Der Höhepunkt der Saison: Am Sonntag lockt das 131. Deutsche St. Leger zum Renntag nach Wambel

Wann? 20.09.2015 13:00 Uhr

Wo? Galopprennbahn Dortmund, Rennweg 70, 44143 Dortmund DE
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Favorit auf den Sieg beim 131. Deutschen St. Leger ist der dreijährige Hengst Nordic Flight, hier im Bild bei seinem Sieg Ende August im Auktionsrennen um den Preis der BBAG-Jährlingsauktion in Iffezheim. (Foto: Marc Rühl / DRV)
 
Wie hier beim Sparkassen-Renntag im Mai hofft der Dortmunder Rennverein zum Höhepunkt der Saison und den letzten Galopprennen auf Gras in 2015 auf guten Besuch in Wambel. Lockt doch der Große Preis von DSW21 - 131. Deutsches St. Leger. (Foto: Marc Rühl / DRV)
 
Letzter großer Renntag in Dortmund war im Juni mit dem Großen Preis der Wirtschaft. (Foto: Marc Rühl / DRV)
Dortmund: Galopprennbahn Dortmund |

Am Sonntag, 20. September, um 16.25 Uhr wird das Saison-Highlight auf der Dortmunder Galopprennbahn in Wambel gestartet: der Große Preis von DSW 21 – 131. Deutsches St. Leger.

Das St. Leger ist ein Rennen der Europa-Gruppe 3, das mit 55.000 Euro dotiert ist. Über die Extremdistanz von 2800 Meter ist es das wichtigste Galopprennen in Deutschland. Neun Kandidaten bemühen sich um die 32.000-Euro-Siegprämie. Favorit ist der dreijährige Hengst Nordic Flight, dessen Trainer Peter Schiergen das St. Leger zum fünften Mal gewinnen will.

Zweites sportliches Highlight an diesem Tag ist eine mit 52.000 Euro dotierte Prüfung für zweijährige Stuten: Im Großen Preis von WILO – BBAG Auktionsrennen über 1400 Meter kommen ebenfalls neun Pferde an den Ablauf. Es ist das dritte Rennen des Tages.

Auch Kamele auf dem Geläuf


Direkt im Anschluss daran kommt es zu einem Rennen der besonderen Art: Vier Kamele „wetteifern“ auf dem Geläuf in Wambel. Vor dem Auftritt können die Kamele gestreichelt werden, danach besteht für Kinder sogar die Möglichkeit, auf ihnen zu reiten.

Als viertes Galopprennen kommt dann die „Wettchance des Tages“ mit einer Garantieausschüttung von 15 000 Euro in der Viererwette.

Der Renntag mit neun Rennen beginnt bereits um 13 Uhr


Der Renntag auf der Galopprennbahn am Rennweg 70 beginnt bereits um 13 Uhr. Neun Rennen sind angesetzt; der letzte Start ist um 17.25 Uhr geplant. – Ein besonderer Hinweis für BVB-Fans: Wer mit Schal, Mütze oder BVB-Trikot vor 13 Uhr kommt, erhält einen Getränkegutschein. – Wohl auch ein Zugeständnis wegen des unglücklichen Termin-Zusammenpralls mit dem um 17.30 Uhr beginnenden BVB-Heimspiel gegen Leverkusen.

Für Wett-Informationen und Unterhaltung aus dem Führring vor dem Rennen sorgen TV-Moderator Uli Potofski und Rennkommentator Pan Krischbin.

Eintritts-Vergünstigungen und Aktionen für Wettfreunde


Monatskarten-Inhaber von DSW21 haben freien Eintritt. Vom freien Eintritt bis zum Wett-Jeton-Bonus gibt es Vergünstigungen für Wettfreunde. Regulärer Eintrittspreis inklusive Rennprogramm: 8 Euro inklusive eines informativen Rennprogramms.

Die Sandbahn-Saison in Wambel startet dann am Montag, 5. Oktober.


Das Starterfeld Großer Preis von DSW21 - 131. Deutsches St. Leger / Gruppe 3, 2800 Meter, 55.000 Euro



1 Finoras, 4 Jahre, Markus Münch, Stephen Hellyn - Finoras hat bei drei Starts in dieser Saison zwei Mal gewonnen, zuletzt Ausgleich II in Düsseldorf über 2.950m. Jockey Hellyn war im Vorjahr auf Virginia Sun Zweiter im St. Leger
Tipp: Außenseiter, läuft erstmals in dieser Klasse

2 Girolamo, 6 Jahre, Peter Schiergen, Martin Seidl - Girolamo hat in diesem Jahr Platz Zwei im Gerling-Preis belegt, ein Rennen, das er im Vorjahr gewann. Zuletzt , 2015 2. im Gr.2 Gerling Preis, zuletzt Achter von Acht im Gr.1 Großen Preis von Berlin. 2012 Gr.1-Sieger im Preis von Europa.
Schiergen hat das St. Leger vier Mal gewonnen, erstmals 1998 und dann von 2005 bis 2007 drei Mal in Folge.
Tipp: Läuft meist in Toprennen. Wenn Girolamo an alte Form anknüpfen kann, ist er brandgefährlich.

3 Techno Queen, 4 Jahre, Toni Potters, Norman Richter - Techno Queen hat 2015 vier Rennen in Folge gewonnen, darunter zwei Listenrennen. Zuletzt war sie Vierte im Gr.3 Stutenpreis in Baden-Baden
Tipp: Die Stute läuft erstmals über 2.800m. Das Stehvermögen sollte aber da sein. Gute Chancen.

