, nicht nebenbei zu erledigen sei. Man dürfe aber nicht außer acht lassen, dass durch die Standgebühren bislang auch rund 20.000 Euro jährlich in die Stadtkasse geflossen seien.

Es könne aber nicht die Aufgabe von Ehrenamtlern sein, immer dann aktiv zu werden, wenn sich die Stadt aus der sozialen Verantwortung stehlen wolle. "Dann könnten wir ja auch langfristig die Berufsfeuerwehr durch die Freiwillige ersetzen", so Ratsmitglied Klink.

Großes Tamtam des Oberbürgermeisters

"Eigentlich soll doch gerade der Dortmunder Norden gestärkt werden. Aber mit solchen negativen Entscheidungen wird das mit großem Tamtam vom Oberbürgermeister angekündigte Nordwärts-Projekt ad absurdum geführt", kritisiert der stellvertretende Bürgermeister des Bezirks Innenstadt Nord, Cüneyt Karadas (Fraktion DIE LINKE & PIRATEN).

Ratherr Thomas Zweier (LINKE), der als Mitglied im Kultur- und Sportausschusses auch für den Bereich Freizeit zuständig ist, sieht noch einen weiteren Aspekt: "Es geht nicht nur um das Vergnügen, das Herumschlendern und die Schnäppchenjagd für potenzielle Käuferinnen und Käufer, sowie um eine Attraktivitätssteigerung der Nordstadt. Für viele Verkäuferinnen und Verkäufer bedeutet der Stand auf einem Flohmarkt oft die Aufbesserung eines kargen Einkommens."
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