Gänsekönigspaar André I. und Andrea II. regiert in Kurl // Tolles Volksfest mit 50. Gänseköppen gefeiert

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André I. (Wellmann) durchtrennte beim 50. Volksfest-Gänseköppen den Hals der Kunstgans, holte die Regentschaft für zwei Jahre "hinter die Schranke" nach Fleier. Beim Festumzug präsentierte sich Kurls neuer Gänsekönig gemeinsam mit seiner Königin Andrea II. (Kretz) im Cabrio dem Volk. (Foto: Günther Schmitz)
 
Elfmeterschießen im Festzelt. Kunstrasen Atzen gegen Cervecao. (Foto: Günther Schmitz)
 
Elfmeterschießen im Festzelt. Hier: Kunstrasen Atzen gegen Cervecao. (Foto: Günther Schmitz)

Es war definitiv der Höhepunkt des Jahres im Doppeldorf Kurl und Husen. Klasse Wetter, tolle Stimmung und ein fantastisches Publikum belohnten die ausrichtende Kurler Kolpingsfamilie.

Vier Tagel lang - vom 8. bis zum 11. September - stand Kurl beim traditionellen Volksfest mit „Gänseköppen“ buchstäblich kopf - und angesichts der Sonne auch im Tauwetter für Wohlbeleibte.

"Forever young" – unter diesem Motto war die Kolpingsfamilie St. Johannes Baptista im 94. Jahre ihres Bestehens und zum Jubiläum des 50. Gänseköppens das Programm fürs Kurler Volksfest 2016 angegangen.

Paukenschlag beim Elfmeterschießen


Begonnen hatte das Fest am Donnerstagabend gleich mit einem Paukenschlag beim Elfmeterschießen im Festzelt an der Greveler Straße: Der SC Husen-Kurl 3 setzte sich mit 5:3 gegen den SC Trinkfest durch. Vorjahressieger SG Dynamo Tresen erreichte Platz 3 dank Sieg im kleinen Finale gegen TuS Zielsicher durch. Eröffnet hatten das noch amtierende Kurler Gänsekönigspaar Mark I. (Oelmüller) und Anne I. (Leitsch) diesen Traditionswettbewerb der befreundeten Gruppen und Vereine mit dem ersten Schuss. Josef Hülsmann überreichte zum Abschluss den Mannschaftsführern der Siegerteams den Siegerpokal und die Siegerschecks: Verzehrgutscheine für feste und flüssige Nahrung.

Weiter ging es im Festzelt am Freitag mit dem Kindernachmittag mit Markus Potthoff, der wieder alle Kinder begeisterte und auch König Mark I. gern mitmachen lies. Das Königspaar ließ es sich zudem nicht nehmen, alle kleinen und großen Kinder mit einem Wassereis zu erfreuen.

Am Abend bebte dann das Zelt zum ersten Mal mit der Band "Burning Heart".

Am Samstag, der alten Tradition folgend, legte die Kolpingsfamilie zunächst am Ehrenmal auf dem Kurler Friedhof einen Kranz nieder, bevor der amtierende König Mark I. mit dem ersten Schlag am Nachmittag im Zelt das 50. Gänseköppen eröffnete. Vor zwei Jahren hatte sich Mark Oelmüller aus Kurl (vor der Schranke) mit dem 89. Schlag durchgesetzt. In Garten des amtierenden Königs an der Langen Wiese war eine Woche vor dem Fest 2016 die wieder von Franz-Josef Wesselmann liebevoll gestaltete Gans auf den Namen "Kolpina Esmeralda" getauft und in die Kopingfamilie aufgenomen worden.

In diesem Jahr war es ein harter Kampf, bei dem sich bis zum Schluss zwei Kandidaten einen fairen Wettstreit lieferten, der weit über eine Stunde dauerte. Der Glückliche war schließlich Andre Wellmann, der mit dem 86. Schlag den Kopf der Kunstgans vom Rumpf abtrennen und damit die Regentschaft wieder hinter die Schranke nach Fleier holen konnte.