4 Virgina Sun, 4 Jahre, Jens Hirschberger, Adrie de Vries - Virginia Sund hat in diesem Jahr noch nicht an ihre Vorjahresform anknüpfen können. Zuletzt war sie Neunte im Stutenpreis. 2014 Gewinnerin von drei Rennen und Zweite im St. Leger.
Der zweite Rang von Virgina Sun war für Hirschberger bislang die beste Platzierung in dem Rennen.
Tipp: Nach der Form in dieser Saison krasse Außenseiterin, im Vorjahr noch Favoritin.

5 Graasten, 3 Jahre, Peter Schiergen, Ian Ferguson - Graasten gewann 2015 ein Rennen, war im Deutschen und Italienischen Derby chancenlos, 2014 ein Sieg bei zwei Starts.
Tipp: Größter Außenseiter im Zehnerfeld

6 Hot Beat, 3 Jahre, Peter Schiergen, Filip Minarik - Hot Beat hat 2015 ein Rennen gewonnen. Der Derby-Starter war zuletzt Sechster von Acht in einem Ausgleich I in Baden-Baden. 2014 ein Start unplatziert.
Minarik hat 2004 mit Darsalam das St. Leger gewonnen.
Tipp: Noch nie über eine so lange Distanz gelaufen, ebenfalls nur Außenseiter

7 Nordic Flight, 3 Jahre, Peter Schiergen, Andrasch Starke - Nordic Flight hat in diesem Jahr drei Rennen gewonnen, darunter das Iffezheimer Derby-Trial (Listenrennen), und zuletzt den Preis der BBAG Jährlingsauktion in Baden-Baden. Im Derby war er chancenlos. 2014 bei drei Starts einmal platziert.
Andrasch Starke hat das St. Leger zwei Mal gewonnen, war zwei Mal Zweiter und zwei Mal Dritter.
Tipp: Wurde nachgenannt und hat den Stalljockey im Sattel. Mehr Hinweise braucht es nicht. Ist der Favorit der Prüfung.

8 Shadow Sadness, 3 Jahre, Christian von der Recke, Alexander Pietsch Shadow Sadness war der Überraschungssieger im Gr.3 Frühjahrspreis in Frankfurt. Der Derbystarter war zuletzt Letzter im im Steherpreis in Baden-Baden. 2014 bei zwei Starts unplatziert:
Alexander Pietsch erreichte 2012 mit Fair Boss Rang Zwei im St. Leger
Tipp: Wenn es viel regnen sollte, steigen seine Chancen. Ansonsten nur Außenseiter

9 Wasir, 3 Jahre, Andreas Wöhler, Eduardo Pedroza - Wasir hat in dieser Saison ein Rennen gewonnen. Zuletzt war er Zweiter im Preis der BBAG Jährlingsauktion knapp hinter Nordic Flight. 2014 nicht gelaufen
Das Duo Wöhler / Pedroza hat das St. Leger 2012 mit Altano gewonnen und war zuvor drei Mal Dritter in dem Rennen.


Zahlen und Fakten zum 131. Deutsches St. Leger


Der Höhepunkt der Rennsaison in Dortmund ist der Große Preis der DSW21 131. Deutsches St. Leger. Das Rennen der Europa-Gruppe 3 führt über 2.800 m und ist mit 55.000 Euro Preisgeld dotiert. Der Sieger erhält 32.000 Euro.

Das erste Deutsche St. Leger wurde 1881 in Hannover ausgetragen, Sieger war Blue Monkey. Seit 1950 hat es seinen festen Platz in Dortmund, die Stadtwerke der Ruhr-Metropole sind seit 2004 als Partner an Bord.

Das St- Leger gehört zu den fünf so genannten klassischen Rennen, die ursprünglich nur dreijährigen Pferden vorbehalten waren. Dazu zählen das Deutsche Derby und das Mehl-Mülhens-Rennen sowie die beiden Stuten-Prüfungen Preis der Diana und Henkel-Rennen.

Seit 2007 dürfen im St. Leger auch ältere Pferde antreten. Der damals fünfjährige El Tango, trainiert von Peter Schiergen, war der erste nicht Dreijährige und gleich auch der erste Doppelsieger. Seit der Öffnung 2007 steht es unentschieden: Je vier Mal gewannen die älteren Jahrgänge und die Dreijährigen. Im Vorjahr triumphierte die dreijährige Stute Kaldera.

Ein paar Fakten der Dortmunder St.-Leger-Jahre


+ Rekordtrainer ist Sven von Mitzlaff, der zehnmal den Sieger sattelte: Erstmals 1959 Ordinate und zuletzt 1985 Kamiros II. Weitere herausragende Gewinner waren Luciano 1967 und Königsstuhl 1979.

+ Vier Mal in Folge trainierte Bruno Schütz den Sieger – von 1988 bis 1991. Drei Mal in Folge gewannen Sven von Mitzlaff (1983 - 1985) und Peter Schiergen (2005 – 2007). Schiergen hat das St. Leger insgesamt vier Mal gewonnen.

+ Je fünf Sieger ritten Peter Alafi und Fritz Drechsler. Unter den noch aktiven Jockeys führt Andreas Helfenbein mit drei Treffern

+ Favoriten waren sehr erfolgreich im vergangenen Jahrzehnt: Vier von zehn Mal gewann der Totofavorit, immer lag die Siegquote unter 100:10.

+ Der letzte Außenseiter-Erfolg zum Kurs von 100:10 gelang Royal Fantasy 2003, trainiert von Horst Steinmetz

(Daten zusammengetragen von Peter Muhlfeit)
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