Schlagerparty war ein voller Erfolg


Am Samstagabend bewies sich das neue Kolping-Festkonzept als Erfolgsgarant, der Schlagerparty mit den „Barmherzigen Plateausohlen“ aus dem saarländischen Rehlingen sei Dank. Das Kurler Festzelt habe "einen solchen Zuspruch und so begeisterte Gäste lange nicht mehr gesehen", wie Kolping-Sprecher Dieter Rohrbeck befand: "Zwischenzeitlich hatte man fast schon Angst, dass der Zeltboden brach, so sehr ließen die Gäste das Zelt in den Grundfesten erzittern." Zeit zum Atemholen und Durchschnaufen gab es nicht, in den Set-Pausen haute der DJ die Mucke raus und bannte die Festgäste auf der Tanzfläche.

Am Sonntag wurde nach dem ökumenischen Festgottesdienst im Zelt, gemeinsam zelebriert von Pfarrerin Magdalene Grünke und Pastor Manfred Wacker, dem neuen zusätzlichen Geistlichen im Pastoralen Raum Kirche Dortmund Nordost, dann das neue Gänsekönigspaar André I. (Wellmann) und Andrea II. (Kretz) und ihr Hofstaat inthronisiert, die später am Nachmittag im großen Festumzug durch das Dorf ziehen bzw. fahren konnten.

18 Paare bilden den neuen Hofstaat. Und auch bei der Besetzung der Ämter Neuerungen: So wurden wichtige Ministerien neu gebildet und besetzt, um den wachsenden neuen Anforderungen gerecht werden zu können. "Dazu zählen die Ministerien für Husen-Kurler Zusammenarbeit und, ganz besonders, die Ministerien für Bienenzucht, Brandschutz sowie Innovation und Inneneinrichtungsgestaltung", betonte Kolping-Sprecher Dieter Rohrbeck.

Ein besonderes Highlight nach dem Umzug vom Elisabeth-Krankenhaus zum Festplatz an der Greveler Straße bot wieder einmal der Auftritt des Husener Kolping-Hofstaats im Festzelt: Diesmal hatten die Kolpingfreunde aus dem Nachbardorf Mitleid mit dem neuen Kurler Königspaar und ihrem Schlafentzug nach drei Tagen Dauerfeiern und anstrengendem Festumzug. Kurzerhand lud man André I. und Andrea II. zu einem kleinen Schläfchen im Bett im Kornfeld ein. Leider stand beiden aber nur ein gemeinsames Nachgewand zur Verfügung. Und auch die Kissen mussten die beiden noch selber füllen. "Aber das haben sie sehr gut gemacht", befand Dieter Rohrbeck.

Beendet wurde das Fest mit der Auslosung der großen Tombola. Der Erlös wird traditionell wohltätigen Zwecken zur Verfügung gestellt, diesmal der Stiftung „BeneVolens“ der Kommende Dortmund in Brackel. Erich G. Fritz als Schirmherr war selbst anwesend, ebenso die Bundestagsabgeordnete Sabine Poschmann und die Landtagsabgeordnete Nadja Lüderns (beide SPD), die - wie auch MdB Steffen Kanitz (CDU) -, gemeinsam die Tombola unterstützt hatten.

"Alles in allem ein gelungenes Fest mit einem fantastischen Publikum und Rahmen", zog die Kurler Kolpingsfamilie ein überaus positives Fest-Fazit. Turnusgemäß findet das nächste Kurler Volksfest dann in zwei Jahren, voraussichtlich vom 7. bis 10. September 2018, statt. Zunächst einmal wird aber 2017 in Husen das Dorffest unter Regie der Husener Kolpingsfamilie gefeiert.

Nicht zu vergessen bleibt die Danksagung der Kurler Kopingsfamilie für die breite Unterstützung bei der Durchführung des Volksfests, an Sponsoren, Festteilnehmer und Zuschauer. Ihr besonderer Dank gilt indes dem neu gegründeten Verein der Brauchtumsfreunde Courl, der es sich zu seiner ersten Aufgabe gemacht hat, die Tradition des Kurler Volksfestes zu erhalten und in diesem Jahr dank großzügiger Spenden die Musikbegleitung beim Festumzug und die Verpflegung der Kapellen ermöglichte.


Fotos: Günter Schmitz (22) / Hartmut Neumann (7)
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